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Iga-Park: Kassenhäuschen sollen bald für immer schließen

Rostock Iga-Park: Kassenhäuschen sollen bald für immer schließen

Zum zehnjährigen Bestehen des Geländes in Schmarl gibt es einige Ideen zur Umgestaltung. Rostocker können sich online beteiligen.

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Eintritt frei: Die Kassenhäuschen am Iga-Park, wie hier in Dorf Schmarl, könnten bald für immer geschlossen bleiben.

Quelle: Karsten Wilke

Rostock. Freier Eintritt, neue Gestaltung, Gastronomie und ein modernes Technikmuseum als Herzstück: So könnte sich das Iga-Gelände bald den Besuchern präsentieren. So zumindest stellte die Iga-Aufsichtsratsvorsitzende Karina Jens gestern die Zukunft des Parks an der Warnow vor. Die Hansestädter erhalten im Internet die Gelegenheit, an der Neugestaltung mitzuwirken.

Zehn Jahre nach der Internationalen Gartenschau könnten Zäune um und Eintrittskarten für das Iga—Gelände bald der Vergangenheit angehören. „Bisher waren Zäune und Kassen aus steuerlichen Gründen notwendig“, sagte Bürgerschaftspräsidentin Jens. Der Iga-Park habe zehn Jahre als wirtschaftliches Unternehmen geführt werden müssen. „Im Mai läuft diese Steuerfrist ab. Dann kann die Bürgerschaft entscheiden, ob weiterhin Eintritt verlangt wird“, so Karina Jens. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bürgerschaft beschlossen, ein Entwicklungskonzept für das Gelände erstellen zu lassen.

90 000 Euro sind für dieses für Konzept eingeplant. Aus ersten Vorstellungen von 14 Arbeitsgemeinschaften, die sich unter anderem aus Landschaftsarchitekten und Marketinexperten zusammensetzen, hat sich eine Jury aus Stadt und städtischer Iga-Gesellschaft nun für eines entschieden. Dennoch sollen die Rostocker Einfluss auf die Neugestaltung ihres Parks bekommen. Auf der Internetseite des Iga-Parks können sie ab heute unter der Rubrik Parkentwicklung den aktuellen Stand der Planungsarbeiten sehen und bis August selber Ideen und Vorschläge einbringen. Fest steht, dass das Traditionsschiff auch in Zukunft ein zentrale Rolle im Park behalten soll. „Seit Anfang an ist geplant, dass die maritimen Aspekte weiterentwickelt werden sollen“, so Jens. Eventuell soll gar ein neuer, landseitiger Bau zum Museum entstehen. „Mit 25 000 Besuchern pro Jahr liegt das Traditionsschiff bei den kleineren technischen Museen im oberen Drittel. Das ist nicht so schlecht“, sagte Jens. Ein potentieller Platz für eine Museumserweiterung sei schon skizziert.

Desweiteren soll die Societät maritim in der August-Bebel-Straße künftig Platz für das kulturhistorische Museum machen. „Die derzeitigen musealen Exponate werden nicht auf Dauer dort zu sehen sein“, so Jens. Ein Bau am Traditionsschiff könnte Abhilfe schaffen.

Auch das Warnowufer des Parks soll weiter entwickelt werden. So könnte sich Gastronomie am Iga—Strand ansiedeln. „80 000 Rostocker wohnen rund um den Park, das ist ein riesiges Potential“, sagte Jens. Und einige Wohnungen könnten noch hinzukommen, wenn es nach den ersten Entwürfen und Vorstellungen der Arbeitsgruppe geht. „Es könnte einen neuen Wohnstandort im Dorf Schmarl an den Nationengärten geben“, erläuterte Jens. Sicher sei aber nur eines: Teile des Parks würden in jedem Fall für die Bürger gänzlich frei zugänglich.

„Es gilt aber abzuwägen, wie teuer es wird“, sagte Iga-Geschäftsführer Jörg Vogt. Defizite lägen beim Iga-Gelände in der Natur der Sache. Der bisherige Eintritt sei eher Vandalismusschutz als Refinanzierung. Mit der Umgestaltung wollen Park und Stadt bis zum Stadtjubiläum 2018 fertig werden.

Das Gelände
Zwischen 1997 und 2003 wurde auf rund 100 Hektar das Areal der Internationalen Gartenbauausstellung (Iga) 2003 errichtet. Nach der Gartenbauausstellung wurde der Park in Schmarl öffentlich zugänglich gemacht. Der Eintrittspreis beträgt derzeit einen Euro. Auf der Freilichtbühne, aber auch in der in der Messehalle und im Weidendom, finden viele Veranstaltungen statt. Das Traditionsschiff vom Typ „Frieden“ mit dem Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum an Bord wirdjährlich von rund 25 000 Gästen besucht.

Karsten Wilke

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