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Gut Darß lässt eigenes Bier brauen

Born/Barth Gut Darß lässt eigenes Bier brauen

„Bullenbräu“ aus Barth kommt bei Gästen gut an. Der Ausbau touristischer Angebote wird ein immer wichtigeres wirtschaftliches Standbein für den Landwirtschaftsbetrieb.

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André Koch füllt das „Bullenbräu“ per Hand in die Dreiviertel-Liter-Flaschen ab.

Quelle: Volker Stephan

Born. Längst hat sich das Gut Darß in Born vom reinen Landwirtschaftsbetrieb zu einem Betrieb mit verschiedenen touristischen Angeboten entwickelt: Hof-Café und Kletterwald beispielsweise. Jetzt kommt außer dem Fleisch der 4000 eigenen Bio-Rinder, -Schafe, Wasserbüffel und Ziegen eine weitere Kreation auf den Tisch, nämlich das „Bullenbräu“. Ein Hausbier zum Genießen, das im Geschmack und im Aussehen an die Halbinsel und an das Gut Darß erinnert, sollte es sein.

Die Verantwortlichen vom Gut Darß mussten nicht lange suchen: Im Bierbrauer Axel Hamann fanden sie einen geeigneten Partner. Der Barther war bereit, gemeinsam mit ihnen zu experimentieren, bis die Rezeptur den Vorstellungen der Auftraggeber entspricht. Für ihn sprach die große Beliebtheit seiner bereits vorhanden Bierspezialitäten bei den Einheimischen und Urlaubsgästen der Halbinsel, besonders das etwas dunklere Bernsteinbier erfreut sich großer Nachfrage.

Das Ergebnis der gemeinsamen Suche nach einem darßtypischen Bier lässt sich trinken: ein bernsteinfarbenes Lagerbier, naturtrüb, vollmundig und mit dem leichten Aroma von frischem Heu. „Leicht grasig mit einem Hauch von Zitrone“, charakterisierte es der Bierbrauer, „das wird durch die Verwendung einer besonderen, nicht ganz billigen Aromahopfensorte bewirkt.“ Obwohl es mehr gehopft sei als andere Sorten, schmecke es nicht bitter, versichert er.

Nun war es nicht schwer, auch den passenden Namen für das hofeigene Getränk zu finden. „Bullenbräu“ bot sich geradezu an, auch deshalb, weil sich die Skulptur des Bullenschädels vom Hofeingang so gut als Bild auf dem Etikett ausnimmt. „Unsere Gäste haben das ,Bullenbräu‘ sehr gut angenommen“, berichtet Marketingassistentin Beatrice Möhring. Mittlerweile werde das Bullenbräu im Zehntage-Rhythmus in der Brauerei geordert. Der Erfolg spornt. „Im Herbst wollen wir uns überlegen, eventuell einen kräftigen Schnaps und einen lieblichen Likör einzuführen“, kündigte Beatrice Möhring an.

Die Aktivitäten auf diesem Gebiet haben laut Beatrice Möhring das Ziel, den Tourismus als zweites wirtschaftliches Standbein zu stärken. Das gut Darß könne in dieser viel besuchten Region nicht in aller Abgeschiedenheit arbeiten. Bereits seit geraumer Zeit öffnet sich der Landwirtschaftsbetrieb auch Gästen. Die Zahl der Führungen über das Betriebsgelände in Born steigt. Noch gar nicht lange ist es her, da lotste Beatrice Möhring Vertreterinnen von Tourismusinformationen über das weitläufige Areal. Die sollten das Gut Darß so kennen lernen und auf die dort zu findenden Angebote hinweisen, war der Hintergedanke. In diese Kategorie fallen ebenso der Ausbau des einst winzigen Hofladens sowie die Einrichtung eines Cafés mit großer Terrasse. Der Darßer Kletterwald ist in der näheren Umgebung ohne Konkurrenz und erfreut sich großer Beliebtheit. Inzwischen ist das Gut Darß ein so beliebtes touristisches Ziel geworden, dass für die Zufahrt ein Tempolimit kommen soll.

Leicht grasig mit einem Hauch von Zitrone.“Brauer Axel Hamann zum „Bullenbräu“

 

 

Volker Stephan und Timo Richter

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