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„Es geht um die Existenz des Vereins“

Barth „Es geht um die Existenz des Vereins“

Barths Fußballer klagen: Sportplatz am Sportwall ist marode. Zwei Varianten für einen Neubau sollen jetzt geprüft werden.

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An der Vineta-Sport-Arena könnte ein neuer Fußballplatz gebaut werden.

Quelle: Robert Niemeyer

Barth. Die Sportanlage am Sportwall in Barth hat ihre besten Zeiten offenbar längst hinter sich. Eine neue Anlage muss her. „Es geht hier nicht mehr und nicht weniger als um die Existenz des Vereins“, sagt Holger Tesch, Abteilungsleiter Fußball beim SV Barth. Der Schul- und Sozialausschuss der Stadtvertretung Barth hat jetzt einen Schritt in die Zukunft gemacht, wenngleich diesen mancher als eher späten Schritt ansehen würde. Schließlich wird seit knapp zwei Jahren über den Sportplatz diskutiert, die Probleme sind noch länger bekannt. Eine kurzfristige Lösung ist nicht in Sicht. Doch immerhin gibt es jetzt zwei Möglichkeiten, die von der Verwaltung geprüft werden sollen.

DCX-Bild

Barths Fußballer klagen: Sportplatz am Sportwall ist marode. Zwei Varianten für einen Neubau sollen jetzt geprüft werden.

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Spiel mit Sondergenehmigung

Am Sportwall bröckelt es offenbar an allen Ecken und enden. „Der Rasenplatz ist Schrott“, sagt Holger Tesch. Die Drainage sei zum Teil zerstört. Der Platz steht oft unter Wasser, ist bei Regen oft unbespielbar. Der Kunstrasenplatz kann aufgrund seines Zustandes laut Verwaltung eigentlich ebenfalls nicht mehr genutzt werden. Zudem ist er für einen offiziellen Großfeld-Spielbetrieb vier Meter zu kurz. „Wir spielen mit Sondergenehmigung“, sagt Holger Tesch.

Auch das sogenannte Funktionsgebäude müsste erneuert werden. „Das sind Container, die für zehn, elf Jahre ausgelegt waren. Jetzt stehen die da schon 17 Jahre“, sagt André Hofhansel, Mitglied des Schul- und Sozialausschusses und ebenfalls Trainer beim SV Barth. „Die Sportanlagen der Stadt sind in den letzten Jahren kaputtgespart worden“, sagt der Frank Schröter, Vorsitzender des Schul- und Sozialausschusses. Nicht nur, dass kein Geld investiert wurde, auch bei der Unterhaltung sei zu wenig getan worden. „Das war mal die beste Anlage in der Region. Und die muss nach 17 Jahren nicht so aussehen“, sagt Holger Tesch. Zehn Mannschaften des SV Barth nutzen die Plätze sieben Tage pro Woche im Spiel- oder Trainingsbetrieb.

"Wir wollen mit dem leidigen Thema endlich fertig werden“, so Frank Schröter. Deshalb macht der Ausschuss Druck auf die Verwaltung. Ein Planungsbüro soll beauftragt werden, die Varianten zu prüfen. Bis zum Sommer sollen die Ergebnisse vorliegen.

Neubau an der Vineata-Arena?

In der ersten Variante soll der Naturrasenplatz am Sportwall in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Der alte Kunstrasenplatz wird in diesem Fall zurückgebaut. Das Umkleidegebäude wird instandgesetzt.

Die zweite Variante ist ein kompletter Neubau eines Fußballplatzes nördlich der Vineta-Sport-Arena, entweder als Kunst- oder als Naturrasenplatz. Auch ein zusätzliches Umkleidegebäude müsste gebaut werden, da die Halle sehr gut ausgelastet ist und die Umkleidekapazitäten nicht ausreichen könnten. Geprüft wird in diesem Zusammenhang auch, inwiefern die Anlage am Sportwall dann noch genutzt werden kann. Möglich ist, dass sie mittelfristig komplett aufgegeben wird. Möglich ist aber auch, dass zumindest der Naturrasenplatz weiterbetrieben wird.

In beiden Fällen muss auch eine Lösung für die Leichtathleten der Stadt gefunden werden. Da die Anlage am Sportwall nicht mehr in Frage kommt, wird geprüft, ob die Schulsportanlage am Gymnasium in der Uhlenflucht instandgesetzt werden kann.

Fördermittel und Kredit

Variante zwei wäre laut Anja Gabriel von der Stadtverwaltung finanziell am günstigsten. Weil an der Vineata-Arena eine sogenannte Mischnutzung der Sportanlage möglich wäre, seien die Chancen, Fördermittel für den Neubau zu erhalten, größer. Mischnutzung heißt, dass neben Vereinen die Anlage auch für den Schulsport genutzt werden kann. Weil die Gewährleistung des Schulsports eine sogenannte Pflichtaufgabe der Stadt ist, muss sie für den Bau und die Unterhaltung bezahlen. Ein Argument, das Landesförderinstitut dazu zu bewegen, Geld locker zu machen. Die Instandsetzung der Sportanlage am Sportwall dagegen wäre eine reine freiwillige Leistung für die Vereine der Stadt. Aufgrund der angespannten Haushaltslage ist die Stadt angehalten, gerade in diesem freiwilligen Bereich zu sparen, um die Pflichtaufgaben finanzieren zu können. Eine Förderung wäre hier unwahrscheinlicher.

Ob das Vorhaben letztlich auch für die Stadt finanzierbar ist – einen Eigenanteil muss sie schließlich auch aufbringen – ist jedoch noch offen. Wahrscheinlich ist hier eine Kreditaufnahme. Doch mit der Untersuchung soll der Stand erreicht werden, dass zumindest die Fördermittelanträge gestellt werden können. Bis die bearbeitet und im besten Fall positiv beschieden sind, dürfe aber noch einige Zeit vergehen. Frank Schröter: „Wenn wir schnell sind, können wir vielleicht Ende 2018, Anfang 2019 bauen.“

Robert Niemeyer

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