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Ribnitz-Damgarten Gericht entscheidet über Familienzentrum in Prerow
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Gericht entscheidet über Familienzentrum in Prerow
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15:24 03.12.2018
Seit Jahren steht der "Möwentreff" am Hauptstrandzugang in Prerow leer. Die Kommune klagt auf Heimfall des Grundstücks. Quelle: Timo Richter
Prerow

 Ein Mediationsverfahren mit einem unbekannten Partner – so hat sich ein Gütetermin mit der aktuellen Eigentümerin des „Möwentreffs“ am Haupt-Strandzugang in Prerow erwiesen. Nicht nur, dass die Hintermänner der HoGa & DIOKON GbR im Dunkeln blieben, wenig Licht gab es im Mai auch für eine Zukunft des als Familientreffs geplanten Objekts in bester Lage. In der Folge klagte die Kommune auf Heimfall, sie will ihr Grundstück zurückhaben auf dem das Gebäude steht. Ein erster Termin vor dem Landgericht in Stralsund in der vergangenen Woche brachte noch keine Entscheidung, aber Bürgermeister René Roloff (Prerows Zukunft) sieht sich nach Äußerungen des Richters auf dem richtigen Weg.

Ende Mai 2010 wurde der „Möwentreff“ eröffnet. Gut ein Jahr darauf musste Bauherr Michael Hasse die Insolvenz anmelden. Seitdem steht die vergleichsweise riesige Immobilie weitgehend leer. Ein kleiner Laden hielt sich noch länger, das ursprüngliche Restaurant wich einer Pizzeria. Und ziemlich exakt vor vier Jahren brannte es in dem Gebäudekomplex. Behoben sind die Brandschäden bis dato nicht.

Kommune sieht Vertragsverletzung

Die Kommune sieht darin eine klare Vertragsverletzung. Denn laut Beschluss der Gemeindevertretung hatten auch spätere Eigentümer die Verpflichtungen des ursprünglich mit dem Bauherren geschlossenen Vertrages zu erfüllen. Das ist nicht erfolgt, die Gemeinde will nun „aktiv eingreifen“, um den Schandfleck verschwinden zu machen. Ende Januar steht der nächste Verhandlungstermin an.

Nach dem vergeblichen Gütetermin wurden nun die Sach- und Rechtslage erörtert, wie René Roloff auf Nachfrage sagt, Seiner Einschätzung nach haben sich die Eigentümer nicht sonderlich intensiv um ein Konzept für das „Möwentreff“ eingesetzt. Auch der Richter habe durchblicken lassen, sich eher auf die Seite der Kommune schlagen zu wollen.

Betriebsmöglichkeiten beschränkt

Viele Möglichkeiten für den Betrieb des Gebäudes gibt es nicht. Außer dem ursprünglichen Vertrag, der weitergegeben wurde, steht der Bebauungsplan. Der beinhaltet laut René Roloff den „ganz klaren Passus“, dass an der Stelle ausschließlich Gesundheits-/Spiel- oder Sportangebote erlaubt sind. Dazu kann eine damit im Zusammenhang stehende Gastronomie betrieben werden.

Nach dem Gütetermin allerdings wurden der Kommune allerdings ganz andere als diese Vorstellungen präsentiert, wie der Bürgermeister sagt. Da ging es zum einen um eine Unterkunft für Eltern mit behinderten Kindern. „Das drückt aufs Soziale“, so René Roloff. Am Ende kommt aber ein Beherberungsbetrieb heraus, der an der Stelle schon aufgrund der mangelnden Zufahrt funktional nicht möglich sei. Und auch das vorgeschlagene Selbstbedienungsrestaurant entspreche weder den Vorgaben des ursprünglichen Erbbaupachtvertrages noch denen des Bebauungsplans.

Gegenseitige Aufrechnung möglich

Was nun geschieht, scheint völlig offen. Denn die Kommune hat nur das Grundstück. Denkbar sind im Fall einer Rückgabe gegenseitige Forderungen. Die Eigentümerin könnte Forderungen im Zusammenhang mit dem Restwert des Gebäudes aufmachen, die Kommune eine Rechnung wegen einer Vertragsverletzung erstellen. Das könnte gegeneinander aufgerechnet werden, darüber entscheidet aber das Gericht.

Der Einschätzung des Bürgermeisters nach habe sich die GbR mit der Ersteigerung des Objekts verhoben, weil das Kleingedruckte nicht gelesen wurde. So konnte die Gesellschaft die Immobilie zwar zu einem Bruchteil des ursprünglichen Werts erwerben, hatte aber Vorstellungen einer Entwicklung, die mit den Planungen der Kommune nicht einhergingen. Eine Stellungnahme der Eigentümerin war nicht möglich, da keine Kontaktdaten recherchierbar waren.

Timo Richter

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