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Heimspiel für den neuen König

Löbnitz Heimspiel für den neuen König

Der Löbnitzer Erich Masuch knackte am Sonnabend das Kreuz der Barther Amtstonne.

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Steffen Rütz vom Tonnenbund Barth wurde am Sonnabend in Löbnitz Amtsbodenkönig.

Quelle: Susanne Retzlaff

Löbnitz. Da hatte Vorreiter Erich Masuch am Sonnabendnachmittag einen Grund mehr, mit der Sonne um die Wette zu strahlen. Als Gastgeber des Barther Amtsentscheides im Tonnenabschlagen die Nummer 1 in der Arena, durfte er Maß nehmen für alle Anwärter auf die drei Königstitel.

Der Tonnenbund Spoldershagen war mit acht Hoffnungsträgern nach Redebas gereist, unter ihnen alle drei Amtsmajestäten, deren letztes Stündlein die anderen Reiter mit kräftigen Keulen-Schlägen einzuläuten gedachten. Je fünf Reiter schickten der Reit- und Fahrverein Saal sowie die Tonnenbünde Lüdershagen und Barth. Masuchs Reit- und Fahrverein Löbnitz hatte sechs potenzielle Thronfolger aufgeboten. Amtsvorsteher Christian Haß begrüßte das Publikum, das zum Sportplatz Redebas geströmt war um den Kampf um die Königswürden zu verfolgen.

Kaum eine halbe Stunde war vergangen, da stand Steffen Rütz (Tonnenbund Barth) als neuer Barther Amtsbodenkönig fest. Auf seinem Warmblutwallach Jury aus Mecklenburger Zucht wurde der 33-Jährige bereits Stäbenkönig seines Tonnenbundes Barth. Lüdershagens Stäbenkönig Günther Behning (47) hatte seine Mecklenburgerin Resi gesattelt und geschmückt. In Löbnitz bestätigte er seine Form mit dem Titel des Amtsstäbenkönigs. Und während sich die Kleinsten auf der Hüpfburg hoch hinaus katapultierten, nutzten die größeren Zuschauer noch einmal die Gelegenheit, süß zu sündigen. 42 Torten und Kuchen hatten die Frauen der Gemeinde gebacken, verriet Silke Maybauer, der Erlös wird für die Weihnachtsfeier der Rentner verwendet. Das sportlich-spaßig-spannende Spektakel wurde von Hartmut Kühl fachkundig moderierte. Vorreiter Masuch, holte einmal mehr auf der Mecklenburger Warmblutstute Rani mit der Keule aus. „Ich habe erst gar nicht so mitgekriegt, erst am Jubel hab ich gemerkt, was passiert ist,“ gesteht der 65-jährige Senior nach seinem Sieg. „Es ist einfach nur toll, zu Hause König und sogar Amtstonnenkönig zu werden, vor heimischem Publikum“, so Masuch, Reit und Fahrverein Löbnitz.

Bereits am Freitagabend waren die Damen mit dem Radl da. 42 Frauen der Vereine in Barth, Saal, Divitz, Langenhanshagen, Löbnitz, Lüdershagen, Kenz und Spoldershagen schwangen sich auf ihre Stahlrösser, um die Königinnen des Amtes Barth zu ermitteln. Anja Möller (Spoldershagen-Martenshagen) brachte den Boden zum Einsturz, nun ist sie nicht nur Bodenkönigin ihres Vereins, sondern des ganzen Amtes. Unter den Hieben von Steffi Koltermann (Langenhanshagen) barsten die letzten Bretter, sie errang den Titel der Amtsstäbenkönigin und Jana Kloss wurde Amtstonnenkönigin.

 

Susanne Retzlaff

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