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Wählergemeinschaft will Politik zum Verstehen

Prerow Wählergemeinschaft will Politik zum Verstehen

„Prerows Zukunft“ setzt auf Kompromisse und Bürgerbeteiligung. Ideen für die Entwicklung des Ortes sollen langsam wachsen.

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René Roloff, Cornelia Garbe, Kristina Fischer, Susann Hudy und Wolfgang Exner (v. li.) setzen auf „Prerows Zukunft“.

Quelle: Timo Richter

Prerow. Die bevorstehenden Kommunalwahlen wälzen bereits im Vorfeld die politische Landschaft auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst in bemerkenswerter Weise um. So wird beispielsweise die „Borner Alternative“ ein Sammelbecken für SPD und CDU, deren Bewerber für die Gemeindevertretung allesamt auf der Liste der „Borner Alternativen“ auftauchen.

In Prerow hat sich gleich eine ganz neue Wählergemeinschaft gegründet. Mit „Prerows Zukunft“ handelt es sich um eine Weiterführung der Wählergemeinschaft „Rettet Prerow“, wie dessen Fraktionchef René

Roloff sagt. Für „Prerows Zukunft“ bewirbt sich der 48-Jährige nun für das Bürgermeisteramt in dem Ostseebad auf dem Darß. Und nur weil er weiß, dass er viele Mitstreiter für einen Wechsel der politischen Kultur in dem Ort hinter sich weiß, hat sich René Roloff für eine Kandidatur entschieden. Die Idee für die neue Wählergemeinschaft basiert auf der Vorstellung, die Entwicklung des Ortes auf eine breitere Basis zu stellen. Inzwischen sei ges gelungen, sagt der Bürgermeisterkandidat, ein Abbild des Ortes für die Wählergemeinschaft zu gewinnen. Vertreter verschiedener Gewerbe, Kultur, Tourismus oder Dorfentwicklung hätten sich unter dem Dach der Wählergemeinschaft zusammengefunden, um gemeinsam den Ort nach vorn zu bringen. Mit Susann Hudy ist auch eine Gemeindevertreterin mit im Boot, die bislang in der Fraktion „Wir Prerower“ tätig war, in der neuen Wählergemeinschaft aber ein neues politisches Zuhause gefunden habe, wie sie sagt.

Für Wolfgang Exner ist ist vor allem Transparenz in der Kommunalpolitik wichtig. Politische Entscheidungen müssten für die Bürger verständlich sein, wenn auch niemals alle jede Entscheidung mittragen würden. Im Streit etwas durchzusetzen, funktioniere nicht. „Die Politikkultur der vergangenen Jahre wollen wir nicht mehr haben.“

Wie es in dem Ostseebad weitergehen soll, ist den Mitgliedern der Wählergemeinschaft klar. Doch wohin die Reise des Ostseebades gehen soll, ist nicht eindeutig definiert. „Wir wollen Visionen entwickeln, was Prerow ausmacht“, betont Roloff. Gibt aber auch zu, dass die Ideen längst noch nicht fertig sind. Schließlich solle die Entwicklung des Ostseebades im Dialog mit den Bürgern erfolgen und nicht am grünen Tisch ausbaldowert werden.

Für die Mitglieder der Wählergemeinschaft heißt das unter anderem, sich auf die Entwicklung vorhandener Immobilien zu konzentrieren. Und vor allem werde mehr Engagement für die touristische Entwicklung an den Tag gelegt. Nach Einschätzung Roloffs genieße der Tourismus in dem Ort derzeit nicht die Wertschätzung, die angemessen erscheine. Geradezu neidisch blickt der Bürgermeisterbewerber nach Ahrenshoop und Zingst, wo ein deutliches Profil zu erkennen sei. Das fehle für Prerow, sagt Roloff und begründet das auch mit den häufigen Wechseln an der Spitze der Kurverwaltung.

Erst in der vergangenen Woche erfolgten die Vorstellungsgespräche mit den Bewerbern für die Geschäftsführung des Prerower Kurbetriebs, in der sich die Teilnehmer mehrheitlich auf einen Bewerber einigten. Auf die Ausschreibung der Stelle hatten sich gut 20 Bewerber gemeldet. Vier Aspiranten für die Position kamen in die engere Auswahl.

Mit Bürgerbeteiligung will die Wählergemeinschaft auch ohne politisches Mandat beginnen. So soll die Meinung der Prerower und ihrer Gäste für einen Fortbestand der Darß-Passage abgefragt werden, sagt René Roloff. Der Kunsttischlermeister und Restaurator will das Meinungsbild zu der Frage mit einer Unterschriftensammlung ermitteln.

Ich habe mit der Kandidatur lange gezögert. Erst als ich ein tolles Team hin- ter mir wusste, habe ich ja gesagt.“Bürgermeisterkandidat René Roloff (Wählergemeinschaft Prerow Zukunft)

 



Timo Richter

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