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Suche nach Vermissten wird nun leichter

Born Suche nach Vermissten wird nun leichter

Borner Feuerwehr konnte ihr Rettungsboot elektronisch aufrüsten. Eine Spende machte es möglich.

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Vor dem aufgerüsteten Rettungsboot: Frank Vorphal, Jens Behrens, Susanne Vorpahl (obere Reihe, v.l.), Jens Bremer, Fred Czaniera, Peter Burmeister, André Bremer (Mitte, v.l.), Florian Burmeister, Enrico Kruse(unten, v.l.).

Quelle: Feuerwehr

Born. Die Freiwillige Feuerwehr Born hat ihr Rettungsboot mit Satellitennavigation und einem automatischen Identifikationssystem (AIS) ausrüsten können. Möglich wurde dies durch eine Spende des Wiecker Ehepaares Frank und Susanne Vorpahl. Die Eigentümer von Grus Grus Immobilien stifteten 3000 Euro, um die Suche nach vermissten Personen im Wasser zu erleichtern.

Auf dem AIS-Bildschirm wird jede Schiffsbewegung dynamisch sichtbar. Damit können bei der Personensuche bei schlechter Sicht die Fahrten der beteiligten Rettungsboote besser aufeinander abgestimmt werden. Die AIS-Daten können direkt in die elektronische Seekarte eingebunden oder auf dem Computer verarbeitet werden, um sämtliche Schiffsbewegungen einschließlich der eigenen Position darzustellen. Damit können sie von der Einsatzleitung an Land genutzt werden.

Der Vorteil von AIS gegenüber Radar ist unter anderem, dass die Identität der anderen Schiffe bekannt ist und bei Manövern Kurs- und Geschwindigkeisänderungen schnell automatisch übermittelt werden.

Mit AIS können auch die Bewegungen der anderen Rettungsboote hinter größeren Hindernissen, wie Bülten, erfasst werden. Das Radar ist in solchen Situationen oft überfordert, da Schiffe im Radarschatten nicht gezeigt werden.

Die Wassergefahrengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Born ist mit zwei Rettungsbooten ausgerüstet. Der Aluminium-Katamaran gehört dem Landkreis, das jetzt ausgerüstete Schlauchboot der Gemeinde Born beziehungsweise der Freiwilligen Feuerwehr.

Gruppenführer der Wassergefahrengruppe Born ist Oberlöschmeister Jens Behrens. Im Schnitt müssen die Borner Kameraden 20 Mal im Jahr auf dem Wasser ausrücken, um Menschen aus Gefahr zu bergen oder Booten zu helfen.

Über eine Spende konnte sich die Freiwillige Feuerwehr Born schon zu Jahresbeginn freuen. Der Borner Elektromeister Uwe Seidel installiere auf eigene Kosten für 500 Euro eine funkgesteuerte Toröffnung für die drei Rolltore des Gerätehauses.

Für die technische Ausstattung der Feuerwehren sind die Gemeinden zuständig. Die Borner können sich zudem auf ihren Förderverein stützen. Der vor sieben Jahren gegründete Förderverein hat unter anderem maßgeblich die Anschaffung eines Unimog als Zugfahrzeug für das Schlauchboot mit finanziert, Rettungsanzüge erworben, Computer für das Büro oder Werkzeuge für die Werkstatt gekauft.

Fördervereine der freiwilligen Feuerwehren bestehen auf Fischland-Darß außerdem noch in Dierhagen und Prerow. Um entsprechende Planungen in Wustrow ist es seit einem halben Jahr still geworden.

Einsätze auf dem Wasser

2 Rettungsboote stehen der Wassergefahrengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Born zur Verfügung — ein Aluminium-Katamaran und ein Schlauchboot.

20 Mal müssen die Borner Kameraden durchschnittlich im Jahr auf dem Wasser ausrücken, um Menschen aus Gefahrensituationen zu bergen oder Booten zu helfen.

 

Lutz Beukert

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