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Feuerwehren üben Einsatz an havariertem Schwimmfahrzeug

Pütnitz Feuerwehren üben Einsatz an havariertem Schwimmfahrzeug

Einsatzleiter zeigt sich nach dem Bergen vieler „Verletzter“ absolut zufrieden.

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Übung für die Feuerwehr: Von dem havarierten Schwimmfahrzeug mussten zahlreiche „Verletzte“ geborgen werden.

Quelle: Fotos: Claudia Haiplick

Pütnitz. Schwimmfahrzeug im Wasser vor Pütnitz havariert. Gefahr des Einstritts von Betriebsstoffen in den Bodden besteht. Kurz nach ein Uhr ging am Wochenende diese Meldung bei der Freiwilligen Feuerwehr Damgarten ein. Keine 15 Minuten später waren die ersten Feuerwehrfahrzeuge vor Ort.

Das Schwimmfahrzeug war vor der Wasserstelle auf dem Gelände des Technik-Museums Pütnitz verunglückt. Schnell hatten die Damgartener Feuerwehrleute ihr Boot zu Wasser gelassen, um die Situation an Bord des Schwimmfahrzeugs zu erkunden. Einsatzleiter Dirk Scholwin: „Wir haben nicht nur die Gefahr der Gewässerverunreinigung, sondern auch zehn Verletzte, zum Teil Bewusstlose auf dem Schwimmfahrzeug. Die Versorgung und das Abbergen der Leute hat jetzt Vorrang.“

Unter den Verletzten befanden sich auch Kinder. Das Ganze nur ein erdachtes Szenario, das aber jederzeit auf den Boddengewässern realistisch sein kann. „Auch gerade auf Pütnitz während des alljährlichen Amphibientreffens: Ein Fahrzeug ist draußen auf dem Wasser und kann nicht mehr aus eigener Kraft zurück an Land. Die Gefahr der Gewässerverunreinigung ist dann sehr groß“, verdeutlichte Mathias Thämlitz, Zugführer des Wassergefahrenzuges im Landkreis Vorpommern-Rügen.

Das Übungsszenario hatte er sich ausgedacht. Und so „platzten“ die Damgartener Feuerwehrleute förmlich in das diesjährige Amphibientreffen hinein. Thämlitz: „Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Einsatzkräfte vor Ort immer wieder zu üben, ist entscheidend, um für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein.“

Mathias Thämlitz gehört zur Freiwilligen Feuerwehr Barth. Die Verletzten auf dem havarierten Schwimmfahrzeug wurden von Mitgliedern des Ortsverbandes Barth des Technischen Hilfswerks (THW) dargestellt. Seit vielen Jahren arbeitet das THW Barth mit der Feuerwehr der Vinetastadt zusammen und stellt für deren Übungen immer wieder „Verletzte“ zur Verfügung, damit die Szenarien für die Einsatzkräfte so realistisch wie möglich sind.

Da Gewässerverunreinigung eine Ölabsperrung auf dem Wasser erfordert, wurde die Feuerwehr Ahrenshoop als Erstes angefordert. Zudem wurden die für den Gewässerbereich zuständigen Feuerwehren Ribnitz, Dierhagen und Born alarmiert. Seeseitig kamen die Feuerwehren nach und nach hinzu. Deren Boote wurden für den Abtransport der Verletzten von dem havarierten Schwimmfahrzeug gebraucht.

Das Szenario war eine Übung des Wassergefahrenzuges im Bereich des Saaler Boddens. Um das reguläre Einsatzgeschehen im Landkreis durch die Übung nicht zu beeinflussen, war diese bei der Rettungsleitstelle im Vorfeld angemeldet worden. Da sich vor Ort das Ganze zunehmend für Einsatzleiter Scholwin als größere Gefahrenlage zeigte, wurde auch die Führungsgruppe des Amtes Ribnitz-Damgarten angefordert, um Unterstützung bei der Durchführung des Einsatzes zu geben. Doch diese kam nicht. „Über die Gründe können wir jetzt nur spekulieren. In der Einsatzbesprechung wird darüber gesprochen werden“, so Thämlitz, der mit dem Übungsverlauf dennoch absolut zufrieden ist.

Realer Einsatz
Nachdem die Übung offiziell beendet, das meiste Gerät schon wieder auf den Feuerwehrfahrzeugen verstaut und die Feuerwehrleute sich vom Einsatz bei Kaffee und Würstchen erholten, kam die Alarmierung eines Realeinsatzes. Auf dem Saaler Bodden trieb ein Segelboot kieloben. Die Feuerwehren Dierhagen und Born fuhren mit ihren Schnellbooten sofort zum Havaristen. Mathias Thämlitz:
„Tatsächlich stellte sich dann heraus, dass das Segelboot schon für eine gewisse Zeit so vor Ort und die Situation bei der DGzRS in Bremen längst bekannt war. Nur eine Rückkopplung zu den Kräften vor Ort hatte es nicht gegeben.“ Ein Einsatz des Wassergefahrenzuges war also unnötig.

 



Claudia Haiplick

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