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Ribnitz-Damgarten Im Streit um den Sandhaufen gibt Bürgermeister nach
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Im Streit um den Sandhaufen gibt Bürgermeister nach
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00:00 23.04.2013
Auch auf einem Grundst�ck an der H�lsenstra�e wurde Baggergut abgekippt und zwischenzeitlich glattgezogen. Quelle: Timo Richter
Prerow

Die neue „Düne“ vor der Haustür Prerows macht sich langsam auf den Weg aufs Nachbargrundstück. Dort fürchtet Henry Schulz bereits das Absterben der Hecke, die allmählich unter dem Straßenmaterial versinkt, das auf dem gemeindeeigenen Grundstück lagert. Die dort geplante „Düne“ als neuer Ortseingang hat sich inzwischen zu einer Wanderdüne entwickelt, die bereits zahlreiche Medien in ganz Deutschland erreicht hat. Das ist Henry Schulz eigentlich egal, er will Sand und Staub nicht länger vor seiner Haustür haben. Auf die Hilfe seitens des Ordnungsamtes im Amt Darß/Fischland hofft er vergebens. Mit Verweis auf die Kreisverwaltung erklärte sich das Amt für nicht zuständig in der Frage.

Aufgrund der aufgeregten Diskussion um die Umgestaltung des Ortseinganges ist Bürgermeister Andreas Meller (57, fraktionslos) nun von seinem Kurs abgewichen. Sämtliches Material wird abgefahren und auf dem Schotterplatz bei Wieck gesiebt. Dann erfolgt eine weitere Beprobung des Straßenaushubs. Sollten die Ergebnisse unbedenklich sein — und davon geht der Prerower Bürgermeister aus — landet das Material wieder auf dem Grundstück an der Einmündung des Wiecker Weges auf die L 21. Für die Neugestaltung des Ortseinganges, dort soll eine gut vier Meter hohe, sichelförmige „Düne“ mit lockerer Bepflanzung entstehen, will Andreas Meller den Straßenaushub verwenden, weil das viel günstiger sei, als das Material zu entsorgen und neuen Sand anzukarren.

Für das umstrittene Vorhaben existiert eine Baugenehmigung. Allerdings monieren Bündnis-Grüne und die Fraktion „Rettet Prerow“ eine mangelnde Qualität des Baumaterials. Im Grunde genommen dürfe nur Strandsand für die „Düne“ Verwendung finden. In einem Gespräch mit Vertretern der Landkreisverwaltung will Andres Meller nun noch die Modalitäten für den Einbau des Bodens als Kern der „Düne“

ausloten.

Auch anderenorts in Prerow ist in den vergangenen Tagen lastwagenweise Bodenaushub abgekippt worden, etwa auf dem Ruinengrundstück an der Hülsenstraße. Weniger als 300 Kubikmeter Aushub können laut Meller ohne Genehmigungsverfahren abgekippt werden. Das Material dort wurde inzwischen glattgezogen, mögliche Bauschuttrückstände werden abgesammelt. Über die Herkunft einer weiteren Aufschüttung am Ende der Grünen Straße konnte Meller keine Erklärung machen.

In den nächsten Tagen wird sämtliches Material abge- fahren und dann gesiebt.“Andreas Meller (57), Prerower Bürgermeister

Timo Richter

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