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Ribnitz-Damgarten Die schönste Villa Rostocks ist für 2,5 Millionen zu haben
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Die schönste Villa Rostocks ist für 2,5 Millionen zu haben
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00:00 01.06.2015
Die Zeeck‘sche Villa in der August-Bebel-Straße steht zum Verkauf. Der Preis: 2,45 Millionen Euro. Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Ein nicht alltägliches Immobilienangebot hat Engel & Völkers im Bestand: Zum Kauf angeboten wird die denkmalgeschützte Zeeck‘sche Villa an der Rostocker August-Bebel-Straße.

Der Preis: 2,45 Millionen Euro. Noch nutzen Physiker der Universität das Gebäude, in einigen Monaten ziehen sie auf den Südstadt-Campus um.

Gebaut hat der Architekt Paul Korff die Villa im Jahr 1909 für den Rostocker Gustav Zeeck. 49 Zimmer über vier Etagen auf einer Wohnfläche von etwa 880 Quadratmetern konnte der Kaufmann in der Villa nutzen. „Das ist eines der schönsten Gebäude, die es in Rostock gibt“, sagt Jens Gienapp von Engel & Völkers. Etwas ganz Besonderes. Gekauft hatte der jetzige Eigentümer, ein Bauunternehmer aus Schleswig-Holstein mit einer Niederlassung in Mecklenburg, die Villa in den 90er Jahren. 1997 wurde sie teilsaniert.

„Wir haben es noch nicht so lange im Angebot“, erläutert Jens Gienapp. Erste Gespräche mit Interessenten gab es bereits, dem Immobilienunternehmer ist jedoch bewusst, dass die Vermarktung nicht einfach wird. „Da ist der Kundenkreis doch eingeschränkt.“ Zumal für das Gebäude außen wie innen die Auflagen des Denkmalschutzes zu beachten seien.

Kaufmann Zeeck, der sein Geschäft in der Kröpeliner Straße hatte, heute Peek & Kloppenburg, hatte sogar eine Brücke über den Wallgraben, um von dem 1800-Quadratmeter-Grundstück schnell im Kaufhaus sein zu können, berichtet Stadtkonservator Peter Writschan. Aus seiner Sicht ist die Villa architektonisch besonders wertvoll. Der Laager Architekt Paul Korff habe moderne und barockisierende Elemente vermischt, dieser Bau unterscheide sich damit von anderen Villen aus der Gründerzeit.

Das Besondere sei für Writschan auch, dass die Villa vollständig erhalten ist, auch die Innengestaltung. „Ein Käufer muss das Gebäude so akzeptieren und kann nur behutsam Veränderungen vornehmen“, sagt Writschan. Eine Nutzung, die „eine gewisse Öffentlichkeit“ beinhaltet, wäre schön, wünscht sich der Denkmalpfleger.

Noch nutzt das über mehrere Standorte in Rostock verteilte Institut für Physik der Universität die Villa, zum Beispiel für die Erforschung von Nanomaterialien. Anfang August sei der Umzug in die Südstadt geplant, erläutert Professor Thomas Gerber. Ein Abschiedsschmerz werde schon dabei sein, sagt Gerber. Immerhin arbeitet und forscht er seit gut 30 Jahren in der Zeeck‘schen Villa. „Das ist ein Stück Kultur“, erklärt der Physiker. Das imposante Treppenhaus, die Büros und der Blick aufs Grüne. Aber: „Die Laborräume sind wichtiger.“ Und da freut sich Gerber bereits auf die zukünftigen Möglichkeiten.

Die neuen Gebäude auf dem Südstadt-Campus stehen vor der Fertigstellung, erklärt Christian Hoffmann vom Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL). Im Juni erfolgt die Übergabe des rund 20 Millionen Euro teuren Neubaus für die Abteilung Licht, Leben und Materie an die Universität. Knapp 50 Millionen Euro kosten die Häuser für die Physik. Lehr- und Forschungsgebäude sollen im Juli beziehungsweise August von der Uni übernommen werden.

Spuren von Paul Korff in Rostock
Der Architekt und Baumeister Paul Korff (1875-1945) aus Laage hat zahlreiche Spuren in Rostock hinterlassen. So entwarf er in der Kröpeliner Straße das Gebäude für die Rostocker Bank, das lange von der Deutschen Bank genutzt wurde. Hinzu kommen weitere Kaufhäuser, wie das Geschäftshaus C. Lehment (später „Grundgeyer“),
dessen Fassade heute in das Kröpeliner-Tor-Center integriert ist, und weitere Wohnhäuser im Stadtgebiet. Zu den Korff-Bauten gehören auch das Verwaltungsgebäude der früheren Neptunwerft am Werftdreieck oder das Klubhaus des „Mecklenburgischen Jachtklubs“ in Gehlsdorf.



Die Zeeck‘sche Villa wurde 1909 durch den Architekten Paul Korff in Rostock mit modernen und barockisierenden Elementen im Stil eines Landhauses für den Kaufmann Gustav Zeeck gebaut. Das Gebäude auf einem 1800 Quadratmeter großen Grundstück hat vier Etagen mit 49 Zimmern.



Thomas Niebuhr

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