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Glawe verspricht 1,8 Millionen Euro

Bad Sülze Glawe verspricht 1,8 Millionen Euro

Neue Hoffnung für die Sanierung der Grundschule in Bad Sülze? Das Bildungsministerium tritt auf die Bremse.

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Die Grundschule in Bad Sülze ist sanierungsbedürftig.

Quelle: Robert Niemeyer

Bad Sülze. Die Zukunft der Grundschule in Bad Sülze (Vorpommern-Rügen) bleibt weiter offen. Auf Nachfrage beim Bildungsministerium hat sich am aktuellen Stand nicht viel geändert. Noch immer hängt das Bestehen der Schule von den Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung ab, die derzeit erstellt werden. Gleichwohl macht das Wirtschaftsministerium Druck. „Wenn das Bildungsministerium 2,2 Millionen Euro gibt, dann gebe ich 1,8 Millionen Euro“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) jüngst beim Bad Sülzer Neujahrsempfang. Aufbrandender Applaus, ein breites Lächeln im Gesicht von Bürgermeisterin Doris Schmutzer. Glawe machte Bad Sülze Hoffnung darauf, dass die marode Grundschule doch noch gerettet werden kann.

Vier Millionen Euro Gesamtvolumen

Vier Millionen Euro stehen für das Gesamtprojekt im Raum. „Wenn die Schule kommt, dann geben wir das Geld für den Hort“, ließ Glawe über seinen Ministeriumssprecher Gunnar Bauer später präzisieren. „Damit die Betreuung der Kinder gesichert werden kann.“ Dies sei auch ein Beitrag zur Sicherung des Grundschulstandortes sowie für die Stärkung des ländlichen Raumes. Glawe sei vom schlechten baulichen Zustand der Schule schwer beeindruckt gewesen. Deshalb müsse etwas getan werden, zumal Bad Sülze auch Bundeswehrstandort ist „Insofern ist es wichtig, dass auch der Nachwuchs der Soldatinnen und Soldaten zur Schule gehen kann“, so Bauer.

Glawe verwies in seiner Rede in Bad Sülze auf eine sogenannte Vorhabenliste des Bildungsministeriums. Die Bad Sülzer Schule sei dort mit einem Investitionsvolumen von 2,2 Millionen Euro aufgeführt. Eine solche eigene Liste des Ministeriums gebe es nicht, teilte Henning Lipski, Sprecher des Bildungsministeriums mit. Vielmehr handele es sich dabei um die Liste einer interministeriellen Koordinierungsgruppe „unter Beteiligung des Finanzministeriums, des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, des Ministeriums für Inneres und Europa, des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung und des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt“. Diese Liste beinhalte alle vorliegenden Vorhaben zur Verbesserung der Schulinfrastruktur und werde regelmäßig fortgeschrieben. Allerdings sage das Vorkommen der Schule in dieser Liste noch nichts darüber aus, ob die Sanierung bzw. ein Neubau auch gefördert wird.

Knackpunkt: Die Entwicklung der Schülerzahlen

Darüber hinaus reiche das Bildungsministerium selbst keine Fördermittel aus. Die Koordinierungsgruppe entscheide einvernehmlich über die Auswahl der zu fördernden Projekte. Und daher spielen nach wie vor andere Kriterien eine Rolle. „Angesichts der für das Land M-V zuletzt 2011 prognostizierten demografischen Entwicklung besteht nicht die erforderliche Sicherheit, dass die geplanten Investitionen auch noch in der Zeit nach 2030 förderfähig wären“, heißt es deshalb nach wie vor aus dem Bildungsministerium zum Thema Bad Sülze. Deshalb seien zunächst die Daten der neuen Bevölkerungsprognose abzuwarten, „um eine langfristige Entscheidung im Rahmen der Förderfähigkeit von Investitionsvorhaben treffen zu können“.

„Bad Sülze braucht die neue Schule“, sagt Bürgermeisterin Dr. Doris Schmutzer. Die Einwohnerzahlen der Dahlienstadt hätten sich zuletzt stabilisiert. Die Schülerzahlen allerdings schwanken. Derzeit besuchen 95 Kinder die Grundschule. Zwischen 95 und 100 Kindern sind es aufgrund von Weg- und Zuzügen im Schuljahr. Aktuell gibt es zwei erste Klassen mit insgesamt 30 Mädchen und Jungen. Für das nächste Schuljahr sind bislang 24 Kinder zur Einschulung angemeldet.

Niemeyer Robert

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