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Ribnitz-Damgarten Hafen Ribnitz: Stadt sucht für „Filetstück“ Investor
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Hafen Ribnitz: Stadt sucht für „Filetstück“ Investor
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00:00 13.08.2018
Die Bootshalle auf dem ehemaligen Marina-Gelände am Ribnitzer Hafen. Die Stadt plant, sie 2019 abzureißen. Quelle: Fotos: Edwin Sternkiker
Ribnitz-Damgarten

Das Gelände zwischen Slip-Anlage, Straße Am See und Stadtgraben am Ribnitzer Hafen gilt unter den Baugrundstücken der Bernsteinstadt als Filetstück. Eigentlich müssten sich Investoren die Finger danach lecken. Tun sie aber nicht. Bei der Vermarktung ist man bisher kein Stück vorangekommen. Zuletzt hat die Stadt im vergangenen Jahr auf der Expo Real in München versucht, für das Areal Interesse zu wecken. Vergebens. Mit dem für 2019 geplanten Abriss der alten Bootshalle kommt nun wieder Schwung in die Diskussion.

2019 soll die alte Bootshalle abgerissen werden / Damit steht erneut die Frage auf der Tagesordnung, wie das Gelände genutzt werden soll

Erst im Mai dieses Jahres hatte die Fraktion SPD/Grüne in der Sitzung der Stadtvertreter den Antrag gestellt, den für diesen Bereich seit etlichen Jahren existierenden Bebauungsplan zu ändern, um dieses Gebiet attraktiver gestalten und erfolgreich vermarkten zu können. Dabei orientiert sich die Fraktion am Hafen Barth, wo „dies sehr erfolgreich geschehen ist“: Bebauung im Erdgeschoss mit Gastronomie (Restaurant, Eisdiele, Cafè o.ä.) und darüber (Ferien-)Wohnungen. Einem Vorschlag von Bauamtschef Heiko Körner folgend soll das Thema zunächst intensiv im Ausschuss für Stadt- und Ortsteilentwicklung, Bau und Wirtschaft diskutiert werden. Dessen Vorsitzender, Manfred Widuckel (CDU/FDP-Fraktion), verweist darauf, dass das Thema Ribnitzer Hafen in den Sitzungen des Bauausschusses bisher in unregelmäßgen Abständen behandelt worden sei, künftig solle es in jeder Sitzung auf die Tagesordnung kommen, kündigte er an. Widuckel: „Alle Fraktionen sind aufgerufen, sich Gedanken zu machen, wo wir hinwollen am Hafen.“ Aus seiner Sicht könne der für 2019 angepeilte Abriss der alten Bootshalle einen Schub für die Diskussion bringen und ein „starkes Signal“ für Investoren sein.

Der Vorsitzende des Bauausschusses sagte weiter, dass es bei den Vorschlägen, wie das Gelände genutzt werden könnte, keine Tabus geben dürfe, man sollte in alle Richtungen denken. Von Wohnbebauung, Hotel und Appartements bis hin zu Miet- oder Ferienwohnungen sei alles vorstellbar. Auch Gastronomie müsse eine Rolle spielen. Um dem Charakter des Areals gerecht zu werden, müssten zum Gesamtkonzept für die Entwicklung dieses Gebietes auch Service-Angebote für Segler gehören, ebenso ein Büro für den Hafenmeister. „Wir müssen auf Investoren zugehen. Am Ende der Diskussion muss ein Konzept stehen, das für die nächsten Jahrzehnte Bestand hat, denn die Stadt kann dieses top gelegene Areal nur einmal vergeben.“ Widuckel lädt ausdrücklich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu ein, an den öffentlichen Sitzungen des Bauausschusses teilzunehmen und sich dort mit ihren Ideen einzubringen. „Wir müssen endlich vorankommen, noch einmal so viele Jahre verstreichen zu lassen, können wir uns einfach nicht leisten.“

Bereits 2010 plante ein Investor den Bau eines Hotels, eines Restaurants, eines Eiscafés und von Wohnungen sowie Ferienwohnungen. Doch daraus wurde nichts. Denn weder bei Stadtverwaltung noch im Bauausschuss stießen die Vorstellungen des Investors auf Zustimmung. Auch mit den daraufhin überarbeiteten Vorstellungen fand er keinen Gefallen: „Zu einfallslos und für den Standort ungeeignet“, hieß es damals. Ein weiterer Anlauf wurde dann ein paar Jahre später mit dem „Haus des Gastes“ unternommen. Doch auch dieses Millionen-Projekt wurde schließlich ad acta gelegt.

Edwin Sternkiker

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