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Wieck: Zahl der Übernachtungen sinkt

Wieck Wieck: Zahl der Übernachtungen sinkt

Die Saison in Wieck konzentriert sich immer mehr auf die Schulferien. Immer seltener können die Unterkünfte des Boddenortes außerhalb der Hauptferienzeit vermietet werden.

Wieck. Die Saison in Wieck konzentriert sich immer mehr auf die Schulferien. Immer seltener können die Unterkünfte des Boddenortes außerhalb der Hauptferienzeit vermietet werden. Das ist ein Ergebnis der Auswertung der Saison 2013, die Lutz Hennig, der Geschäftsführer der Kur- und Tourist GmbH Darß, am Dienstagabend vorstellte.

Grund zu Jubelstürmen boten die Zahlen des zurückliegenden Jahres allerdings nicht. Lutz Hennig sprach von einer zufriedenstellenden Saison. Die Zahl der Gästeankünfte lag mit gut 21 650 knapp unter der des Vorjahres. Deutlicher war dagegen schon der Rückgang der Übernachtungszahlen insgesamt. Annähernd 141 000 Übernachtungen wurden 2013 gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 1,23 Prozent.

Und schon 2012 verzeichnete der Kurbetrieb bei den Übernachtungen einen leichten Rückgang. Grund ist nach Einschätzung Lutz Hennigs der weitere Rückgang der Verweildauer der Urlauber in Wieck.

Rechnerisch 6,5 Tage blieben die Gäste im Mittel. Nur während der Hauptsaison-Monate Juli und August blieben die Urlauber knapp acht beziehungsweise sogar fast neun Tage. Aufgrund des hohen Anteils von Privatvermietern mit höchstens zehn Gästebetten ist damit ein ähnlicher Trend wie in der Nachbargemeinde Born zu verzeichnen, wo innerhalb der Ortslage acht Tage Aufenthaltsdauer ermittelt wurden — ohne Jugendherberge und Campingplätze. Für Lutz Hennig ist es angesichts der wirtschaftlichen Lage in Deutschland durchaus erklärbar, dass die Urlauber genau nachrechneten, wie viel Geld sie für einen Urlaub übrig hätten.

Gleichwohl hat der Kurbetrieb unterm Strich ein Plus erwirtschaftet. Das liegt vor allem an dem überdurchschnittlichen Anstieg der Jahreskurabgabe. Hier wurden 2013 immerhin fast neun Prozent mehr Meldescheine ausgegeben als noch ein Jahr zuvor. Ursache dafür ist die Kooperation mit dem Amt Darß/Fischland. Dort wurden die Inhaber von Zweitwohnsitzen erfasst — und die sind wie in anderen Kommunen auch in Wieck zur Zahlung der Jahreskurabgabe verpflichtet. Die Zahl der regulären Meldescheine stagniert mit 9150 knapp auf Vorjahresniveau. Alles in allem bleibt ein Plus von knapp 640

Euro im Vergleich zum Vorjahr in der Kasse der Kur- und Tourist GmbH Darß. In diesem Zusammenhang kritisiert Lutz Hennig auch eine „hohe Kurtax-Unehrlichkeit“ sowohl bei Vermietern als auch Gästen.

Grund sei oftmals die satzungswidrige Weigerung von Vermietern, die Abgabe von den Gästen zu erheben und dann an den Kurbetrieb abzuführen, stattdessen schickten die Vermieter ihre Gäste lieber in die Kurverwaltung, damit sie die Abgabe dort bezahlten.

 



tri

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