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Gastronomie: Mehr Abwechslung

Zingst Gastronomie: Mehr Abwechslung

Hotelchef: Doppelte Umsätze mit mehr Personal möglich

Zingst. In einem schwierigen Umfeld hat die Vielfalt in der Gastronomie in Zingst gestern einen Punkt dazugewonnen. Die Pizzeria „Trattoria Vongola“ im Steigenberger-Aparthotel erwachte aus dem Winterschlaf und geht als „Düne 11a“ an den Start. Steaks und Kultgerichte in amerikanischem Style, sagt der Direktor des Steigenberger-Hotels, Holger Radermacher, wird es dort geben. „Wir führen das Konzept des ,Kontiki’ weiter.“ Das Restaurant im Aparthotel wurde ersten Befürchtungen zum Trotz nicht geschlossen.

Das Aus des ,Kontiki’ – die Betreiber konnten keinen Koch finden – zugunsten des Baus von Ferienwohnungen (die OZ berichtete) war in dem Seeheilbad von Politik und Tourismus als sehr schmerzhaft für den Ort beschrieben worden. Abends auszugehen, um einen Cocktail trinken zu wollen, sei mit der Aufgabe des Steakhauses mit Cocktaillounge fast nur noch in der Oyster-Bar im Steigenberger-Strandhotel möglich. Jetzt wird das Angebot erhalten und erweitert – entgegen des Trends eines langsamen Rückgangs der Zahl der Gastro-Betriebe.

Im Restaurant selbst und unter den Arkaden wird es eine Bedienung an den Tischen geben, sagt Radermacher. Auf der Terrasse finden sich Liegestühle zur freien Nutzung. Denn: Derzeit lässt es die Personalsituation nicht zu, dass alle theoretisch möglichen Plätze auch zeitnah bedient werden könnten. Der Mangel an Fachkräften macht auch dem Renommier-Hotel nahe der Seebrücke zu schaffen. Allein mit Geld sei auch keine Fachkraft zu locken. Radermacher zufolge werde in „seinen“ Häusern deutlich mehr als Mindestlohn gezahlt. „Wir sind auf Berliner Niveau angekommen.“

Mindestens als genauso wichtig wie die Bezahlung sieht der Hotelchef das Betriebsklima an. Nur, wo sich die Beschäftigten wohl fühlten, würden die auch bleiben. Ganz wichtig ist ihm für sein Haus, dass ausgelagerte Bereiche wie etwa die Zimmerreinigung dauerhaft wieder in den regulären Hotelbetrieb eingegliedert werden.

Für den Chef der Steigenberger-Hotels in Zingst ist aber ausgemachte Sache: Alle gastronomischen Einrichtungen in Zingst könnten doppelt so viel Umsatz machen, wenn der Fachkräftemangel nicht wäre.

Für die Zukunft prognostiziert Radermacher einen Wandel in der Gastro- und Hotel-Szene zu hochwertigen Häusern.

tri

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