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Ribnitz-Damgarten Ein Hauch von Tour de France
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ein Hauch von Tour de France
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00:09 23.04.2018
Da ist Augenmaß gefragt: Die Teilnehmer des „Jedermann-Rennen“ schießen um die Kurve auf die Große Teichstraße. FOTOS(4): SUSANNE RETZLAFF
Marlow

Der erste Titel des 15. ScanHausCups ging nach Rostock. Als letzter Starter des Rennens um den Rundenrekord, zu dem die Ausrichter anlässlich ihres kleinen Jubiläums eingeladen hatten, verwies Benjamin Bräuer (Jahrgang 1991) mit einer 1.37er-Zeit die bis dahin führenden Berliner Rennradler deutlich auf die Plätze. „Ich bin einfach Vollgas gefahren, alles lief perfekt, das Wetter ist bombastisch“, strahlte Bräuer nach der Siegerehrung mit der Sonne um die Wette und freut sich über den gelungenen Test für seinen Start beim Eliterennen. Das wurde in zwei Etappen ausgetragen, 50 Stadtrunden (65 km) am Samstag und einer Straßenstrecke über 112 Kilometer am Sonntag rund um Marlow. „An uns muss man erst einmal vorbei!“, grüßte der Rostocker die Konkurrenz.

Tolles Wetter, tolle Beteiligung – es riecht nach Rekord: Über 700 Starts beim 15. ScanHausCup in Marlow.

Aus ganz Deutschland und aus Polen waren Radsportler nach Marlow gekommen, wo an zwei Tagen hochkarätiger Leistungssport mit anspruchsvollen Freizeit- und Nachwuchsrennen kombiniert wurde. Zum kleinen Jubiläum hatten die Ausrichter den Samstag als Wettbewerbstag aufgewertet und das Programm um zwei „Fixed“-Rennen ergänzt. Die Räder haben weder Rücktrittsbremse noch Leerlauf und können so extrem schnell werden.

„Hopp, hopp, hopp, zieh, zieh, zieh, komm, komm, komm“, feuerten Zuschauer und Teamkollegen die Sportler an. „Wellig“ nennt die Ausschreibung das Auf und Ab der Streckenführung in und um die „grüne Stadt“, aus dem Fahrerlager hört man, die Steigung selbst sei nicht das Problem, das Kopfsteinpflaster bremse aus.

Schlag auf Schlag wurde gestartet, Familienrennen für Elternteil mit Kind, Hoffnunglauf, „Fette Reifen“ für den Nachwuchs. Hier startete Theo aus Neubrandenburg, mit fünf Jahren jüngster Teilnehmer und schon Sieger der Herzen. Seit zwei Jahren trainiert er im Sportverein, sein großer Bruder startet am Sonntag bei den Schülern, verriet er. Trotz eines kleinen Patzers beim Start und eines unbeabsichtigten Schlenkers auf der Strecke beendete Theo sein Rennen konsequent und natürlich als Gewinner seiner Altersklasse.

Schreckminuten erlebten Sportler und Publikum kurz nach dem Start des „Jedermannrennens“, das ebenfalls in zwei Etappen (32,5 Kilometer Stadtrundfahrt am Samstag, 61,3 Kilometer Straßenrennen am Sonntag) gefahren wurde. Ein Teilnehmer stürzte in einer Kurve und musste vor Ort notärztlich versorgt werden. Bis er – ansprechbar – ins Krankenhaus transportiert wurde, blieb das Rennen unterbrochen und wurde unter Verzicht auf einige Runden fortgesetzt, wobei die Führungsgruppe einen entsprechenden Vorsprung auf die Verfolger erhielt. Auch am Sonntag kam es zu einem Sturz. Da waren immerhin bei Jedermann-, Senioren- und Eliterennen jeweils zwischen 78 und 98 Radler auf der Strecke, „bei der Tour de France sind es gut 120“, freute sich Kristin Meinke vom Förderverein Radfahren in M-V über insgesamt mehr als 700 Starts.

Ihr ganz privates „Familienrennen“ veranstalteten Maren und Hendrik Blank mit Töchterchen Lada aus Bartelshagen I. „Wir sind von zu Hause aus hergeradelt und haben sehr sportlich geguckt“, kommentiert Ladas Mutter ihren ersten Besuch beim ScanHausCup. Der außer mit Radsport auch mit Kaffee und Kuchen, Brezeln und Würstchen sowie einem Spieleparcours für Kinder punkten konnte. „Es ist sehr schön hier, vielleicht machen wir nächstes Jahr auch bei den Wettbewerben mit“, kündet Familie Blank an.

Fünf bis 82 Jahre

Über 700 Starter im Alter zwischen fünf und 82 Jahren traten am Wochenende in und um Marlow beim 15. ScanHausCup in die Pedale.

112 Kilometer mussten die Teilnehmer beim Straßenrennen der Elite zurücklegen – der Wettbewerb mit der längsten Strecke. Robert Jägeler vom P & S Team Thüringen gewann.

Mit 18 Paaren erfreute sich das Familienrennen, in dem jeweils ein Elternteil mit einem Kind als Team unterwegs ist, wachsender Beliebtheit. Bei fünf Altersklassen waren fast alle Teilnehmer auch Sieger.

Susanne Retzlaff

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