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Fischland-Darss „Jeder Arbeitsplatz hat mehr Wertigkeit“
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04:34 13.09.2013
Dünenmeer-Chefin Isolde Heinz platziert den Mittelstandsoskar auf der Rezeption. Quelle: Timo Richter

Dierhagen — Am Wochenende erhielt die Direktorin des Hotels Dünenmeer als Finalistin den „Mittelstandsoskar“ der Oskar-Patzelt-Stiftung, dem deutschlandweit anerkanntesten Wirtschaftswettbewerb (die OZ berichtete).

OSTSEE-ZEITUNG: Warum haben Sie den „Mittelstandsoskar“ verdient?

Isolde Heinz: Mit Willen und Weiterbildung haben wir die Qualität unserer Arbeit stetig weiterentwickelt — und zwar auf der Basis, die der Eigentümer Eckehard Adams mit unternehmerischem Weitblick geschaffen hat.

OZ: Wie haben Ihre Mitarbeiter auf die Verleihung des Preises reagiert?

Isolde Heinz: Alle waren glücklich und froh, dass es in diesem Jahr geklappt hat. Die Auszeichnung ist zugleich Ansporn für noch mehr Einsatz, jeder Arbeitsplatz hat durch den Preis noch mehr Wertigkeit erhalten. Natürlich werden wir den Ansprüchen des Preises gerecht werden.

OZ: Die Auszeichnung ist also auch eine Verpflichtung?

Isolde Heinz: Natürlich. Ich habe, ehrlich gesagt, nie daran geglaubt, den Preis zu erhalten, obwohl das Hotel schon in den drei vergangenen Jahren nominiert worden war. Früher habe ich an den Preisverleihungen nie teilgenommen, und auch jetzt musste ich richtig überredet werden, während der Gala in Dresden dabei zu sein.

OZ: Wie werden sie Ihr Team zu noch mehr Leistung anspornen?

Isolde Heinz: Ich gehe voran. Das merken die Mitarbeiter. Wir sind ein Team. Und dabei setze ich eher auf Understatement bei hohem Niveau. Das heißt: Ich lasse nicht irgendwelche Ballons steigen, die irgendwann platzen, weil wir der Idee nicht gerecht werden.

OZ: Dieser „Oskar“ ist ein Preis für den Mittelstand. . .

Isolde Heinz: Genau. Der Mittelstand hat seinen Ursprung in früheren Großfamilien, wo alle kräftig mitanpacken mussten. Das ist heute noch ähnlich. Die Familie, also das Team, packt die Arbeit gemeinsam an. Nur so kann es funktionieren. Und: Der Mittelstand ist das Herz der Wirtschaft in Deutschland.

OZ: Das ist also die Unternehmensphilosophie, der „spirit“ im Dünenmeer?

Isolde Heinz: Genau. Wir sehen uns als Team, wie eine große Familie. Jedes „Familienmitglied“ geht jeden Tag über seine Grenzen hinaus. Das ist das Besondere, was die Arbeit hier auszeichnet.

OZ: Wie geht es nun weiter?

Isolde Heinz: Als Finalist hat das Dünenmeer die kleine Statue erhalten. Es gibt aber auch noch eine große. Nach oben ist also noch Luft. Das schärft die Sinne. Um der Ehre, dieser Preis ist nicht mit irgend einer Summe dotiert, gerecht zu werden, ist eine stetige Entwicklung erforderlich.

OZ: Über welche Stationen führt diese Entwicklung?

Isolde Heinz: Das ist schwierig in einem Metier, das manchmal einer Achterbahnfahrt gleicht. Unsere Ideen prägen den Weg in die Zukunft, das Team fühlt die Freude, eine gute Leistung erbracht zu haben. So haben die Mitarbeiter auch Teilhabe an dem Erfolg. Allein schon die Nominierung war eine Auszeichnung.

OZ: Was ist Ihr Rezept, die Mitarbeiter so zu motivieren?

Isolde Heinz: Ich nehmen meine Mitarbeiter als Menschen mit ihren kleinen und großen Sorgen wahr. Meine Tür steht für die Beschäftigten immer offen. Trotzdem weiß jeder, dass ich Leistung abfordere. Wenn die Mitarbeiter ihre Arbeit dann mit Freude verrichten, ist das ein ganz großer gemeinsamer Erfolg. Dieser Umgang mit den Mitarbeitern gehört zur Unternehmensphilosophie.

Dass die hier gelebt wird, erfahren ich Tag für Tag. Dass dies nun diese Anerkennung gefunden hat, ist natürlich das Größte.

Timo Richter

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