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Ribnitz-Damgarten „Haus der kleinen Forscher“ ließ Brauserakete steigen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten „Haus der kleinen Forscher“ ließ Brauserakete steigen
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00:05 10.02.2018
Wirbel in Flaschen: Die kleinen Forscher Liz, Oskar, Moritz und Anton beim Experimentieren. Quelle: Foto: Susanne Retzlaff
Zingst

Natürlich haben die rund 160 Muschelsucher aus Krippe, Kindergarten und Hort ihre Forschungsarbeiten bereits geschmeidig in den Zingster Kita-Alltag integriert.

Ein Jahr nach Zertifizierung der Einrichtung zum „Haus der kleinen Forscher“ werden dort Kristalle gezüchtet, regelmäßig Wetter- und Alltagsphänomene besprochen. Sogar die Allerkleinsten experimentieren schon mit Schnuller und Schwerkraft.

Einmal im Jahr aber wird das „große Besteck“ ausgepackt und im ganzen Haus experimentieren Gruppen. So wie jetzt auch wieder. Louisa (3) krempelte mit Helene, Klara, Lucy, Willi, Willy, Matti und Louie (je 4) im Waschraum die Ärmel hoch. Sie testeten die Fall- und Fließeigenschaften des Wassers.

„Lucy, rein damit!“, forderten die Jungen auf, das Schlauchsystem zu füllen und bestätigten damit eine Beobachtung von Gruppenerzieherin Cordula Estel, mit Angelika Schulz sozusagen Forschungsbeauftragte der Kita: „Mädchen schütten eher, Jungen konstruieren.“ Nach spritzigen Erfahrungen mit Bechern und Trichtern griff der Nachwuchs freiwillig und unaufgefordert zum Tuch, um die Ergebnisse aufzuwischen und „Alle meine Entchen“ anzustimmen. Nebenan tanzten Rosinen im Glas Sprudel wie Schmetterlinge. Und Liz brachte mit ihren schicken Wirbeln in der Wasserflasche Oscar, Moritz und Anton zum Staunen. Schnell hatte Lucy den richtigen Dreh raus, mit dem man Murmeln auf Tellern kreiseln lässt, später sollte Knetmasse die Kugeln in bunte Bahnen lenken.

„Ist ein besonderer Wind dazwischen?“ Die Hortkinder beschäftigten sich mit Magnetismus und bildeten Stromkreise, bis es klingelte, der Ventilator durchdrehte und allen ein Licht aufging. „Den E-Kasten hat der Weihnachtsmann gebracht, übrigens interessieren sich immer mehr Mädchen dafür“, registrierte Einrichtungsleiterin Jana Sekulla erfreut. Ein gemeinsames Lied und „Action“ im Turnraum beschlossen die vormittäglichen Forschungsarbeiten. Eine Brausetablette überraschte mit Knalleffekt und die Startschwierigkeiten der Teebeutelrakete warfen neue Zukunftsfragen auf.

„Jedes Kind macht beim Experimentieren seine eigenen Erfahrungen“, fasst Cordula Estel zusammen, „nun lassen wir die Ergebnisse sacken, dann werden sie besprochen. Richtige Wissenschaft ist ja nicht unsere Aufgabe, wir schulen Wahrnehmung und Beobachtungsgabe. Sprudel kann man nicht nur sehen, sondern auch hören und fühlen.“

Susanne Retzlaff

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