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Ribnitz-Damgarten Fusionen drohen ABM-Verein
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Fusionen drohen ABM-Verein
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12:33 24.03.2014

Sie sind rar geworden, die guten Worte über die Bundesanstalt für Arbeit. Aber Manuela Schmidt, stellvertretende Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied des Vereins Leben im Amtsbereich Bad Sülze, fand sie gestern noch, zumindest für den Bereich der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, deren Beantragung im Ribnitzer Arbeitsamt erledigt wird. Aber dennoch hat der Trägerverein für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen Probleme. „Die so genannten Stammstellen in den Trägerorganisationen werden in der Zukunft nicht mehr so förderbar sein wie bisher“, sagte Manuela Schmidt, weil es auch insgesamt weniger Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gibt. Zwangsläufig sind dabei zweierlei Entwicklungen: Die Trägervereine werden fusionieren müssen, und zweitens, die Organisationen werden nicht mehr so nah bei den Arbeitslosen sein und ihnen mit Rat zur Seite stehen können. Und da setzt die Kritik von Manuela Schmidt ein. „Egal, welche Entscheidung getroffen wird, wir möchten, dass der Bezug zu den Menschen und zu der Region erhalten bleibt“, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin gestern energisch. Dabei weiß sie von Treffen mit den Vertretern anderer Organisationen: „Alle sind ganz doll aufgebracht, denn jeder will schließlich seinen Verein erhalten.“

Inzwischen hat der Verein Leben im Amtsbereich erste Kontakte zur Barther Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft aufgenommen. Über Ergebnisse allerdings lässt sich noch nichts sagen. Auch ein Gespräch mit dem Verein zur Förderung von Arbeit und Qualifizierung in Ribnitz-Damgarten war geplant, musste allerdings verschoben werden, berichtete Frau Schmidt. In der Fusionsfrage wollte man sich heute wieder in Stremlow treffen und für den 20. Februar ist eine Zusammenkunft mit der Trägergesellschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern geplant. All das ist bislang ein Beschnuppern, erläuterte Frau Schmidt, die aber gleichwohl deutlich machte, dass sich der Bad Sülzer Verein den Problemen werde stellen müssen. Die Verantwortung für die ABM-Träger ist unlängst vom Ministerium für Arbeit und Bau an die Kreise delegiert worden. Der habe sich nun zu kümmern. Und eins weiß Frau Schmidt: Kritik am Kreis werde es geben, weil er zu lange untätig blieb, bis die ersten Schritte in der Fusionsfrage gemacht wurden.



MICHAEL SCHISSLER

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