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Emotionale Dimension unterschätzt

Interview Emotionale Dimension unterschätzt

Prerow Die Debatte über den Straßenaushub, der am Ortseingang von Prerow gelagert ist, sorgt für Aufregung in der Region. Andreas Meller: Wir haben die emotionale Dimension einfach unterschätzt.

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Andreas Meller

Quelle: Nadja Böttger

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OSTSEE-ZEITUNG: Warum ist die Situation letztendlich so eskaliert?

Andreas Meller: Wir haben die emotionale Dimension einfach unterschätzt. Wenn sich in dem Material 30 Gehwegplatten befinden, ist es Bauschutt, wenn die 30 Gehwegplatten zerkleinert sind, ist es verwendbares Material. Dieses unterschätzt zu haben, ist unser Fehler.

OZ: Wie wäre die Angelegenheit besser gehandhabt worden?

Andreas Meller: Klare Sache, wir hätten das Material aus dem Straßenbau vorher durchsieben müssen. Wir haben uns aufgrund der vorliegenden Analysen dafür entschieden, dass das Material in der von uns gewünschten Weise verwendet werden kann und dabei leider in Kauf genommen, dass darin trotzdem Bauschutt-Rückstände vorhanden sind.

OZ: Unter Fachleuten wäre das doch sicher in konstruktiven Gespräch über die Bühne gegangen. Warum in diesem Fall nicht?

Andreas Meller: Unser Vorgehen wurde genutzt, um politisch Stimmung zu machen. Dass in diesem Zusammenhang über meiner Firma (die Prerow Bau und Service GmbH, Anm. d. Red.) Gülle ausgegossen wird, werde ich nicht hinnehmen.

OZ: Ihr Unternehmen soll Auftragnehmer sein für den Straßenbau. Ist dem nicht so?

Andreas Meller: Wer das sagt, lügt. Die Prerow Bau und Service GmbH ist ausschließlich für das Verlegen von Wasserleitungen zuständig, wir machen das im Auftrag der Boddenland GmbH. Für den Straßenbau haben wir uns nicht einmal beworben. Am Lagern des Straßenaushubs auf dem gemeindeeigenen Grundstück ist das Unternehmen weder technisch, finanziell noch organisatorisch beteiligt. Die Firma hat mit dem Straßenbau im Stückweg weder mittelbar, noch unmittelbar etwas zu tun.

OZ: Und haben Sie als Bürgermeister Vorteile davon?

Andreas Meller: Ich wollte der Kommune durch dieses Vorgehen Geld sparen. Jetzt wird diese unselige Diskussion beendet. In den kommenden Tagen wird sämtliches Material abgefahren und durchgesiebt. Dann erfolgt eine weitere Analyse auf Schadstoffe. Sollte sich dann ein drittes Mal bestätigen, dass das Material für den vorgesehenen Verwendungszweck unbedenklich ist, wird es wieder zurückgekarrt. Dann entsteht die Düne, eine vernünftige Geschichte.

tri

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