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Ribnitz-Damgarten Fehlentscheidungen bringen SGW auf die Verliererstraße
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Fehlentscheidungen bringen SGW auf die Verliererstraße
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00:00 15.04.2013

Fußball/LandesklasseVon einer Traube Wöpkendorfer Spieler sah sich Schiedsrichter Andreas Lexow am Samstag nach dem Abpfiff des Spiels zwischen dem SV Rambin 61 und der SG Wöpkendorf umzingelt. Auslöser für den Unmut waren zwei krasse Fehlentscheidungen, die die SGW einmal mehr auf die Verliererstraße einbiegen ließen. Zunächst hatte Lexow seinen Assistenten Paul Bürger aus 30 Meter Entfernung überstimmt und auf Elfmeter gegen die Gäste entschieden. Kurz nach der Pause wurde es dann noch schlimmer.

Als Daniel Gohlke seinen Gegenspieler unfair zu Fall gebracht hatte, entschied Lexow auf Freistoß für Rambin. Während sich der Rambiner Spieler noch am Boden krümmte, der Schiedsrichter Daniel Gohlke verwarnte und Torsteher Rainer Müller eine Mauer für den anschließenden Freistoß stellte, schossen die Rambiner den Ball ins Tor. Während die Wöpkendorfer perplex zu Lexow schauten, entschied dieser nach kurzem Zögern auf Tor für Rambin. „In über 40 Jahren Fußball habe ich so etwas noch nicht erlebt“, meinte ein sichtlich bedienter Trainer Ronald Slomski. Lexow rechtfertigte sich nach dem Spiel und gab den Wöpkendorfer Spielern Regelkunde: „Nicht der Gegner hat zu entscheiden, ob eine Mauer gestellt wird, sondern der Freistoßschütze.“ Die Wöpkendorfer waren sprachlos. Einzig Ronald Slomski bezog Stellung: „Ganz sicher hat der Schiedsrichter heute nicht seinen besten Tag gehabt. Aber in unserer Mannschaft wäre er damit immer noch einer der besten gewesen.“ Klare Worte!

Bevor Andreas Lexow in den Mittelpunkt der Partie rückte, hatten knapp 60 Zuschauer ein spielerisch schwaches, aber dafür kämpferisch starkes Spiel gesehen zwischen dem Tabellenvorletzten und -letzten der Landesklasse III erwartet. Einzig nach Standards entstand Gefahr. In der 27. Minute klingelte es erstmals im Rambiner Kasten. Tino Höntschke hatte den Ball durchgesteckt, Stephan Krettek lief davon und schob zum 1:0 ein. Erstmals nach über fünf Monaten lagen die Wöpkendorfer mal wieder in Führung. Die ungewohnte Situation schien sie zu überfordern. Die Gäste ließen sich tief in die eigene Hälfte drücken und nachdem man den Ball drei, -viermal nicht aus der Gefahrenzone bekommen hatte, traf Rambin mit einem wuchtigen Nachschuss zum 1:1 (32.). Nur zwei Minuten später drehten die Gastgeber das Spiel. Nach einem Einwurf war ein Rambiner in Frank Meier gesprungen. Während Linienrichter Paul Bürger auf Abstoß entschied, zeigte Andreas Lexow auf den Punkt. 1:2 aus Wöpkendorfer Sicht. Doch eine Konzessionsentscheidung des Unparteiischen ließ noch vor der Pause Hoffnung bei den Gästen aufkeimen. Stephan Krettek war an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht worden und Lexow schickte den Übeltäter vorzeitig zum Duschen. Mit einem Mann mehr wollte die SGW das Spiel nach der Pause drehen, doch keine fünf Minuten waren nach dem Wiederanpfiff gespielt, da sorgte das kuriose Freistoßtor für reichlich Unmut. Als Rambin in der 53. Minute nach einem Konter sogar noch auf 4:1 erhöhte, war das Spiel gelaufen. Noch einmal kamen die Rüganer vor das Wöpkendorfer Tor und trafen per Kopf zum 5:1-Endstand. Ronald Slomski glaubt dennoch an den Klassenerhalt. „Noch haben wir alles selbst in der Hand“, gab der Trainer zu verstehen, doch angesichts des schwachen Auftritts klingen Slomskis Worte nach Zweckoptimismus.

SGW: Rainer Müller - Daniel Gohlke, Mathias Gänger (75. Mario Schröder), Frank Meier, Felix Scheffler - Ronny Zakrzewski - Fabian Schwärmer, Andre Künn, Jochen Müller (41. Andre Brandt) - Tino Höntschke, Stephan Krettek.

rm

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