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Hauptausschuss bekommt mehr Kompetenz

Gemeindevertretung Prerow: Gemeinsame Arbeitsgrundlage ist gefunden Hauptausschuss bekommt mehr Kompetenz

Publikum spendet Lokalpolitikern verhaltenen Applaus nach einer sachlichen Sitzung.

Prerow. Nach einem Abstimmungsmarathon zu einzelnen Aspekten der Hauptsatzung und der Eigenbetriebssatzung für den Kur- und Tourismusbetrieb ernteten die Prerower Gemeindevertreter verhaltenen Applaus. In stundenlangen Vorgesprächen hatten die Bürgermeisterfraktion Prerows Zukunft sowie die Mehrheit aus Gewerbeverein und Wir Prerower Punkt für Punkt den kleinsten gemeinsamen Nenner für die Arbeitsgrundlage der Gemeindevertretung ausgelotet. Während der betont sachlich geführten Sitzung konnten sämtliche strittige Punkte rasch ausgeräumt werden — auch aufgrund der Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten.

An den weitreichenden Änderungen der Satzungen, die während der Gründungsversammlung auf Drängen von Gewerbeverein und Wir Prerower erfolgten, hatten die Kommunalaufsicht sowie der Städte- und Gemeindetag manche Passagen als rechtswidrig eingestuft. Daraufhin hatte Bürgermeister René Roloff Widerspruch gegen die Beschlüsse eingelegt. Sichtlich erleichtert konnte er am Ende der Zusammenkunft erklären, dass sich mit den neuerlichen Änderungen die Widersprüche erledigt hätten.

Die dickste Kröte schluckte das Gemeindeoberhaupt mit dem personellen Aufstocken des Hauptausschusses. Das beschließende Gremium der Gemeindevertretung erhält nicht nur mehr Entscheidungskompetenz, sondern auch mehr Mitglieder. Außer dem Bürgermeister sitzen acht Gemeindevertreter in dem Ausschuss. Michael Jancke (Gewerbeverein) hatte das mit dem Aufgabenzuwachs begründet. Der Ausschuss könne mit den zusätzlichen Mitgliedern effizienter arbeiten. Dem mochte Roloff zwar nicht folgen, akzeptierte den Antrag aber als legitimes Mittel der Kommunalpolitik.

Klarer sagte es da schon Henry Plotka (Prerows Zukunft). Der Mitgliederzuwachs erfolge allein aus dem Grund, dass die Mehrheitsverhältnisse — René Roloff als Bürgermeister ist in dem Gremium gesetzt — zugunsten der Mehrheit von Gewerbeverein und dem Vertreter von Wir Prerower kippe. Roloff bezeichnete den personell so großen Ausschuss als „kleine Gemeindevertretung“. Der Ausschuss tagt und entscheidet unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Abstrichen bei Wertgrenzen für die Auftragsvergabe oder Miet- und Pachtverträgen stimmte die Mehrheit der Gemeindevertreter zu. So war die Basis gelegt, um die Eigenbetriebssatzung sowie den neuen Betriebssausschuss unter Dach und Fach zu bringen.

Mini-Gemeindevertretung
8Mitglieder plus Bürgermeister — so mitgliederstark wie der Hauptausschuss in Prerow ist kaum ein Ausschuss auf der Halbinsel. Die gesamte Gemeindevertretung Prerows zählt 13 Mitglieder.

 



Timo Richter

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