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Erik Peters rettet dem Ribnitzer HV einen Punkt

Handball/MV-Liga Herren Erik Peters rettet dem Ribnitzer HV einen Punkt

„Ich habe die Lücke gesehen und habe mir einfach den Wurf genommen. Hätte ich diesen Ball verworfen, wäre ich der Arsch gewesen. Zum Glück ist es gut gegangen“, beschrieb Rückraumspieler Erik Peters die entscheidende Szene.

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Trainer Thilo Meyer.

Quelle: Tommy Bastian

Handball. Zwölf Sekunden vor Schluss traf Peters zum 29:29 (15:15)-Endstand im packenden Spitzenspiel zwischen dem Ribnitzer HV (RHV) und der SG Parchim-Matzlow/Garwitz. „Ein super Spiel. Beide Seiten haben sich 60 Minuten lang nichts geschenkt und unbedingten Siegeswillen gezeigt“, lobte RHV-Trainer Thilo Meyer.

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Zum Glück war mein letzter Wurf drin. Sonst wäre ich der Arsch gewesen.“Rückraumspieler Erik Peters, Ribnitzer HV

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„Ribnitz schocken, Pamaga rocken“, stand auf einem Plakat der knapp 50 mitgereisten, lautstarken Schlachtenbummler aus dem Raum Parchim. Und tatsächlich machten es die Gäste dem Ribnitzer HV verdammt schwer. Sie drehten die frühe Ribnitzer Führung zogen selbst mit 5:3 in Front (6.). Spielertrainer Michael Gutsche (26) hielt die Fäden bei der Spielgemeinschaft fest in den Händen, wurde selbst torgefährlich und setzte seine Nebenleute klug ein. Die Parchimer dominierten lange die erste Hälfte. Linksaußen Steffen Wiegratz und Torjäger Michael Jacobsen hielten den RHV mit ihren Tore im Spiel. Trotzdem lagen die Bernsteinstädter schon fünf Treffern zurück — 8:13 (19.). Acht Minuten vor der Pause reagierte RHV-Trainer Thilo Meyer. Er brachte Christian Wilczek, Stefan Gagern und Sebastian Nucklies für Eric Brandt, Peter Wüstemann und Christoph Rasch ins Spiel und stellte von der 5:1-Deckung auf 6:0 um. Mit Erfolg. Die Ribnitzer engten die Kreise von Gutsche ein und kamen bis zur Pause noch zum 15:15.

In der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff legten die Gäste vor. Dann trafen zweimal Nucklies, Jacobsen und Wüstemann binnen weniger Minuten zum 26:23 (46.). Das Spiel schien zu Gunsten der Hausherren zu laufen. „In dieser Phase haben wir es verpasst, den vierten Treffer nachzulegen. Das wäre vielleicht eine Vorentscheidung gewesen“, mutmaßte RHV-Kreisläufer Christian Wilczek nach dem Spiel. Statt dessen kam die Spielgemeinschaft wieder auf und glich drei Minuten vor Schluss zum 28:28 aus (57.). Thilo Meyer nahm eine Auszeit und brachte Brandt zurück ins Spiel. Zudem durfte Erik Peters, der bis dahin keine Sekunde gespielt hatte, auf die Platte. Nutzte vorerst nichts, denn Brandt vergab frei vom Kreis und im Gegenzug gab es Siebenmeter für Parchim Michael Gutsche trat an und verwandelte sicher — 28:29 (59.). Sein elfter Treffer, davon fünf Strafwürfe.

Noch gut anderthalb Minuten. Ballverlust RHV. Im Gegenzug verloren auch die Gäste das Leder. Ribnitz hatte noch 51 Sekunden. Erik Peters sah die Lücke, zog an und warf den Ball als Aufsetzer ins Netz. In den letzten zwölf Sekunden verteidigen die Ribnitzer Handballer den einen Punkt. „Ein gerechtes Unentschieden in einem geilen Spiel vor einer Riesenkulisse. Kompliment an die Mannschaft, die sich toll entwickelt hat“, konstatierte SG-Kreisläufer Michael Stockhaus (26), der einst für den Ribnitzer HV auflief. „Das war wirklich ein Spitzenspiel. Wir haben ein, zwei freie Chancen mehr verworfen. Diese Tore fehlten vielleicht am Ende zum Sieg", ergänzte Thilo Meyer.

Für den Ribnitzer HV geht es am kommenden Sonntag (16 Uhr, Ahlbeck) mit einem weiteren schwierigen Spiel weiter. Dann gastieren die Bernsteinstädter beim heimstarken HSV Insel Usedom. In der Tabelle rutschten Ribnitz und Parchim (beide 27:9 Punkte) je einen Rang nach hinten und sind nun Zweiter und Dritter. Neuer Spitzenreiter ist der Stavenhagener SV, der 33:26 in Crivitz gewann.

Meyer: Gutsche kann man nicht ganz ausschalten
HandballNach dem Spitzenspiel sprach die OSTSEE-ZEITUNG mit RHV-Trainer Thilo Meyer.

OZ: Sie hatten sich mehr vorgenommen. Können Sie trotzdem zufrieden sein?

Thilo Meyer: Ja, denn es war ein würdiges Spitzenspiel. Beide Seiten haben sich nichts geschenkt. Das Remis geht in Ordnung.


OZ: Vorm Spiel hatten Sie auf SG-Spielmacher Michael Gutsche hingewiesen. Ausschalten konnten Sie ihn nicht. Woran lag es?

Meyer: Gutsche hat eine sehr gute Eins-gegen-eins-Bewegung drauf und spielt trotzdem umsichtig nach allen Seiten. Man kann ihn nicht ganz stoppen.


OZ: Nach der Umstellung in der Abwehr lief es Ende der ersten Hälfte aber besser. Hätten Sie früher reagieren können?

Meyer: Ja, die 6:0-Deckung hat gleich Wirkung gezeigt. Aber hinterher ist man immer schlauer.


OZ: In der Tabelle ist Stavenhagen vorerst vorbeigezogen. Hatte das Spiel heute vorentscheidenden Charakter?

Meyer: Nein. Entscheidend werden die Auswärtsspiele gegen die vermeintlich leichteren Gegner. Dort dürfen wir nicht patzen.tb

Statistik
Ribnitzer HV: Jonny Hagen, Tobias Kleinecke — Steffen Wiegratz 7, Michael Jacobsen 10, Ben Meyer 2, Peter Wüstemann 2, Stefan Gagern 1, Christoph Rasch 1, Sebastian Nucklies 5/2, Erik Peters 1.

Zweiminutenstrafen: Ribnitzer HV: 5, SG Parchim: 4

Tommy Bastian

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