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Entwicklungskonzept für Kleingärten liegt vor

Ribnitz-Damgarten Entwicklungskonzept für Kleingärten liegt vor

Verwaltung will das Papier den Vereinen bis Sommer vorstellen

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In den Stadtteilen Ribnitz und Damgarten sowie den Ortsteilen gibt es insgesamt 14 Kleingartenanlagen. Eine von ihnen ist die Anlage „Sonnenhügel“ in Ribnitz.

Quelle: Foto: Edwin Sternkiker

Ribnitz-Damgarten. Ute Sass ist es wie manch anderem Kleingartenvereinsvorsitzenden gegangen: Dass es einen überarbeiteten Entwurf des Kleingartenentwicklungsgskonzeptes gibt, erfuhr sie aus der OZ. Auch dass diese im geschlossenen Teil der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Wirtschaftsausschuss sowie Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss vorgestellt werden soll. Ute Sass ist Vorsitzende des Ribnitzer Kleingartenvereins „Sonnenhügel“ und verweist darauf, dass schon 2014, als das Thema erstmals aufkam, die Unruhe groß gewesen sei.

Hintergrund: Ein von der Stadtverwaltung im Februar 2013 in Auftrag gegebenes Kleingartenentwicklungskonzept sollte untersuchen, wie viele von den damals vorhandenen 1451 Kleingärten in 20 Jahren noch benötigt würden. Das vom Rostocker Wirtschaftsinstitut für Marktforschung, Evaluation und Strukturentwicklung (Wimes) erarbeitete Konzept kam zu dem Schluss, dass es in Ribnitz-Damgarten sowohl in Relation zu den gartenlosen Geschosswohnungen als auch zur Bevölkerungszahl überdurchschnittlich viele Kleingärten gebe. Selbst wenn die Zahl der Kleingärten um rund 500 Parzellen verkleinert werden würde, könne der Bedarf gedeckt werden.

Schon 2014 hatte das Papier bei den Kleingärtnern für einige Irritationen gesorgt. Zum einen, weil die Zahl 500 als zu hoch angesetzt betrachtet wurde. Zum anderen, weil die Betroffenen nicht einbezogen worden waren. Die Stadtverwaltung betonte damals, dass es sich um kein fertiges Konzept handle, sondern lediglich um einen Entwurf, der als Grundlage für Gespräche mit den Kleingartenvereinen dienen solle. Nur: Mit den Kleingartenvorständen sei in den Jahren seit 2014 nicht gesprochen worden, so Ute Sass. „Aber wir brauchen einfach Informationen. Denn was soll man den Leuten sagen, die Interesse an einem leer stehenden Garten haben oder Geld in ihre Laube stecken wollen?“

Bauamtsleiter Heiko Körner informierte gestern darüber, dass der überarbeitete Entwurf des Kleingartenentwicklungskonzeptes noch keine beschlossene Sache sei. Das Papier, das jetzt vorliege und in den beiden Ausschüssen am Donnerstag diskutiert worden sei, diene als Grundlage für die Gespräche mit den Kleingartenvereinen. „Wir haben uns vorgenommen, dieses Papier den Vereinsvorsitzenden bzw.

Vorständen bis zum Sommer vorzustellen und die hier enthaltenen Vorschläge zu begründen.“ Danach muss das Kleingartenentwicklungskonzept die Stadtvertretung passieren und kann dann in den Flächennutzungsplan der Stadt eingearbeitet werden.

Der Bauamtschef betonte: Man werde nichts übers Knie brechen. Das Kleingartenwicklungskonzept biete die Möglichkeit, eine Bedarfsanalyse bis zum Jahr 2035 zu erstellen und diene damit als langfristige Entscheidungsgrundlage zum Umgang mit den Kleingartenanlagen.

Um nicht überall in den Anlagen verteilt Leerstand zu haben, sollen Kleingärten konzentriert werden. Kleinere Anlagen werden aufgegeben. Aus einem Teil der nicht benötigten Parzellen könnte Bauland werden, ein Teil der Parzellen könnte zu Ferienhausanlagen umgewidmet werden.

Wie auch immer im einzelnen verfahren werde – man wolle behutsam mit dem Thema umgehen, so Körner. So solle ein Teil von frei werdenden Kleingärten nicht neu verpachtet werden und Interessenten gezielt in den Kleingartenanlagen Angebote gemacht werden, die langfristig erhalten werden sollen.

Sicher ist schon heute, dass die Kleingartenanlage „Morgenrot“ im Stadtteil Damgarten aufgegeben werden wird. Man habe sich darauf eingestellt, so Vereinsvorsitzender Horst Piatke. Schon jetzt würden von den einst 36 Parzellen mittlerweile nur noch 13 bewirtschaftet. „Ich hoffe, dass die Gartenfreunde, die nach der Schließung der Anlage – wann auch immer das sein wird – weiter einen Garten bewirtschaften möchten, von der Stadt dabei unterstützt werden, woanders eine Parzelle zu finden“, so Piatke.

Edwin Sternkiker

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