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„E-Autos erinnern an Segelboote“

Advertorial „E-Autos erinnern an Segelboote“

Angelika und Jörg Westphal starteten am Wochenende zum E-Golf-Test. Ihnen gefiel auf Anhieb das fehlende Motorgeräusch und die Innenraumgestaltung. Das Ehepaar machte sich aber Gedanken über die beschränkte Reichweite.

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Angelika und Jörg Westphal aus Wustrow starteten am Wochenende zum E-Golf-Test.

Quelle: Benjamin Barz

Wustrow. Jörg Westphal drückt den Startknopf. Er bringt den Bedienhebel der Automatikschaltung in Position und der weiße Elektro-Golf rollt am Sonnabendmorgen zügig aus der Osterstraße in Wustrow auf Fischland-Darß-Zingst. Lautlos.

 

Auf dem Beifahrersitz beobachtet Ehefrau Angelika, wie ihr Mann mit den Bedienknöpfen arbeitet. Besonders interessiert sie sich für die Anzeigen auf den Displays im Cockpit des Kompaktwagens.

Die Wustrower (beide 54 Jahre alt) sind mit dem Stromer auf ihrer ersten Tour unterwegs. Das Ziel: die rund 75 Kilometer entfernte Marinetechnikschule in Parow (Vorpommern-Rügen). Der Leiter des Informationszentrums der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Rostock-Warnemünde will dort einen Vortrag vor Feuerwehrtauchern über die Arbeit der Seenotretter halten. Unterwegs wird er seine Frau in Ribnitz-Damgarten absetzen, die Besorgungen machen möchte.

Test unter Alltagsbedingungen

Die Westphals nehmen am bisher größten deutschen E-Auto-Test teil. Bis 20. Mai checken sie für die OSTSEE-ZEITUNG das Elektro-Gefährt unter Alltagsbedingungen. Der Krankenschwester, die sich sehr für Design interessiert, gefällt auf Anhieb „die geschmackvolle Innenraumgestaltung“. Der technikbegeisterte Motorrad-Liebhaber ist vor allem von dem leisen Antrieb angetan. „E-Autos erinnern an Segelboote“, erklärt er. Denn auch hier sei fast nur der Fahrtwind zu hören.

Alles andere als geräuschlos ging es aber in den Tagen vor dem Teststart zu. „Uns haben viele Freunde und Bekannte angesprochen bzw. angerufen und gratuliert. Sie lasen in der OZ, dass wir als Tester ausgewählt wurden“, freut sich der gebürtige Wismarer.

Reichweite ist wichtiges Kaufkriterium

Dass es sich bei dem Testgefährt um einen automobilen Exoten auf den hiesigen Straßen handelt, ist dem gut informierten Paar durchaus bewusst. Nur 252 rein elektrisch angetriebene Pkw waren laut Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt zu Jahresbeginn in Mecklenburg-Vorpommern zugelassen. Die Preise für E-Mobile, die Zahl der Ladestationen und vor allem die Reichweiten mit einer Batterieladung sind für die Käufer entscheidende Kriterien.

Lotta Tegtmeier, die für VW den weißen Stromer von Wolfsburg nach Wustrow chauffierte, war auf der Autobahn im Eco-Plus-Modus – einem der drei möglichen Fahrprogramme – unterwegs. Die 20-Jährige fuhr also energiesparend mit etwa Tempo 90, wie die Wustrower erfahren. In Parchim (Ludwigslust-Parchim) – nach gut 160 Kilometern – war Stromzapfen angesagt. Eine Schnellladung war an diesem Standort nicht möglich.

Erste Testfahrt von Wustrow nach Parow

Nach rund zwei Stunden ging es weiter nach Rostock. Erneuter Stopp. Hier dauerte das beschleunigte Aufladen etwa 30 Minuten. In Dierhagen auf Fischland-Darß-Zingst hing die Niedersächsin den Fünfsitzer etwa acht Stunden an die Steckdose im Fahrradkeller eines Hotels.

Angelika und Jörg Westpahl haben der jungen Frau, die ihnen bei der Fahrzeugübergabe kurz die technischen Details erläutert, aufmerksam zugehört. Schließlich umfasst die Wustrow-Parow-Tour insgesamt etwa 150 Kilometer.

Gegen 16 Uhr trifft Jörg Westphal entspannt wieder zu Hause ein. „Das Auto lief gut und die Restreichweite betrug 76 Kilometer“, resümiert er zufrieden. In der Nacht wird der Golf an einer Steckdose seines Kapitänshauses aufgeladen.

Über eine herbe Enttäuschung auf einer Wismartour und die Besonderheiten des Stromzapfens lesen Sie in den folgenden Beiträgen des größten deutschen E-Golf-Tests.

E-Mobile sind noch Exoten

34 022 Pkw, die nur durch einen Elektroantrieb fortbewegt werden, waren bundesweit laut Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg (Schleswig-Holstein) zum 1. Januar 2017 zugelassen. Zum Vergleich: Die Zahl der insgesamt zugelassenen Pkw in Deutschland lag bei rund 46 Millionen.840 968 Pkw umfasste zu Jahresbeginn die Zulassungsstatistik der Flensburger Behörde für das Land Mecklenburg-Vorpommern. Davon waren unter anderem 569 296 als Benziner- und 260 012 als Diesel-Pkw ausgewiesen. Es tauchen jedoch nur 252 reine Elektro-Autos in der Statistik auf.

Volker Penne

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Vor dem Start zum großen Familienausflug waren Angelika und Jörg Westphal noch guter Dinge. In den Händen halten sie Zubehör zum Stromladen für unterwegs. Nach der Tour überwog die Ernüchterung.

Für Familie Westphal wurde eine Tour von Wustrow nach Wismar im Elektroauto zur „halben Weltreise“. Ladestationen in der Hansestadt – Fehlanzeige.

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