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Ribnitz-Damgarten Die halbe Welt zu Gast in Bodstedt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Die halbe Welt zu Gast in Bodstedt
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05:19 30.07.2018
Proberennen: Jugendliche Cadet-Segler am Sonnabend auf dem Bodstedter Bodden. Quelle: Susanne Retzlaff
Bodstedt/Barth

Niederländisch, Polnisch, Spanisch, Tschechisch, Deutsch, Englisch, Russisch, Gemisch – der Sound der großen, weiten Welt erfüllt seit Sonnabend den Hafen in Bodstedt bei Barth (Vorpommern-Rügen) und klingt weit über das Boddendorf hinaus. Fast 250 jugendliche Cadet-Segler aus zwölf Nationen sind zu ihren 52. Weltmeisterschaften angereist. Mit Trainertross, Fans und Familie tauchten sie den Hafen in ein buntes Meer der guten Laune – Australier mit Känguruh-Flagge und bunten Perücken, Spanier mit Strohüten, Briten mit Narrenkappen.

Segel-WM eröffnet: Rund 250 Sportler aus zwölf Nationen angereist.

Angeführt vom Spielmannszug des SV Motor Barth enterten die Segler im Alter von sechs bis 17 Jahren aus Argentinien, Australien, Belgien, Kuba, Tschechische Republik, Spanien, Großbritannien, Deutschland, Niederlande, Polen, Russland und der Ukraine den Bodstedter Hafen. Dort wurden sie begrüßt von Nicki de Vegara, Schwester der spanischen WM-Hoffnung, Cheforganisator Alexander Nicolaus, dem Europaabgeordneten Werner Kuhn (CDU) und Jan Martin Wilschut, Vorsitzender der Internationalen Cadet-Klasse.

„Big Alex“ holte die WM nach Bodstedt

Noch vor der offiziellen WM-Eröffnung und jenseits der Wertung erkundeten alle Crews in einer gemeinsamen Testregatta die Strecke und Verhältnisse im Revier, beobachtet von ihren Trainern, die in ihren Schlauchbooten einen Mindestabstand von 100 Metern zum Feld einhalten mussten. „Damit sie ihren Teams keine geheimen Zeichen geben können“, erklärt Alexander Nicolaus, besser bekannt als „Big Alex“. Der Chef der deutschen Cadet-Klassenvereinigung hat die Weltmeisterschaft nach Bodstedt geholt, wo der Brandenburger ein Feriendomizil mit Boot hat. Nun beobachtet auch er vom Boot aus das Feld. Neben der deutschen Flotte und dem kubanischen Boot achtet er besonders auf die Belgier, denen er gute Titelchancen einräumt.

Über 100 Segel nähern raschelnd der ersten Wendemarke, weit lehnen sich die Steuerleute aus der Jolle, kurze Wellen schlagen unter den Rumpf, der Vorschoter bringt sich in Position den Spinnaker zu lösen. Das kleine bunte Segel soll sich im Moment der Richtungsänderung öffnen – das „Spinnakern“ lässt Seglerherzen höher schlagen.

Etiketten für Bierflaschen

Während ihre Schützlinge über das Boddenwasser gleiten, werden die Eltern der Sportler im Hafen sinnvoll beschäftigt. Extra für die WM wurden Etiketten für Barther Bierflaschen angefertigt. Anwalt Miguel de Vergara Schmitz und Konsulin Ingrid van der Reijt aus Mallorca haben viel Spaß beim Kleben. Ihre Tochter Maite (17) ist die einzige Hoffnung Spaniens auf den Titel, mit Vorschoter Sten-Ole Heidenreich.

Die Kubaner Hanler Falcón Haro und Marco Rivero Pineiro (beide 16) haben ihre Insel zum ersten Mal verlassen und sind zum ersten Mal geflogen. Sie genießen es: „Die Leute hier sind so nett.“ Erstmals nach 40 Jahren sind wieder Teilnehmer der Karibikinsel dabei.

Lokalmatadoren

Die Hoffnungen Vorpommern-Rügens ruhen unter anderem auf Steuermann Henning Laue (15) und Vorschoter Jesse Steffen (12) vom Segel-Club-Ribnitz. Sie beendeten das Proberennen im Mittelfeld. „Wir haben mit den Niederländern und Australiern trainiert, das lief gut. Wenn wir unsere Top-Leistung abrufen können, segeln wir recht weit vorne mit. Mit wenig Wind kommen wir super klar“, hofft der Steuermann auf laue Lüftchen.

Die Siegerehrung ist für Freitag ab 18 Uhr geplant.

Susanne Retzlaff

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