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Ribnitz-Damgarten Feste ohne Feuerwerk
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Feste ohne Feuerwerk
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19:40 23.08.2017
Künftig wird es keine Feuerwerke mehr bei Veranstaltungen im Ribnitzer Hafen geben. Quelle: us
Ribnitz-Damgarten

Viele werden es vermisst haben, viele hatten bereits – auch bei der OZ – nachgefragt, viele werden enttäuscht gewesen sein. Das Ribnitzer Hafenfest fand in diesem Jahr ohne das traditionelle Höhenfeuerwerk statt. Und nicht nur das. Im Ribnitzer Hafen gab es in diesem Jahr bei keiner der Veranstaltungen ein Feuerwerk. Auch das Frühlingsfest wartet normalerweise mit diesem Höhepunkt auf. Erstmals bekamen die Veranstalter in diesem Jahr aber keine Genehmigung. Und so wird es wohl auch künftig sein.

In der Nähe von Booten und Schilf sei es zu gefährlich, die Pyrotechnik in den Himmel zu schießen, lautet die Begründung. „Wir haben beim Hafenfest sonst immer ein Feuerwerk gehabt“, sagt Organisator Jörg Maletz. In den Vorjahren wurde die Gänsewiese als Abbrennplatz genutzt. Doch auch dort darf kein Feuerwerk mehr abgeschossen werden. Dort liegen in der Nähe Boote. Im vergangenen Jahr hätten sich Eigner beschwert, dass ihre Boote von Feuerwerksresten getroffen worden seien.

Die Genehmigung erteilt der Landkreis Vorpommern-Rügen. Aus Sicherheitsgründen werden laut Kreissprecher Olaf Manzke die Erlaubnisse verwehrt, etwa am Nationalpark oder in Orten mit vielen rohrgedeckten Häusern. Im Regelfall werde die Kommune bei der Bewertung beteiligt. „Da der Landkreis nicht so ortskundig ist, können wir das allein gar nicht einschätzen“, so Manzke.

„Es ist sehr schade. Die Feuerwerke waren immer ein Highlight“, sagt Ribnitz-Damgartens Bürgermeister Frank Ilchmann. Er können aber nachvollziehen, dass die Genehmigung aus den angesprochenen Gründen nicht erteilt wurde.

Ist ein Ponton die Lösung?

Bis vor vier Jahren wurden die Feuerwerke zu den Festen vom sogenannten Wellenbrecher, dem langen Steg an der Westseite des Hafens, abgeschossen. Mit dem Bau der Hausboote in dem Bereich war ein Feuerwerk an dieser Stelle nicht mehr möglich. Als Alternative wurden die Raketen von der Gänsewiese abgeschossen. Da hier das Feuerwerk jedoch deutlich höher abgeschossen werden musste, damit es im Hafen zu sehen war, veränderte sich auch der Sicherheitsbereich.

Eine Alternative zum Abschießen des Feuerwerks von Land wäre der Abschuss vom Wasser aus. Doch dafür müsste laut Jörg Maletz ein entsprechender Ponton angeschafft werden. Der benötige ein entsprechendes Tüv-Siegel und müsste für den Gefahrguttransport zertifiziert sein. In der Region sei solch ein Ponton nicht zu haben. Er müsste also entweder angemietet und rangefahren werden oder es müsste ein eigener gekauft werden. Doch beides sei zu teuer, so Maletz. „Das gibt der finanzielle Rahmen nicht her.“ Solch ein Ponton würde das Vierfache des eigentlichen Feuerwerkes kosten. „Das Hafenfest finanziert sich durch Standgebühren. Wenn wir so etwas finanzieren müssten, müssten wir die Gebühren erhöhen. Dadurch würden sich auch die Preise an den Ständen erhöhen“, sagt Jörg Maletz. Möglich wäre, sich die Ausgaben und die Nutzung des Pontons mit anderen Gemeinden zu teilen. Gespräche hätte es laut Jörg Maletz gegeben, bislang ohne Erfolg.

Die Stadt könne sich einen Ponton ebenfalls nicht leisten. „Das wäre vielleicht ein Weg. Aber für zwei- bis dreimal Feuerwerk im Jahr ist das einfach zu teuer“, sagt Frank Ilchmann. „Aber sollte ein Feuerwerk für das nächste Jahr in den Fokus rücken, werden wir natürlich prüfen, welche Varianten zu einer Lösung des Problems möglich sind und wie wir als Stadt unterstützen können“, ergänzt Heiko Körner, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes.

Robert Niemeyer

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