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Greenpeace entert Ozeaneums-Fassade

Stralsund Greenpeace entert Ozeaneums-Fassade

Beluga-Besatzung gratuliert Museum zum fünften Geburtstag. Als neue Attraktion sind Kaltwasserkorallen avisiert.

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Beliebtes Fotomotiv ist die Pinguin-Felsenanlage.

Stralsund. „Immer in Bewegung. So wie wir“, sagt Angela Pieske mit einem Lachen und zeigt auf das große, grüne Banner, dass am Ozeaneum im Wind flattert. „Herzlichen Glückwunsch!

Weiter so!“ ist dort das ganze Wochenende zu lesen. Mutige Greenpeace-Kletterer brachten das Transparent gestern an der Fassade des Museums an. Das ganze Wochenende steht noch im Zeichen des fünften Geburtstags des Ozeaneums.

Absoluter Besuchermagnet ist die von der Umweltschutzorganisation initiierte Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“. Projektleiterin Angela Pieske schaut gern auf die letzten fünf Jahre zurück. „Wir konnten die Ausstellung weiter entwickeln. Mittlerweile hängen acht tonnenschwere Modelle, Wale und Riesenfische in Originalgröße von der 18 Meter hohen Decke.“ Persönlicher Höhepunkt ist für die 49-Jährige die multimediale Inszenierung mit Licht und Geräuschen aus der Meereswelt. „Da erwachen die Exponate für zehn Minuten zum Leben“, findet sie.

Die enge Kooperation mit dem Ozeaneum hat zur Folge, dass Greenpeace in viele Entscheidungen mit eingebunden ist. Bei baulichen Fragen, wenn es um Fische geht, die in den Aquarien aufgenommen werden sollen oder beim gastronomischen Angebot. „Das ist nicht immer leicht, aber die Leute wissen, wo Greenpeace drauf steht, muss es auch drin sein“, ist Angela Pieske überzeugt.

Die Tiere sind das Stichwort für Nicole Kube, Fachbereichsleiterin der Aquarien. „Gerade die Anfangszeit war für uns nicht ganz einfach“, erinnert sich die 36-Jährige. Fische aus dem Kaltwasserbereich zu bekommen, sei nicht einfach. „Wir mussten uns zunächst ein eigenes Netzwerk aufbauen oder eben selbst Tauchexpeditionen starten. Doch jetzt sind wir mit den 45 Schaubecken mit rund 7000 Tieren aus Ost- und Nordsee und dem Nordatlantik gut aufgestellt.“ Trotz allem ist ein nächster Coup geplant. „Wir erwarten noch Kaltwasserkorallen und Rotbarsche aus Norwegen“, freut sich Nicole Kube.

Zum Geburtstag machte gestern auch die „Beluga II“, das nationale Aktionsschiff von Greenpeace, fest. Bis zum Sonntag ist auf dem in Wolgast gebauten Küsten- und Flussschiff Open ship. Mit 33,30

Meter Länge und 6,20 Meter Breite bietet die „Beluga II“, die das erste direkt für Greenpeace gebaute Schiff ist, Platz für zwölf Mann Besatzung.

Das ganze Wochenende geht es rund am Ozeaneum, gibt es zahlreiche Geburtstagsaktionen. Kostenfreie Führungen, Vorträge, Musik und vor allem Mitmach-Aktionen für die Jüngsten gehören dazu. Dabei sein wird auch Walfred, das kuschelige Maskottchen des Ozeaneums — den gibt‘s am Wochenende übrigens auch in einer leckeren Marzipan-Version.

 

Miriam Weber und Yusuf Rieger

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