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Ribnitz-Damgarten Gewinnerin aus Berlin widmet Sieg der Großmutter
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Gewinnerin aus Berlin widmet Sieg der Großmutter
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20:34 23.04.2017
Kurz hinter Prerow laufen die Marathonis auf das freie Feld. Hier bekamen sie ganz besonders den eisigen Wind zu spüren. Quelle: Frank Burger
Wieck

„Ich hatte es mir schon so lange vorgenommern, nun hat es endlich mit meinem Start hier geklappt“, freute sich beim Darß-Marathon (Vorpommern-Rügen) die Siegerin der Damen, Anna Langhinrichs aus Berlin. „Ich stamme aus der Region und die Marathon-Strecke führt  genau am Haus meiner Großmutter entlang. Meinen ersten Sieg auf der Marathon-Distanz widme ich ihr“, fügte sie stolz hinzu. Ganz sicher war sich Anna Langhinrichs, die auch die Wertung in der W35 gewann, unterwegs aber nicht, ob sie erfolgreich sein würde. Zwar hatte die Berlinerin bei Kilometer 25 gut fünf Minuten Vorsprung vor ihrer Konkurrentin, doch Franziska Wenske (Berlin) schien mit kräftigen Schritten näher zu kommen. Der Weg über den Deich nach Born sollte die Entscheidung bringen. „Vielleicht trägt mich ja der Rückenwind“, hoffte Anna Langhinrichs und dieser Wunsch ging in Erfüllung.

Bei den Männern sollte es zur vorjährigen Revanche zwischen Markos Resech (Berlin) und Carsten Tautorat (Rostock) kommen. Die Vorjahresniederlage wollte der Berliner nicht auf sich sitzen lassen. Doch wohl schon beim Blick in die Starterlisten war beiden klar, dass sie mit einem weiteren Konkurrenten rechnen mussten: Maik Willbrandt, der Sieger von 2012, hatte gemeldet. Gewonnen hat aber überraschend Markus Liebelt aus Rostock. Der aus Nordhausen stammende Triathlet aus Rostock lief einen ungefährdeten Sieg ein. „Ich hatte erst am Freitag vom Darß-Marathon erfahren und er passte gut in mein Trainingskonzept“, berichtete er trocken. So blieb den bekannten Konkurrenten nur der Streit um die Plätze, bei dem Maik Willbrandt Platz zwei und Marco Resech Platz drei belegte.

„Wie versprochen habe ich den Vorjahressieger geschlagen. Ich bin sehr zufrieden. Immerhin bin ich schon 46 und laufe noch vorne mit“, zeigte sich Marco Resech aufgeräumt. Hinzu kommt, dass er seine Vohrjahreszeit um zwei Minuten verbesserte. Bei den Wetterbedingungen eine nicht selbstverständliche Leistung.

Schauer und eisiger Wind

Das gesamte Wochenende hatten die Organisatoren mit schlechten Wetterbedingungen zu kämpfen. Immer wieder huschte mal ein Schauer vorüber. Der Kinder-, Jugend- und Familientag am Sonnabend blieb aber einigermaßen von größeren Schauern verschont. Erst nach der Veranstaltung hagelte es aus allen Wolken. Am Sonntag blieb nur ein eisiger Wind übrig, der aber von längeren Sonnenphasen begleitet wurde.

Teilnehmer zufrieden

Trotz der nicht ganz so einfachen Bedingungen waren alle Teilnehmer sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Moderator Torsten Erdmann zeigte sich immer wieder beeindruckt, wenn er Sportler sogar aus dem Thüringer Wald zur Siegerehrung rufen konnte.

Auf der Halbmarathon-Distanz kreuzten sich zumeist die besten Läufer aus Rostock und Leipzig die Klingen, während auf der Walking-Strecke die Sportler von „symrise Holzminden“ dominierten, die jedes Jahr für viel Spaß auf dem Platz vor der Arche sorgen. Das war trotz des eisigen Wetters die allgemeine Stimmung: viel Spaß und Freude, und so wurde dem eisigen Wetter ein Schnippchen geschlagen. Mit warmer und herzlicher Atmosphäre.

Frank Burger

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