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Ribnitz-Damgarten „Die Arbeiten auf den Baustellen sind im Zeitplan“
Vorpommern Ribnitz-Damgarten „Die Arbeiten auf den Baustellen sind im Zeitplan“
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00:00 10.08.2018
Marlow

Mit rund 4600 Einwohnern ist Marlow zwar nur ein kleines Städtchen, dennoch wurde und wird hier erstaunlich viel gebaut und saniert. Und die Marlower haben sich auch für die Zukunft viel vorgenommen. OZ sprach mit Bürgermeister Norbert Schöler (CDU) darüber.

Marlows Bürgermeister Norbert Schöler (CDU) im OZ-Sommerinterview

Großprojekt

Das Dorfgemeinschaftshaus in Gresenhorst ist eines der Großprojekte für Marlow. Im diesjährigen Stadthaushalt sind für diese Baumaßnahme 690000 Euro eingeplant, im kommenden Jahr sollen laut jetzigem Stand weitere 81 500 Euro bereitgestellt werden.

Die Stadt umfasst mit knapp 140 Quadratkilometern eine große Fläche. Zu Marlow gehören insgesamt 26 Ortsteile.

Herr Schöler, im Sommer ruht die Kommunalpolitik. Keine Stadtvertretersitzungen, keine Ausschüsse, da müsste es jetzt doch bei Ihnen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus etwas ruhiger zugehen, oder?

Schöler: Ruhe ist relativ, zwar finden jetzt keine Sitzungen der politischen Gremien statt, aber wir haben ja im ersten Halbjahr mehrere Baumaßnahmen vorbereitet. Die werden jetzt umgesetzt. Da haben wir als Verwaltung natürlich immer ein Auge drauf und es gibt jede Menge abzusprechen. Die beiden größten Vorhaben sind derzeit der Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Gresenhorst und der zweite Teilabschnitt der Straße zwischen Bartelshagen I und Brünkendorf.

Und wie sieht es auf diesen beiden Baustellen aus?

Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan und wir liegen auch im finanziellen Rahmen. Die Maurerarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus Gresenhorst werden in der kommenden Woche abgeschlossen, dann sind die Zimmerer und Dachdecker am Zuge. Was den zweiten Teilabschnitt der Straße zwischen Bartelshagen I und Brünkendorf angeht, so wurde die alte Decke aufgefräst, jetzt wird am Unterbau gearbeitet, es müssen auch einige Durchlässe erneuert werden. Ende August, Anfang September soll dann die Schwarzdecke aufgebracht werden.

Auf der To-do-Liste der Stadtverwaltung steht ja auch die Vergrößerung des Außenbereiches der Grundschule und des Hortes. Wie kommen denn dort die Arbeiten voran, es ist ja nicht mehr lange hin bis zum Beginn des neuen Schuljahres.

Dort gibt es ein paar Probleme, die allerdings objektiv bedingt sind. So hat sich angesichts der seit Wochen anhaltenden brütenden Hitze natürlich die Anlage neuer Rasenflächen erst einmal erledigt. Da bleibt nichts anderes übrig, als auf anderes Wetter zu warten. Auch bei den neuen Spielgeräten gibt es einige Verzögerungen, da die Lieferzeiten bei über einem halben Jahr liegen.

Lassen Sie uns an dieser Stelle einmal einen Blick in die Zukunft werfen: Die Stadt hat sich ja auch die Sanierung des Sportplatzes an der Grundschule vorgenommen, wie weit sind Sie denn mit diesem Vorhaben?

Mit etwas mehr als eine Million Euro ist die Sportplatzsanierung in finanzieller Hinsicht ein ziemlich dicker Brocken, aber absolut notwendig, denn nur so können die Bedingungen für den Schulsport künftig abgesichert und verbessert werden. Zudem wird der Platz auch intensiv von der BSG Scanhaus Marlow genutzt, auch und gerade im Kinder- und Jugendbereich wird da eine hervorragende Arbeit geleistert, die wir mit der Verbesserung der Platzbedingungen unterstützen möchten. Den Eigenanteil in Höhe von 350 000 bis 370000 Euro können wir aufbringen. Jetzt kommt es darauf an, dass wir eine Zweidrittelförderung bekommen, nämlich vom Landwirtschaftsministerium und vom Innenministerium. Die Anträge sind gestellt. In Sachen Sportplatzsanierung stehen wir in ständigem Kontakt mit dem Bildungsministerium des Landes MV. Die Signale, die wir aus Schwerin bekommen, stimmen uns optimistisch, denn auf der Prioritätenliste sind wir gut platziert. Wir hoffen, dass wir mit den Arbeiten 2019 beginnen können.

Noch einmal zurück in den Ortsteil Gresenhorst: Nach der Schließung der Grundschule steht die Frage, was mit dem Gebäude geschehen soll. Sie hatten Anfang des Jahres die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass sich ein privater Investor findet, der das Gebäude nutzt. Hat sich schon ein Interessent gemeldet?

Nein, bisher hat es keine ernsthaften Anfragen gegeben. Wenn es dabei bleibt, müssen wir über einen Abriss nachdenken. Aber noch ist es nicht soweit, denn noch wird das Gebäude vom Bücherdorf und von Vereinen genutzt. Das Bücherdorf wird erst dann aus dem alten Schulgebäude ausziehen, wenn das neue Dorfgemeinschaftshaus in Gresenhorst fertiggestellt ist. Das wird voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres der Fall sein.

Wer in diesen Tagen in den Marlower Ortsteilen Kuhlrade, Bookhorst, Rookhorst oder Royforst unterwegs ist, stellt fest, dass die Verlegung von Glasfaserkabeln fürs schnelle Internet begonnen hat. Was schätzen Sie, ab wann wird überall in Marlow und in den Ortsteilen schnelles Internet zur Verfügung stehen?

Die Arbeiten kommen gut voran. Wenn sie in den genannten Ortsteilen erledigt sind, geht es erst einmal in Brünkendorf weiter und von dort arbeiten sich die Bautrupps dann weiter voran.

Ziel ist es, die Glasfaserverlegung in der Stadt Marlow und ihren Ortsteilen bis Herbst 2019 abzuschließen. Wenn die Arbeiten in Kuhlrade und den drei anderen genannten Ortsteilen weiter so gut vorankommen, dann könnten sie hier Ende dieses Jahres erledigt sein. Die Nachfrage ist auf jeden Fall sowohl bei Privathaushalten als auch bei Firmen sehr groß. Vor allem Unternehmer haben immer wieder darüber geklagt, dass die Übertragung von Daten bisher einfach zu lange dauerte. Ich freue mich deshalb, dass das bald Geschichte sein wird, schließlich ist schnelles Internet heutzutage ein wichtiger Standortfaktor.

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