Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Erste Tonne in Trin zertöppert
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Erste Tonne in Trin zertöppert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 07.05.2018
Die Tonnenbrüder ließen Stäbenkönig Kuno Köhn in Trinwillershagen beim ersten Tonnenabschlagen der Saison hochleben. Quelle: Fotos: Susanne Retzlaff
Trinwillershagen

Der erste Tonnenkönig der Saison heißt René Müller und kommt aus Wiepkenhagen. Auf seinem Friesen Lutz schlug er er am Samstagnachmittag den letzten Span des höher gehängten Kreuzes ab.

Großer Spaß bei Superwetter: Im Reitstadion Trinwillershagen ging es am Samstag wieder mit dem Knüppel aufs Pferd und dann im Galopp gegen die Tonne.

Bei tollen Wetterbedingungen trafen sich 21 Starter, darunter zehn Amazonen, nach ihrem festlichem Umzug durch die Gemeinde im Reitstadion, um vor rund 450 Zuschauern die Königswürden unter sich auszumachen. Claudia Hofter aus Barth besuchte zum ersten Mal ein Tonnenabschlagen: „Bekannte haben mich eingeladen. Ich finde das richtig spannend.“ Gerade war es Schlag auf Schlag gegangen: Nach fulminanter Vorarbeit des Neuendorfer Schimmelreiters Gorden Kubitzki auf Odin schlug André Hagemeister auf Amoon bereits nach einer Viertelstunde dem Fass den Boden aus und holte den ersten Titel nach Wöpkendorf.

Während Claudia Hofter „mit Pferden gar nichts am Hut hat“, ist Töchterchen Mia (4) eine begeisterte Reiterin und die erste beim „Fotoshooting“ auf dem Friesen unter der bodenlosen Tonne. Andere Kinder tobten auf der Hüpfburg, gingen zum Ponyreiten oder Lasergewehrschießen. Mia saß auf dem „großen schönen“ Lutz, als noch keiner wusste, dass es der spätere Tonnenkönig war, der ihr da sein prächtiges Pferd lieh. Unterdessen kümmerten sich die großen Gäste um Kuchen, Würstchen, Fleisch und Fritten und trafen sich mit dem Nachwuchs wieder beim Eis.

Kaum war „Bubble-Gum“ aus, da ließen es die Reiter wieder krachen. Kuno Köhn aus Siemersdorf traf die letzte Stäbe, seine Reiterkollegen ließen ihren neuen Stäbenkönig hochleben.

Die achtjährige Rostockerin Emma Lukasch war ein bisschen später nach Trin gekommen, das Turnier in Wöpkendorf hat die junge Pferdenärrin aufgehalten, und nutzte diese Pause, um sich mit der Friesenstute Irma anzufreunden. Sie kennt und liebt alle Pferderassen vom Shetty bis zum Shire. „Donnerstags voltigiere ich, freitags reite ich, und wenn ich groß bin, möchte ich einen Reiterhof haben – mit viel Platz für die Pferde“, verriet sie ihre Zukunftspläne. Und natürlich will sie bald beim Tonnenabschlagen dabei sein.

Apropos: Noch hing das Kreuz und das wollte sich auch nicht so einfach knacken lassen. „Klock – oooch“, Runde um Runde lockerten sich die Späne nur langsam, manch' Fluch entglitt dem Reitermund, und das Publikum kommentierte Treffer wie Fehlversuche mit angespanntem Raunen. Wieder hatte René Müller seinen Lutz beschleunigt, holte aus und katapultierte mit der Keule endlich das letzte Stück des Kreuzes in den Sand. Ein toller Saisonauftakt! Claudia Hofter jedenfalls ist auf den Geschmack gekommen.

Susanne Retzlaff

Mehr zum Thema

Nirgendwo werden so viele archäologisch wertvolle Entdeckungen gemacht wie auf Rügen – so wie jüngst der Silberschatz von Schaprode. Jetzt kämpft die Insel darum, sie zu zeigen.

05.05.2018

Nirgendwo werden so viele archäologisch wertvolle Entdeckungen gemacht wie auf Rügen – so wie jüngst der Silberschatz von Schaprode / Jetzt kämpft die Insel darum, sie zu zeigen

05.05.2018

Der Innenminister verdoppelt Prämien für Gemeindefusionen: Wem hilft das eigentlich?

05.05.2018

Inge Lise Westman, eine der bekanntesten dänischen Malerinnen, stellt im Kunstmuseum Ahrenshoop aus

07.05.2018

Ribnitz: Autos stießen in Neuhöfer Straße zusammen

07.05.2018

Nicht nur Brücken von Autobahnen wie bei Tribsees können einfach so absacken. 1896 geschah Ähnliches beim Bau der Kleinbahnstrecke zwischen Bergen und Altenkirchen.

07.05.2018
Anzeige