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Ribnitz-Damgarten Erfolgsgeschichte Begegnungszentrum
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Erfolgsgeschichte Begegnungszentrum
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16:33 14.05.2018
Die Schülerinnen Luci (15), Jenny (16), Lara (15) und Michelle (16) besuchen jede Woche das Begegnungszentrum. Mehr als 26000 Kinder und Jugendliche nutzten 2017 das Begegnungszentrum. Quelle: Robert Niemeyer
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Ribnitz-Damgarten

Das Begegnungszentrum in Ribnitz-West schreibt offenbar eine Erfolgsgeschichte. 41320 Teilnehmer an den verschiedenen Veranstaltungen und Angeboten wurden im vergangenen Jahr, dem ersten vollständigen Jahr seit Eröffnung des Begegnungszentrums, gezählt. Das geht aus der Statistik zur Nutzung der Einrichtung hervor, die jetzt Juliane Hecht-Pautzke vorstellte. Sie koordiniert in Diensten der Bad Sülzer Jugendhaus Alte Molkerei (Jam) GmbH gemeinsam mit Margit Dahms das Programm in dem Zentrum. „Für das erste Jahr ist das gar nicht so schlecht“, so Hecht Pautzke.

Treffpunkt für jung und alt: Mehr als 41000 Menschen nutzten das neue Zentrum in Ribnitz West im vergangenen Jahr

Eine Entwicklung, die auch bei denen registriert wird, die seinerzeit entschieden haben, das Projekt umzusetzen. „Am Anfang gab es schon ein bisschen Muffensausen. Es wurde viel Geld reingesteckt. Aber die Entwicklung macht mich unheimlich froh“, sagt Stadtvertreter Thomas Huth. „Das Begegnungszentrum scheint eine Erfolgsgeschichte zu sein“, sagt auch Eckart Kreitlow (Die Linke). „Der Ansatz war richtig. Im Begegnungszentrum ist immer viel los“, so Stadtpräsidentin Kathrin Meyer.

Ein Zentrum für alle Generationen

Die Zahlen belegen das. Denn nicht nur Kinder und Jugendliche nutzen das Begegnungszentrum, circa 26700 Teilnehmer in diesem Alter wurden gezählt, sondern auch viele Erwachsene, und zwar mehr als 14600 im vergangenen Jahr. Auch der Umzug des Jugendzentrums aus dem ehemaligen Jugendhaus „Villa“ hat sich offenbar ausgezahlt. Im Schnitt besuchen laut Hecht-Pautzke täglich 40 bis 50 Kinder und Jugendliche das Jugendzentrum. Am alten Standort waren es zwischen 20 und 30 Mädchen und Jungen.

Insgesamt 704 Veranstaltungen fanden 2017 im Begegnungszentrum statt, also durchschnittlich fast zwei pro Kalendertag. „Das Haus ermöglicht eine ganz hohe Multifunktionalität“, sagt Juliane Hecht-Pautzke. Für Beratungsangeboten, Gottesdienste und Puppentheater sowie Feste und Tagungen stünden passende Räume zur Verfügung.

Auch für die Bernsteinschule hätten sich die Situation verbessert. Nicht nur, dass die Kinder ihre Pausen dort verbringen. Schülervollversammlungen oder auch Abschlussprüfungen seien nun unter viel besseren Bedingungen möglich. „Und Inklusion wird ganz automatisch gelebt“, sagt Hecht Pautzke. Denn auch die Schüler der benachbarten Rosenhofschule und des Förderzentrums nutzen das Begegnungszentrum.Auch die Vereine der Stadt nutzen das Zentrum, etwa für Vorstandssitzungen oder Jahreshauptversammlungen. Es seien zudem neue Angebote entstanden wie etwa der russische Frauentreff, die Beratung für Demenzkranke und deren Angehörige oder das Trauercafé des Hospizvereins.

Zwei Baustellen

Einziger Wehrmutstropfen: Das Café in dem Stadtteilzentrum braucht einen neuen Pächter. Das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) Ribnitz-Damgarten hat den Mietvertrag gekündigt, steigt im August aus wirtschaftlichen Gründen aus. Das Tagesgeschäft hat das CJD bereits aufgegeben und bedient nur noch Veranstaltungen. Die Stadt sucht einen neuen Betreiber (Die OZ berichtete).

Zu reden sein wird alsbald auch über die Stelle von Juliane Hecht-Pautzke. Noch wird diese über das Förderprogramm Engagierte Stadt des Bundesfamilienministeriums und diverser Stiftungen finanziert. 2019 läuft diese Förderung aus. Eine neue Geldquelle muss her. Fest steht: „Es muss eine Lösung gefunden werden“, sagt Diana Brusch, in der Stadtverwaltung zuständig für Kultur und Jugend und hier auch für das Ribnitzer Begegnungszentrum.

Anfang November 2016 war das Begegnungszentrum eröffnet worden. 3,3 Millionen Euro hat der Umbau der ehemaligen Einkaufshalle gekostet. Auf 1400 Quadratmetern sind ein Stadtteilcafé, Büros der Erziehungsberatungsstelle der Jam GmbH sowie zwei Gruppenräume, ein Saal mit bis zu 400 Plätzen und ein Atrium entstanden. 79000 Euro betrugen 2017 die laufenden Kosten, davon 57000 Euro reine Betriebskosten. 8000 Euro kamen durch die Vermietung der Räume rein. In diesem Jahr sind bereits 5000 Euro eingenommen worden.

Niemeyer Robert

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