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Raum-Energien eines Dresdners

Born Raum-Energien eines Dresdners

Günther Hornig zeigt Malerei und Collagen.

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Die Journalistin Catalina Rojas Hauser aus Köln vor den Werken Günther Hornigs.

Quelle: Elke Erdmann

Born. Jede gut konzipierte Ausstellung ist für den Besucher eine Überraschung. Das zeigt der Blick in den „Kunstraumdarß“ in Born. Galerist Johannes Zielke präsentiert dort Malerei, Assemblagen und Collagen des Dresdner Künstlers Günther Hornig.

Die Schau zeigt einen Ausschnitt aus dem Lebenswerk, frühe Arbeiten wie „Schriften“, 1984, energetische Collagen aus übereinandergelegten Buntpapierstreifen, 1986, und farbfrische Malerei von 2013.

„Hornig arbeitet analytisch wie ein Wissenschaftler. Fläche, Raum, Struktur — das ist sein Thema“, sagte Galerist Johannes Zielke. „Er ist ein junggebliebener Maler auf der Höhe seiner Zeit.“ Der jetzt 76-Jährige Künstler, 1937 in Bitterfeld geboren, war selbst nicht anwesend, blickt aber aus dem erstmalig ausgestellten Selbstbildnis von 1959 den Betrachter skeptisch an.

Diese Skepsis ist im Zusammenhang zu sehen mit der Kulturkonferenz desselben Jahres, auf dem der „Bitterfelder Weg“ mit der Hinwendung zur sozialistisch-realistischen Kunst beschlossen wurde und den Günther Hornig nicht gehen konnte. Bereits vor seinem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden war er durch die praktische Schule als Theatermaler und Bühnenbildassistent in Halle und Potsdam tätig gewesen.

Früh entwickelte sich der Sinn für Dekoratives, für belebte Flächen und Strukturen und ein Gefühl für den Raum als künstlerisches Ausdrucksmittel. Doch seine Kunst war nicht gefragt, verglichen mit einem Fluss, „war sie in eine Bucht geraten, wo sich alles auf der Stelle drehte und ganz zum Stillstand zu kommen drohte.“ Und so ist die Begegnung mit dem Schaffen dieses Künstlers, der seine Eigenart bewahrt hat und in seiner Handschrift sehr modern daher kommt, ein Energieerlebnis.

Die Journalistin Catalina Rojas Hauser aus Köln sagte: „Mich fasziniert der Umgang mit der neuen Malerei in Verbindung mit der formalen Idee, die dahinter steckt.“

Ausstellung bis zum 13. Oktober, geöffnet ist freitags bis sonntags jeweils von 13 bis 17 Uhr.

 

Elke Erdmann

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