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Fischland-Darss Zingst steckt Geld in neues Löschfahrzeug
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00:00 25.03.2014
Wehrführer Mathias Barth, Stellvertreter Steffen Schönfeldt, Oberfeuerwehrfrau Christine Hennig und Bürgermeister Andreas Kuhn (CDU). Quelle: Claudia Haiplick

Die Feuerwehr Zingst blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Zu insgesamt 64 Einsätzen im Bereich der Hilfeleistungen und Brandbekämpfung rückten die Einsatzkräfte 2013 aus. Auf der Jahreshauptversammlung der Zingster Freiwilligen Feuerwehr gab Wehrführer Mathias Barth einen Überblick.

Es sei das Jahr der Brandmeldeanlagen gewesen, resümierte er. Doch auch Mülltonnenbrände, vergessene Kochtöpfe, Bratpfannen und Essen auf dem Herd gab es ebenso wie Gebäudebrände. Und das nicht nur in Zingst selbst. Die Feuerwehrleute des Ostseeheilbades waren auch zu Einsätzen in Pruchten, Michaelsdorf, Barth und in anderen umliegenden Gemeinden durch die Stralsunder Rettungsleitstelle mit alarmiert worden. Im Bereich der Hilfeleistung ging es für die Kameraden unter anderem um Türöffnungen, Personensuche, Hilfeleistung für den Rettungsdienst, die Beseitigung von umgefallenen Bäumen, die Befreiung von verletzten Personen aus Fahrzeugen und Ölspurbeseitigungen.

Wobei sich der eine und andere Alarm auch mal als Fehlalarm erwies. „So hatten wir die Meldung, dass sich Öl auf der Ostsee befinden würde. Wir rückten zur Ölbeseitigung aus, nur konnten wir kein Öl finden“, schilderte Wehrführer Barth den Einsatz, bei dem sich am Ende herausstellte, das nur Brackwasser bei einer Baggerung im Nothafen aufgewühlt worden war.

Und der Wehrführer erinnerte noch an einen weiteren denkwürdigen Einsatz. So sei nach einem Feueralarm im Steigenberger-Aparthotel zunächst unklar gewesen, in welchem Apartment denn nun das Feuer ausgebrochen sei. „Erschüttert hat mich, dass trotz Vollalarm im Haus nur eine Familie aus dem Gebäude herausgelaufen war. Der Rest der Leute im Haus ließ sich nicht stören“, sagte Barth kopfschüttelnd. Das Steigenberger-Aparthotel war zu dem Zeitpunkt zu 50 Prozent belegt gewesen.

Trotz aller Unglücke, Fehlalarme und Belastungen sei der Zingster Wehrführer von der Disziplin und hohen Einsatzbereitschaft seiner Mannen immer wieder neu beeindruckt. Ohne Murren und Meckern würden die Einsätze absolviert, sagte Barth, der sein Amt seit fünf Jahren ausübt. Das sei es, was die Zingster Feuerwehrleute für ihn stark mache.

Lob gab es im letzten Jahr auch nach einem Gebäudebrand: Der Gutachter einer Versicherung stellte fest, dass trotz des hohen Brandschadens kein Wasserschaden durch die Löscharbeiten entstanden sei.

Das spreche für die Qualität der Feuerwehrleute. Auch Bürgermeister Andreas Kuhn (CDU) lobte die Einsatzkräfte. „Wir haben eine Feuerwehr in Zingst, die sich sehen lassen kann und mit der eine sehr gute Zusammenarbeit gelebt wird.“

Das lohnt sich: In diesem Jahr wird groß in die Feuerwehr investiert. Für rund 400 000 Euro wird ein neues Löschfahrzeug angeschafft. Der Landkreis, das Innenministerium MV und die Gemeinde geben gemeinsam dafür das Geld. Außerdem soll 2014 die Feuerwehr-Homepage online gehen.

Zum Einsatz bereit

54 Mitglieder zählt die Freiwillige Feuerwehr Zingst. Darunter sind 36 aktiv, acht in der Ehrenabteilung und zehn in der Jugendfeuerwehr. Zwölf Mitglieder sind in der Wasserwehr.
871 und 25 Minuten Einsatzzeit stehen hinter den 64 Einsätzen des vergangenen Jahres. Hinzu kommen etwa 1749 Ausbildungsstunden.



Claudia Haiplick

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