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Ribnitz-Damgarten Erweiterungsbau für Schule war größtes Investitionsvorhaben
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Erweiterungsbau für Schule war größtes Investitionsvorhaben
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10:32 04.01.2018
Die Erweiterung der Grundschule war größtes Investitionsvorhaben der Stadt Marlow im Jahr 2017. Quelle: Edwin Sternkiker
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Marlow

In Marlow (Vorpommern-Rügen) hat sich 2017 einiges bewegt. Das wichtigste Projekt war sicherlich die Errichtung des neuen Schulersatzneubaus. Doch es gab und gibt noch viele weitere Herausforderungen. Die OZ sprach mit Bürgermeister Norbert Schöler (CDU) über die Erfolge 2017, die Notwendigkeit von Fördermitteln und den Wert von Ehrenamt für eine Kommune.

Wie lief das Jahr 2017 aus Ihrer Sicht für die Stadt Marlow?Es war durchaus ein erfolgreiches Jahr für die Stadt Marlow. Wir konnten eines der größten Investitionsvorhaben fertigstellen, den Erweiterungsbau der Grundschule in Marlow mit einem Investitionsvolumen von rund 3,2 Millionen Euro. Das ist schon eine stattliche Summe, die wir hier verbaut haben, natürlich auch dank der Unterstützung durch Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro. Damit haben wir sowohl für die Schüler als auch für die Betreuung im Hort sehr gute Voraussetzungen geschaffen.

Und wie läuft es an der Schule?Es funktioniert gut. Natürlich gab es am Anfang, auch durch eine leichte Verzögerung beim Bau, ein paar Schwierigkeiten. Das haben beide Seiten, sowohl die Schule als auch der ASB im Hort, gut gemeistert.

Eine Baustelle war ja auch der Schülertransport aus Gresenhorst, wo der Standort ja geschlossen wurde. Hat da alles geklappt?Da waren kleinere Anpassungen nach der Umstellung des Fahrplans notwendig. Es wird auch zusammen mit der Schulkonferenz, den Lehrern und dem Elternrat daran gearbeitet, dass auch die Pausenzeiten noch etwas optimiert werden, sodass mehr Zeit zum Essen bleibt. Vielleicht gibt es beim Busfahrplan zum nächsten Schuljahr noch weitere, marginale Anpassungen, die eher im Fünf-Minuten-Bereich liegen.

Was hat in Marlow im vergangenen Jahr noch gut funktioniert?Vor allem die vielen Veranstaltungen, die wir gemeinsam in der Stadt organisiert haben. Angefangen beim traditionellen Scanhaus-Cup über den Sonnenscheincup, das internationale Fußballturnier mit 16 Mannschaften, bis hin zu den vielen Veranstaltungen in den Ortsteilen, die durch die Vereine organisiert wurden. Legendär sind ja beispielsweise schon die Kultursonntage in Völkshagen. Wir haben auch einige Veranstaltungen aus dem Projekt „Demokratie leben“ an den Start gebracht. Hier arbeiten wir mit dem Amt Recknitz-Trebeltal zusammen. Hier konnten wir die Vereinsarbeit in einer besonderen Form unterstützen.

Wie schwierig ist es, Jahr für Jahr das kulturelle Leben derart erfolgreich am Laufen zu halten?Da kann ich, auch im Namen der gesamten Stadtvertretung, nur Danke sagen, dass das so hervorragend und kontinuierlich über viele Jahre hinweg funktioniert. Es sind zahlreiche Ehrenamtler, die diese Veranstaltungen absichern. Auch hat es bis heute in Marlow nie Schwierigkeiten gegeben, die Wahllokale zu besetzen. Das macht mir als Bürgermeister sehr viel Freude und erleichtert natürlich auch die Arbeit.

Was ist 2017 nicht so gut gelaufen?Schwierig sind die langen Bearbeitungszeiten von Fördermittelanträgen. Zum Beispiel beim Dorfgemeinschaftshaus Gresenhorst. Die politische Entscheidung wurde durch den Leader-Verein bereits im Herbst 2016 getroffen. Natürlich hatten wir kein fertiges Projekt in der Tasche. Das haben wir aber zeitnah umgesetzt und haben zum Ende des ersten Halbjahres die Unterlagen zur Prüfung abgegeben. Dann mussten wir leider viele Monate warten, bis wir zumindest einen vorzeitigen Maßnahmebeginn eingeräumt bekommen haben, also zumindest mit der Ausschreibung beginnen können, ohne dass wir derzeit über finanzielle Mittel aus der Förderung verfügen. Und es gibt weitere Beispiele. Wenn das von Landesseite besser funktionieren würde, würde das die Arbeit hier vor Ort erleichtern. Eine zweite Sache, in die wir viel Kraft gesteckt haben, ist der Fördermittelantrag für den Radweg an der L18 vom Wasserwanderrastplatz bis zur Gemeindegrenze Dettmannsdorf-Kölzow. Die Fördermittel sind leider ausgeblieben. Es wird jetzt eine Lösung für den Abschnitt von Marlow bis zum Wasserwanderrastplatz und weiterführend bis zur Kreuzung nach Plennin geben, sodass dann im Zuge des Brückenneubaus über die Recknitz, der hoffentlich im nächsten Jahr ansteht, auch der Radweg mit umgesetzt wird. Wir werden im März auch nochmal bei der Kommunalgesellschaft Euroregion Pommerania einen zweiten Antrag mit kleinerem Budget für den Abschnitt Richtung Dettmannsdorf einreichen, unsere polnischen Partner aus Czaplinek für einen kleineren Abschnitt ihrer Uferpromenade. Wir verlieren den Mut nicht.

Sportplatzsanierung in Marlow, Kitaerweiterung in Gresenhorst, dort auch ein neues Dorfbegegnungszentrum: In den nächsten Jahren scheint sich einiges zu entwickeln, oder?Das sind natürlich Dinge, die sich in einem Zwei-Jahres-Zeitraum abspielen werden. Wir bleiben natürlich an der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik dran, auch der Außenbereich der Schule wird vergrößert. Das neue Feuerwehrfahrzeug wird spätestens Anfang 2018 bestellt werden. Bei den ganz großen Projekten hoffen wir natürlich, dass die Fördermittel so fließen, wie wir sie beantragt haben.

Stichwort Feuerwehrbedarfsplanung, ein großes Thema im neuen Jahr. Wie sieht's da in Marlow aus?Wir haben da bereits vor 17 Jahren einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, als wir eine Gemeindefeuerwehr mit zwei Einheiten aufgestellt haben. Die Einheit eins mit Marlow/Jahnkendorf und die Einheit zwei mit Gresenhorst/Bartelshagen. In dieser Struktur wird die Gemeindefeuerwehr bestehen bleiben. Der technische Schwerpunkt wird sicherlich in Marlow liegen, aber auch Gresenhorst ist mit dem MLF für den Erstangriff ausreichend ausgerüstet. Mit einer personellen Stärke von 65 bis 70 Kameraden, denen für ihre etwa 40 Einsätze in diesem Jahr ebenfalls Dank gebührt, sind wir so gut aufgestellt, dass wir zu jeder Alarmierung in der notwendigen Zahl ausrücken konnten.

Das heißt die Einsatzbereitschaft ist gegeben?Die Einsatzbereitschaft ist gegeben, auch tagsüber. Wir haben Mitarbeiter beim Bauhof oder in der Stadtverwaltung, die aktive Kameraden sind. Und bei Einstellungen richten wir an die Bewerber auch die Bitte, sich in der Feuerwehr zu engagieren.

Was wünschen Sie sich für 2018?Erstmal, dass wir eine gute Bundesregierung bekommen. Das ist ein Schwerpunkt, der von oben gesetzt werden muss, für die Ausrichtung Deutschlands in Europa, aber auch was die Kommunen betrifft. Für die Stadt Marlow hoffe ich, dass viele unserer Anträge positiv beschieden werden, damit wir unser Investitionsprogramm durchziehen können. Für die Vereine wünsche ich mir, dass sie weiterhin mit so viel Engagement dabei bleiben. Und natürlich wünsche ich mir Gesundheit für jeden Einzelnen, denn das ist die Voraussetzung.Interview: Robert Niemeyer

Edwin Sternkiker

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