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Glocken aus dem Ruhrpott läuten nun in Kölzow

Glocken Glocken aus dem Ruhrpott läuten nun in Kölzow

Die Kirchgemeinde übernimmt ein Geläut aus abgerissener Kirche in Gladbeck.

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Jetzt Denkmal: Die alten Gussstahlgocken bleiben in K�lzow.

Kölzow Die Glocken der Kölzower Feldsteinkirche — seit Januar schweigen sie. Ob zum Gottesdienst, bei Taufen, Trauungen, für das Sterbegeläut und bei Beerdigungen oder zum Einläuten des Sonntags — die 90 Jahre alten Glocken lassen sich nicht mehr läuten. „Die drei Eisenhartgussglocken waren stark geschädigt“, erklärt Sebastian Teitz, Vorsitzender des Fördervereins zum Erhalt der Dorfkirche Kölzow.

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Jetzt Denkmal: Die alten Gussstahlgocken bleiben in K�lzow.

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Claus Peter ist ehrenamtlicher Glockensachverständiger und in dieser Mission im ganzen Land unterwegs. Er hat die Kölzower Kirchenglocken unlängst unter die Lupe genommen und den schlechten Zustand festgestellt. „Sie hatten von vornherein nicht die beste Gussqualität und das Maximum ihrer Lebensdauer mittlerweile erreicht“, sagt Pastorin Petra Bockentin.

Es half nichts, trotz all der Kosten für die seit 2007 laufende Sanierung der Kirche musste das Geläut ersetzt werden.

Claus Peter konnte den Kölzowern ein gebrauchtes Geläut vermitteln. Der Sachverständige stammt aus Nordrhein-Westfalen. Dort, mitten im Ruhrgebiet, musste die Gladbecker Versöhnungskirche abgerissen werden. Aber das Geläut dieser Kirche war noch in sehr gutem Zustand und könnte noch viele, viele Jahre seinen Zweck erfüllen. „Dieses Geläut ist aus Bronze“, erklärt Sebastian Teitz. Und im Vergleich zu Eisenhartgussglocken würden Bronzeglocken mehrere hundert Jahre Lebensdauer bescheinigt.

Die älteste und zugleich mittelgroße der drei Glocken aus Gladbeck ist 1966 gegossen worden, die kleine 1973 und die große 1975. In der vergangenen Woche ist mit dem Einbau begonnen worden. Am Donnerstag will die Grimmener Firma die Arbeiten abschließen.

Die neuen Glocken sind etwas kleiner und klingen heller. Sebastian Teitz und Petra Bockentin haben sie schon gehört. Nur ein einziges Mal. „Das war beim Probeläuten“, berichtet Sebastian Teitz. „Sie klingen anders, aber schön“, beschreibt es Petra Bockentin.

Am Sonntag werden die neuen Kölzower Glocken erstmals offiziell läuten. Dann wird ihre Einweihung in der Kirche gefeiert.

Das Beschaffen und der Einbau des Geläuts wird der Kirchgemeinde etwa 17 000 Euro kosten. Der Förderverein hat eine Spendenaktion initiiert.

Die alten Glocken haben jetzt vor der Kirche ihren Platz erhalten. Sie sollen als Denkmal bleiben. „Immerhin haben sie uns neun Jahrzehnte begleitet“, sagt Pastorin Bockentin.

Spenden: Konto: 100 107 850, Sparkasse Vorpommern, Blz: 150 50 500

Einweihung: Sonntag, 10 Uhr, musikalischer Gottesdienst, Kirche Kölzow

Trio aus Gussstahl brachte es auf 90 Jahre
Erstmals ist während des Dreißigjährigen Krieges von drei Glocken die Rede.

1758 hingen im Turm eine große und kleine Glocke.

1768 war die größere der beiden Glocken geborsten. Sie wurde in Rostock neu gegossen.

1811 war nur noch die kleine Bronzeglocke brauchbar.

1865 wurde die große Glocke umgegossen.

1917 musste die große Glocke für die Produktion von Waffen abgeliefert werden.

1923 wurden drei neue Gussstahlglocken gegossen. Für den Zweiten Weltkrieg brauchten sie nicht abgegeben werden.

Der letzte Glockenklang vor dem Ausbau des Geläuts im Januar 2013

ist im Internet verewigt:

www.kirche-koelzow.de

Sie klingen anders, aber schön.“Petra Bockentin,

Pastorin in Kölzow

Detlef Lübcke

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Kölzow
Die alten Gussstahlglocken bleiben der Gemeinde Kölzow als Denkmal erhalten.

Die Gemeinde in Kölzow (Kreis Vorpommern-Rügen) hat ein Dreiergeläut aus einer abgerissenen Kirche aus dem Ruhrgebiet übernommen.

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