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Ribnitz-Damgarten Zickige Zwerge und ein steppender Bär
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Zickige Zwerge und ein steppender Bär
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18:56 02.12.2018
Begeisterten die Kinder im Barther Theater: Philipp Haase als Grobwurz (v.l.), Steven Nowacki als Bär, Hannah Ostermeier als Rosenrot, Severine Schabon als Schneeweißchen und Tom Büning als Feinwurz. Quelle: Stefan Sauer/DPA
Barth

Ein steppender Bär, ein stotternder Jäger, zickige Zwerge und mitten drin ein unzertrennliches Geschwisterpaar: Das diesjährige Weihnachtsmärchen der Vorpommerschen Landesbühne, „Schneeweißchen und Rosenrot“ hat am Sonntag in der Barther Boddenbühne eine gelungene Premiere gefeiert. Fast 200 Besucher spendeten minutenlangen Applaus. Vor allem die Kinder waren begeistert, da sie nicht nur vom eigens angereisten Weihnachtsmann eine kleine Überraschung bekamen, sondern auch an der Aufführung sichtlichen Spaß hatten.

Der Weihnachtsmann hatte für die kleinen Besucher der Premiere Überraschungen dabei, wie hier für den siebenjährigen Paul aus Barth. Quelle: Robert Niemeyer

Das Märchen der Gebrüder Grimm in der Fassung von Manuel Schöbel, Dramaturg aus Dresden, bereitete den Besuchern von Beginn an Freude, vor allem durch witzige Wortspiele oder kuriose Begebenheiten. Mal verfängt sich Zwerg Grobwurz (Philipp Haase) an irgendeiner Stelle mit seinem Barth, mal stolpert Jäger Jörg (Paul Gräntzel) mit seinem überdimensionierten Speer durch den geheimnisvollen Wald. Im Mittelpunkt stehen die toughen Schwestern Schneeweißchen (Severine Schabon) und Rosenrot (Hannah Ostermeier), die, wie Regisseur Paul Sonderegger sagte, „die Probleme des Erwachsenwerdens auf positive und produktive Weise meistern“. Ein Mutmacher für all die künftigen Erwachsenen im Publikum.

Das Stück ab vier Jahre begeisterte jedoch nicht nur die kleinen, sondern auch die größeren Kinder und die großen Kindgebliebenen. „Tolle Kostüme, eine tolle Ausstrahlung der Darsteller, sehr schöne Musik. Eine wirklich gelungene Premiere. Ein tolles Stück“, sagte Liane Krüger aus Ribnitz-Damgarten, die mit ihren vier und acht Jahre alten Enkeltöchtern nach Barth gereist war.

„Tolle Kostüme, tolle Ausstrahlung der Darsteller. Ein tolles Theaterstück", sagte Besucherin Liane Krüger aus Ribnitz-Damgarten. Auch Enkeltochter Nele (4), war begeistert. Quelle: Robert Niemeyer

Ähnlich begeistert äußerte sich Paul Sonderegger. „Eine Premiere ist immer aufregend. Aber es hat alles gut geklappt, die Schauspieler haben das wunderbar gemacht“, sagte der gebürtige Österreicher. Vier Wochen reine Probenzeit hätten sich ausgezahlt. „Es ist sehr schön, zu sehen, wie und wann die Kinder reagieren.“

Sonderegger arbeitet das erste Mal für die Vorpommersche Landesbühne. „Eine unglaublich angenehme Atmosphäre, ein sehr motiviertes Team, alle haben Lust, gutes Theater zu machen“, so Sonderegger, der gleichzeitig die sehr guten Bedingungen lobte, „trotz vergleichsweise bescheidener Mittel.“

Und wer nun wissen möchte, welches Geheimnis der krähende Bär in sich trägt, warum Rosenrot stets eine Schere am Schuh trägt und warum ein gutes Herz hat, wer viel träumt, hat noch bis Donnerstag im Barther die Gelegenheit, das herauszufinden. Ab Sonntag, 9. Dezember, wird „Schneeweißchen und Rosenrot“ in Zinnowitz gezeigt.

Die weiteren Vorstellungstermine

Das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“ nach den Gebrüdern Grimm wird noch bis Donnerstag, 6. Dezember, in der Barther Boddenbühne gezeigt. Die Termine: Montag, 3. Dezember, 9 Uhr und 11 Uhr; Dienstag, 4. Dezember, 9 Uhr und 11 Uhr; Mittwoch, 5. Dezember, 9 Uhr und 11 Uhr; Donnerstag, 6. Dezember, 9 Uhr und 11 Uhr.

Weitere Infos im Internet unter www.vorpommersche-landesbuehne.de.

Robert Niemeyer

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