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Erinnerungen an Industriegeschichte

Barth Erinnerungen an Industriegeschichte

125 Jahre Barther Zuckerfabrik sollen dieses Jahr groß gefeiert werden.

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Wollen dem 125. Jahrestag der Gründung Zuckerfabrik eine Veranstaltung widmen: Gerd Erwied, Siegmar Goretzki und Peter Scholz.

Quelle: Volker Stephan

Barth. Kann man eigentlich ein Jubiläum feiern, auch wenn der Jubilar schon längere Zeit nicht mehr unter uns weilt? „Man kann und sollte: Erinnerungswürdiges darf man nicht stillschweigend übergehen“, so die Meinung des Vereinsvorsitzenden der IG Barther Dampfmaschinen, Siegmar Goretzki (77). Und so fasste er in Absprache mit seinem Verein den Entschluss, das 125. Gründungsjubiläum der ehemaligen Zuckerfabrik in Barth (Vorpommern-Rügen) mit einem Tag der offenen Tür zu begehen. Angedacht ist dafür der 1. Oktober – wenn die Zuckerrübenernte auf den Feldern der Region bereits im Gange ist.

DCX-Bild

125 Jahre Barther Zuckerfabrik sollen dieses Jahr groß gefeiert werden.

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Erste Ideen für interessantes Programm

Eher durch Zufall ist Siegmar Goretzki, dem letzten Werksleiter zur DDR- und Wendezeit, das diesjährige 125-jährige Jubiläum seines früheren Betriebes ins Bewusstsein gerückt. Seine Idee, diesem Anlass eine ganz spezielle Veranstaltung zu widmen, wurde von den engen Mitstreitern Gerd Erwied (72) und Peter Scholz (51) begeistert aufgenommen. Nun gilt es, ein interessantes Programm aufzustellen, Ausstellungsmaterial zusammenzutragen und potenzielle Mitstreiter und Unterstützer zu finden. Erste Ideen wurden bereits beim ersten informativen Treffen am vergangenen Wochenende zu Papier gebracht. So sollen neben der üblichen Präsentation der Technik vor allem der Zuckerrübenanbau, die Rübenverarbeitung und der Rübenzucker im Mittelpunkt des Geschehens stehen.

Eine kleine Ausstellung speziell zur Geschichte der Barther Zuckerfabrik ist ebenfalls angedacht. „Wir würden Zuckerrüben zu Zuckerschnitzeln verarbeiten, diese entsaften und aus dem Saft Sirup kochen, den das Publikum dann verkosten darf. Die Besucher könnten mit dem Polarimeter den Zuckergehalt von Rüben bestimmen. Und vielleicht gelingt es uns, trotz der laufenden Rübenernte einen modernen Rübenroder zur Besichtigung vor Ort zu haben“, so Siegmar Goretzki.

Vielleicht fänden sich sogar Anbieter von frischgebackenem Rübenkuchen, Rübenbrot oder ähnlichen Produkten, so seine Hoffnung. Ein Vereinsmitglied könne einen Film über den Abriss der Zuckerfabrik vorführen – den Austausch von Erinnerungen über die einstige Arbeit im Betrieb inklusive. Vielleicht lässt sich auch das erste Rübenfuhrwerk, das festlich geschmückt und von einer Blaskapelle begleitet, am 4. Oktober 1892 die erste Rübenkampagne einleitete, symbolisch nachstellen.

Ideen und Angebote zur Ausgestaltung dieses besonderen Tages der offenen Tür nimmt Siegmar Goretzki unter der Telefonnummer 03 82 31 / 8 07 86 entgegen. Die OSTSEE-ZEITUNG wird in den nächsten Monaten in loser Folge aus der Geschichte der Barther Zuckerfabrik berichten.

Filetstücke der Industrieanlage erhalten

Auch wenn der größte Teil der Zuckerfabrik 1991 abgerissen wurde, so hat sie doch das wirtschaftliche Leben und die boddenseitige Silhouette der Stadt fast 100 Jahre lang mitgeprägt. Und einige Filetstücke der großen Industrieanlage am östlichen Ende des Barther Hafens sind nur nicht erhalten geblieben, sondern befinden sich sogar wieder im Bestzustand. Da wäre beispielsweise die einstige Zuckerhalle aus der Gründungszeit des Betriebes, die im restaurierten Zustand als Bootslagerhalle dient. Ein altes Wohn-und Verwaltungsgebäude wurde überbaut und beherbergt heute ein Büro- und Werkstattgebäude. Und auch einstige Betriebswohnungen und -häuser sind heute noch bewohnt. Nicht vergessen werden darf das Barther Theater, das in den 1950er Jahren als Kulturhaus für die Betriebsangehörigen und die Stadt errichtet worden war.

Volker Stephan

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