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Ribnitz-Damgarten Erholungsort Saal: Antrag im Herbst
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Erholungsort Saal: Antrag im Herbst
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15:56 30.08.2017
Das Dorf Saal ist einer von vier Ortsteilen der gleichnamigen Gemeinde, die den Titel Staatlich anerkannter Erholungsort bekommen sollen. Quelle: Olaf Hackethal
Saal

Die Gemeinde Saal (Vorpommern-Rügen) hat den nächsten Schritt zur Anerkennung als Staatlich anerkannter Erholungsort gemacht. Die Gemeindevertreter fassten am Dienstag einen entsprechenden Grundsatzbeschluss. Demnach soll schnellstmöglich der Antrag bei der zuständigen Behörde eingereicht werden. „Es hat etwas länger gedauert, aber nun ist die erste Etappe abgeschlossen“, sagte Saals Bürgermeister Wolfgang Pierson.

Unter anderem müssen verschiedene Gutachten erstellte werden, etwa zum Lärmschutz und zum Verkehr. Auch eine Wetterprognose ist in Arbeit. Ende September, so Wolfgang Pieson, sollen diese Gutachten fertiggestellt sein.

Ein Antrag für drei Gemeinden

Da die Gemeinde Saal allein die Voraussetzungen für diesen Status nicht erfüllen kann, ist vor einiger Zeit ein Vertrag mit den Nachbargemeinden Fuhlendorf und Pruchten abgeschlossen worden. Bei der touristischen Infrastruktur wollen sich die drei Gemeinden ergänzen. Unter anderem soll die Tourismusinformation in Fuhlendorf von allen drei Gemeinden genutzt werden.

Die Zusammenstellung der touristischen Attraktionen, nicht nur der drei Gemeinden, auch welche in anderen Orten wie Ribnitz-Damgarten oder Barth sollen in die Beurteilung mit einfließen, ist ebenfalls Bestandteil des Antrags, der im Spätherbst nach Schwerin geschickt werden soll.

Dann beginnt das Prüfverfahren. Wolfgang Pierson rechnet spätestens Ende des kommenden Jahres mit einer Entscheidung. Ursprünglich war geplant, den Titel schon in diesem Jahr verliehen zu bekommen. Doch waren für die Antragsstellung noch nicht alle Voraussetzungen erfüllt.

Die Gemeinde Saal strebt den Titel zunächst auch nicht für alle zehn Ortsteile an, sondern vorerst nur für Saal, Hessenburg, Neuendorf und Neuendorf-Heide. Dort bestünden laut Rückmeldung des Wirtschaftsministeriums die besten Voraussetzungen. Für die anderen Ortsteile soll das nach und nach nachgeholt werden.

Vor vier Jahren wurden die Gemeindegebiete mit der Kommission, die das entscheidet, befahren. Daraufhin haben sich Pierson und seine Amtskollegen Eberhard Groth (Fuhlendorf) und Andreas Wieneke (Pruchten) entschlossen, es zu versuchen. Der Titel würde dann aber an jede Gemeinde für sich verliehen werden.

Mit dem Titel können die Gemeinden auch mehr Einnahmen erzielen, indem sie Tourismusabgaben einführen. Eine Kurabgabe, die Gäste der Gemeinden für ihren Aufenthalt zahlen, soll es geben. Eine Fremdenverkehrsabgabe wie in Ribnitz-Damgarten, die die Unternehmen in der Gemeinde zahlen sollen, sei nicht vorgesehen.

Pro Zweckverband

Wolfgang Pierson äußerte sich während der Sitzung auch zum Zweckverband Maritimer Lückenschluss. „So lange niemand genau weiß, wie es weitergeht, werden wir Mitglied bleiben“, sagte Pierson. In der nächsten Gemeindevertretersitzung soll über die neue Satzung des Verbands abgestimmt werden. Zuvor berät der Hauptausschuss.

Knackpunkt sind die Ziele des Verbunds von Gemeinden auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und der südlichen Boddenküste. Eine schiffbare Verbindung von der Ostsee in den Bodden über die Halbinsel – der sogenannte Durchstich – ein Etappenhaffen im Bodden und die Boddensanierung reichen nicht aus, damit der Verband genehmigt wird. Deshalb mussten die Aufgaben erweiterte werden. So soll unter anderem ein Mobilitätskonzept für die Region erstellt werden. Auch wolle sich der Zweckverband um den Erhalt der Radwege kümmern.

Einigen Gemeinden reicht das allerdings nicht aus. Zudem sehen sie die drei Hauptziele in weite Ferne gerückt. Die Gemeinden Pruchten, Kenz-Küstrow und zuletzt Prerow haben sich bereits aus dem Zweckverband Maritimer Lückenschluss verabschiedet. Demnächst soll es Gespräche geben, ob und wie es mit dem Zweckverband weitergeht.

Robert Niemeyer

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