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Gäste stürmten ScanHaus Marlow

Marlow Gäste stürmten ScanHaus Marlow

1500 Neugierige blickten am Sonnabend hinter die Kulissen des Fertighaus-Herstellers

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Im Eingangsbereich des Betriebsgeländes sammelten sich die Besucher, um an den regelmäßigen thematischen Führungen teilzunehmen.

Marlow. Erstmals in ihrer fast 25-jährigen Geschichte hatte die ScanHaus Marlow GmbH am Sonnabend einen Tag der offenen Tür organisiert – der Widerhall war unerwartet gewaltig. Aus nah und fern stammten die Kennzeichen der Autos auf dem Betriebsparkplatz. Die Hansestadt Rostock war besonders häufig vertreten. Auch viele Marlower hatten sich zu Fuß auf den Weg gemacht, um beim größten Arbeitgeber der Region einen Einblick in die internen Betriebsabläufe zu erhalten.

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1500 Neugierige blickten am Sonnabend hinter die Kulissen des Fertighaus-Herstellers

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Kaum hatten die Besucher den Sammelpunkt zu einer der thematischen Führungen verlassen, begannen sich neue Interessentengruppen für die nächsten Führungen zu bilden. Angeboten wurden die vier Schwerpunkte „Produktion“, „Bürogebäude“, „Musterhäuser“ und „Musterhaus im Bau“.

Geschäftsführer Hans-Ulrich Gienke (68) sprach von mindestens 1000, aber eher 1500 Besuchern. Eine Zahl, die Inhaber und Geschäftsführer Friedemann Kunz (61) dazu veranlasste, über die regelmäßige Veranstaltung des Tages der offenen Tür in den kommenden Jahren nachzudenken.

Geführt wurden die Gruppen Schaulustiger und Wissbegieriger von leitenden Mitarbeitern des Betriebes. Abteilungsleiter Sandro Rachow (31) beispielsweise erläuterte an einer der vier Produktionsanlagen die Fertigungsschritte für den Hausbau. Täglich verlassen drei Fertighäuser die Produktionshalle und werden sofort auf jeweils drei Sattelschlepper verladen.

Gab es zu Beginn einer Führung vielleicht noch einige skeptische Mienen, fanden die Besucher angesichts der stabilen Konstruktionen aus schwedischer Fichte, der kräftigen Verbindungselemente und der stark gedämmten Wände anerkennende Worte. Siegfried Sanftleben (62), der in Marlow ganz in der Nähe des Betriebes wohnt, zeigte sich technisch sehr interessiert. „Ich habe ein altes Haus umgebaut und modernisiert. Ein Bungalow von ScanHaus wäre aber für das Älterwerden keine schlechte Alternative.“

Friedemann Kunz sprach von einem Wandel, der in den Köpfen der deutschen Hausbauinteressenten erreicht werden müsse. In Skandinavien würden 95 Prozent aller Eigenheime in dieser Bauweise errichtet – deshalb habe er ja einst den Namen ScanHaus gewählt. In Deutschland hingegen wären es leider nur 16 Prozent. „Unsere größten Mitbewerber sind die Köpfe der Menschen. Umso mehr erkennen, dass Fertigteilhäuser stabil und langlebig sind, weniger Energie verbrauchen und durch ihren preislichen Vorteil helfen, Geld für andere Dinge zu sparen, desto eher wird sich der Marktanteil auf 20 Prozent steigern. Es ist nur eine Zeitfrage.“

Friedemann Kunz wollte mit der Aktion nicht nur auf das im Herbst anstehende Jubiläum hinweisen, den ausgezeichneten Ruf seines Unternehmens festigen und eventuell neue Kunden gewinnen, sondern setzte seine Hoffnungen vor allem auf das Interesse von Facharbeitern, Technikern und Ingenieuren an einer Tätigkeit in seinem Betrieb. „Wir können leider nicht selbst ausbilden, da es für unsere Arbeit keinen anerkannten Ausbildungsberuf gibt“, bedauerte er. „Es fließen nämlich Elemente vieler Handwerksberufe, wie Zimmerleute, Dachdecker, Trockenbauer, Klempner oder Maurer ein. Deshalb sind wir bemüht, mit attraktiven Arbeitsbedingungen gute, bereits ausgebildete Kräfte an uns zu binden.“ Ein gutes Beispiel für eine Musterkarriere liefert Sandro Rachow. Als gelernter Zimmermann arbeitet er jetzt als Abteilungsleiter für Konstruktion und Produktion. ScanHaus Marlow beschäftigt mehr als 600 Mitarbeiter. In der Produktionshalle arbeiten 56 Mitarbeiter im Dreischichtsystem.

Volker Stephan

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