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Dörf man den Kolkraw dotscheiten?

Platti Dörf man den Kolkraw dotscheiten?

Ümmer werrer giwwt dat in uns Land Striet twüschen de Jägers un de Naturschützer. So ok nu werrer. Dat Landwirtschaftsministerium in Schwerin hett ‘ne Verlutborung rutgäben, in dei steiht, dat bestimmte Voegel in Utnahmefällen bejagt warden koenen.

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Jochim Busch.

Quelle: nnn

Dortau hürn de Kolkraw (Kolkrabe), Krei (Krähe), Reiher un Heister (Elster), de normalerwis schützt sünd.

De Begründung is ähnlich as bi den Kormoran, oewer den‘n all vör Johren sträden wür. De Begründung ut Schwerin: Disse Vägel hemm sick in de letzten Johrn so dull vermihrt, dat sei groten Schaden anrichten för den Minschen, oewer ok bi anner Tiere. Bi den Kormoran is dat klor: Hei frett de Fischers ‘n Hopen Fisch weg, un sei moegen em dorüm ok gor nich lieden. Sei kieken denn ok bannig fünsch up dat schwarte Diert, wenn dat up de Reusen hockt un in‘t Warer kickt. Ick weit nich, ob Sei all mal Böm seihn hemm‘, up dei de Kormorane tau Hus sünd un bräuden. Bi uns in‘n Kreis giwwt dat so‘ne in Niederhof achter Brandshagen. As ick vör Johrn dor wier, heww ick mi ‘n bäten verfiehrt: Nest an Nest hängt an de Böm, up kahle Telgen sitten de Voegel, schriegen un schlagen ümmer mit de Fläugel, dormit ehr Ferrerkled dröch ward. Kein Loof mihr an de Telgen, de Kot von de Voegel hett dat wegfräten. Un liekers is de Kormoran ‘n interessanten Vagel, de tau uns Natur gehürt, wenn hei taun Bispill up dat Warer dalschütt, üm sick ‘n Fisch tau griepen. Wat hett nu den Vörrang, de Fischräuwer orrer de ümmer noch seltene Vagel? Landwirtschaftsminister Till Backhus sitt in de Zwickmoehl:

Hei is för de Fischeri taustännig, oewer ok för den Naturschutz, hei is Jäger un möt sick mit de Gräunen gaut stelln. Mit de Gräunen mein ick hier nich de Weidgenossen, sonnern de Partei, de sick den Naturschutz up ehre Fahn schräben hett. De Jägers behaupten, de nun taun Deil tau bejagende Vägel richten groten Schaden an bi de Geläge von anner Voegel, taun Bispill bi Fasanen. Sei griepen ok Junghasen, also möt de Minsch hier ingriepen. Von de Heisters weit ick ok, dat sei anner Singvoegel de Nester plünnern. Eigentlich mag ick disse schwart-witten Geselln giern, oewer wenn ick mark, dat sei in de grote Dann‘ an unser Hus werrer mal ‘n Nest bugen willn, klatsch ick so lang‘n in de Hänn‘, dat sei ehren Plan upgäben. Sall‘n sei doch ‘n Hunnblaff weg ehre Residenz upschlagen.

De Naturschützer finn‘ dit alls oewerdräben. De Natur sall dat alls allein rägeln. So giwwt dat ümmer werrer Knatsch twüschen beide Parteien, un Backhus sitt mittenmang! Wenn Sei mi na mine Meinung fragen, kann ick blot tau Antwurt gäben: Je, de einen seng‘n so, de annern seng‘n so! Nu büst‘t so klauk as vörher. In mine Kindheit wahnten wi näben den Forstmeister Rassow. Dat wier ‘n imponierenden Mann. Hei har ‘n herrschaftliches Hus mit ‘ne richtige Frietrepp. Tau dat Forstgehöft hürte ‘ne mächtige Strohdackschün mit ‘n Adeborsnest. De Forstmeister jagte natürlich väl, ok mit ‘ne grot Jagdgesellschaft, un wi künnen dornah de utnahmen Hirsche un Hirschkäuh an dat Grotdur von de Schün hängen seihn. Oewer wat uns wunnerte: Nich blot Rot- un Schwattwild streckte disser Forstmann. Hin‘n in sinen Gorden leeg ein Brauk, un dor schöt hei Spreiden von de Ellern. Dei, so vertellte hei minen Vadder, wiern för em ‘ne Delikates, ok suer inkakt. Dorbi künn de Mann doch köstliches Wild naug äten, meinte uns Mudder un schürte den Kopp. Ick wull tau disse Tiet in mine Kindheit ok Forstmeister warden. Oewer ein Deil har ick mi fast vörnahmen: Up Spreiden wull ick nie nich scheiten. Ok Graureiher, tau de de ollen Mäkelborger Schitt- orrer Schettreiher seggten, finn ick väl tau schön, üm up ehr tau scheiten. Bi Kormonane wier ick viellicht up de Siet von Fischer Willbrandt.

Wenn Sei werrer ‘ne Husupgaw lösen moegen, erklärn Sei doch eins, woher de Schittreiher sinen Namen hett. Dat is nich schwer un ok ganz lustig.

Tschüssing för hüt

Jochim Busch

OZ

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