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Ribnitz-Damgarten Ehemaliges Jobcenter wird Wohnhaus
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ehemaliges Jobcenter wird Wohnhaus
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06:05 18.10.2017
Das ehemalige Jobcenter in Ribnitz-Damgarten. Quelle: Robert Niemeyer
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Ribnitz-Damgarten

Das ging dann doch schneller als von vielen befrüchtet. Der ehemalige Jobcenter-Standort im Musikantenweg in Ribnitz-Damgarten steht kurz davor, einen neuen Eigentümer zu finden. Zuletzt hatten der Hauptausschuss, der Bauausschuss und der Finanzausschuss der Stadtvertretung eine Empfehlung abgegeben. Zwei Interessenten hatten ein Konzept eingereicht, das wirtschaftlichste sei jeweils berücksichtigt worden, heißt es.

Wen die Ausschüsse unterstützen, darüber halten sich die Beteiligten weitestgehend bedeckt. Laut OZ-Informationen soll es sich aber um einen Unternehmer Ribnitz-Damgarten handeln, der in dem Gebäude altersgerechtes bzw. barrierefreies Wohnen anbieten will. Zweiter im Rennen soll ein sozialer Träger sein. Am Mittwochabend entscheidet die Stadtvertretung, wer den Zuschlag erhält.

Wichtigster Aspekt ist aber, dass das Gebäude im Musikantenweg schnellstmöglich wieder an den Mann gebracht wird, betonte Ribnitz-Damgartens Bürgermeister Frank Ilchmann auf Nachfrage. „Und wir müssen selbst nicht umbauen“, so Ilchmann.

Kritik nach Auszug des Kreises

Groß war der Schock bei der Stadtverwaltung und der Ribnitz-Damgartener Politik, als der Hauptausschuss des Kreistages im Februar entschied, dass die Kreisbehörden in der Bernsteinstadt am Standort des ehemaligen Amtsgerichtes zusammengezogen werden. Damit drohten jährliche Mieteinnahmen in Höhe von rund 170000 Euro verloren zu gehen. Das Amtsgericht gehört einem Privatmann. Der Kreis hat hier einen Mietvertrag über 20 Jahre mit Option auf Verlängerung abgeschlossen. Immerhin, so die Begründung des Kreises, würde so Ribnitz-Damgarten als Kreisverwaltungsstandort langfristig abgesichert. Aktuell zieht der Landkreis das Gebäude leer. Am Mittwoch wird der Verwaltungsstandort im ehemaligen Amtsgericht offiziell eröffnet.

Verkauf und Verpachtung

Laufende Einnahmen möchte die Stadt aus der Verpachtung des Grundstücks im Musikantenweg wieder einnehmen. Das Gebäude selbst wird verkauft. „Es bestand ja die Angst, dass die Immobilie lange Zeit leerstehen würde. Wir sind froh, dass es so schnell ein so starkes Interesse daran gegeben hat“, sagt Manfred Widuckel, Vorsitzender des Bauausschusses auf Nachfrage, ohne näher auf die Interessenten eingehen zu wollen. „Das hat sich sehr positiv entwickelt“, sagt auch Holger Schmidt, Vorsitzender des Finanzausschusses. „Und wir sparen Kosten.“

Laut Frank Ilchmann hätte die Stadtverwaltung bereits seit der Entscheidung des Hauptausschusses des Kreistages, mit dem Jobcenter umzuziehen, im März nach Interessenten gesucht und die Gespräche aufgenommen.

Altersgerechtes Wohnen ist nach Aussage von Experten derzeit in Ribnitz-Damgarten ein boomender Markt. Viele ältere Menschen zieht es aus den Dörfern im Umland in die Stadt. Dort wiederum siedeln sich immer mehr junge Familien an, wie Bürgermeister allerorts bestätigen. Beleg dafür ist unter anderem, dass Gemeinden wie Eixen, Semlow oder Dettmannsdorf-Kölzow ihre Kindertagesstätten ausbauen bzw. neue Kindertagesstätten errichten wollen.

Stadtvertreter tagen am Mittwoch

Am Mittwochabend, 18. Oktober, entscheiden die Stadtvertreter von Ribnitz-Damgarten über die Vergabe des ehemaligen Jobcenters – im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Der öffentliche Teil beginnt um 18 Uhr im Rathaussaal im Ribnitzer Rathaus.

Auf der Tagesordnung steht unter anderem eine Einwohnerfragestunde. Auch die Leader-Projekte im Stadtgebiet werden behandelt. Zudem wird Ulrich Borchert, langjähriger Stadtvertreter, verabschiedet. Borchert war vor knapp drei Wochen zurückgetreten. Sein Nachfolger ist Herbert Kammel.

Zudem sollen die neuen Gebühren für die Nutzung der Sportstätten beschlossen werden. Darüber hinaus stehen die Beschlüsse mehrerer Jahresabschlüsse auf der Tagesordnung.

Robert Niemeyer

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