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Ribnitz-Damgarten Hundebesitzer warnen vor Giftköder in Ribnitzer Klosterwiese
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Hundebesitzer warnen vor Giftköder in Ribnitzer Klosterwiese
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17:05 16.11.2018
Der Ententeich in der Ribnitzer Klosterwiese. Durch das Füttern der Enten und eines hier heimischen Nutrias werden auch Ratten angelockt. Um deren Vermehrung nicht zu fördern, ließ die Stadtverwaltung das Schild „Füttern verboten“ anbringen . Quelle: Edwin Sternkiker
Ribnitz-Damgarten

Im sozialen Netzwerk Facebook sind Einträge aufgetaucht, die Hundehalter in Ribnitz-Damgarten hellhörig werden lassen dürften. Der Grund: In der Ribnitzer Klosterwiese sollen Giftköder ausgelegt worden sein. „Ein Hund liegt jetzt schon in der Tierklinik“, heißt es in einem Eintrag. In einem weiteren Eintrag wird darauf verwiesen, dass auch auf der Gänsewiese etwas „rumliegen“ soll, „in der Buxtehuder Straße ist...schon ein Hund an einer Vergiftung gestorben“. Eine Anfrage bei der Polizei in Ribnitz-Damgarten hat ergeben, dass es hier weder Anzeigen noch Hinweise auf Giftköder gegeben habe. Auch im Ordnungsamt der Stadtverwaltung Ribnitz-Damgarten sei kein Hinweis eingegangen, sagte Ingo Woyczeszik auf OZ-Anfrage.

Unabhängig davon, ob tatsächlich Giftköder ausgelegt worden sind oder nicht, macht Kreispressesprecher Olaf Manzke darauf aufmerksam, dass das Vergiften von Tieren oder auch das Auslegen anderer Köder kein Kavaliersdelikt sei. Einen solchen Fall habe es in diesem Jahr im Frühjahr in Bergen auf Rügen gegeben. Dort sei ein mit mit Nadeln präparierter Wurstköder gefunden worden. Die Aufnahme eines solchen Köders durch Hunde und Freigängerkatzen kann zu lebensbedrohenden Verletzungen führen. Der Fachdienst Veterinärwesen- und Verbraucherschutz der Kreisverwaltung weist darauf hin, „dass die Zufügung erheblicher Schmerzen oder Leiden bei einem Tier oder das Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund unter gegebenen Voraussetzungen eine Straftat darstellt, die mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden kann“.

Ratten werden durch Fütterung angelockt

Noch einmal zurück zur Klosterwiese: Ein Facebooknutzer stellt die Frage, ob nicht möglicherweise Gift für Ratten ausgelegt worden sei? Letztere werden tatsächlich immer mehr zum Problem in der Klosterwiese, sagte Ingo Woyczeszik. Der Grund: Spaziergänger füttern seit längerer Zeit regelmäßig einen Nutria, der sich im Bereich des Teiches tummelt, andere versorgen die Enten mit Futter. Das habe dazu geführt, dass dort verstärkt Ratten auftreten, so der Ordnungsamtschef. Ratten seien bequeme Tiere, „und wenn sie am Klosterteich ausreichend Nahrung finden, dann vermehren sie sich entsprechend.“ Aus diesem Grunde sein dringender Appell, das Füttern unbedingt zu unterlassen. Darauf habe man mit einem Schild aufmerksam gemacht, so Ingo Woyczeszik. Doch das sei im September von Unbekannten abgebaut worden, man habe es ersetzen müssen. Selbst dann, wenn man versuchen würde, Ratten mit Lebendfallen zu fangen, würde das das Problem nicht lösen, macht Woyczeszik deutlich. Wenn sich die Ratten nicht weiter vermehren sollen, müsse das Füttern aufhören. Wie Birte Buchin, die täglich mit ihrem Hund in der Klosterwiese unterwegs ist, berichtet, habe sie Ratten bereits dabei beobachten können, wie sie sich auch auf den am Teich stehenden Sitzbänken tummeln.

Immer mehr Füchse in der Stadt unterwegs

Offenbar fühlen sich auch immer mehr Füchse in Ribnitz-Damgarten wohl, weil sie an vielen Stellen einen reich gedeckten Tisch vorfinden. Stadtförster Falk Fleischer: „Ich bekomme immer öfter Anrufe von Einwohnern, die mir davon berichten, dass sie einen Fuchs in der Stadt gesehen haben, so zum Beispiel in der Ribnitzer Siedlung oder auch im Umfeld des Finanzamtes.“ Er führt das darauf zurück, dass auch für Füchse der Tisch reich gedeckt ist. Dazu gehören unter anderem Katzen- oder Hundefutter auf der Terrasse oder auch fressbare Abfälle auf dem Komposthaufen. Der Stadtförster macht klar: Man könne Füchse nicht aus der Stadt völlig verbannen, sie seien Teil dieses Lebensraumes, aber man sollte ihre Vermehrung und Ausbreitung nicht befördern, indem man sie ganz bewusst füttert oder achtlos Essensreste so entsorgt, dass sie für die Tiere zugänglich sind.

Edwin Sternkiker

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