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Kämpferische Ribnitzer bieten späterem Pokalsieger Paroli

Ribnhv Kämpferische Ribnitzer bieten späterem Pokalsieger Paroli

Die Handballer des RHV müssen sich im Halbfinale des Landespokals dem Oberligisten HSV Peenetal Loitz vor rund 300 Zuschauern geschlagen geben.

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Sebastian Nucklies (r.) erzielte am Sonntag f�nf Tore. Doch es reichte nicht zum Weiterkommen ins Finale.

Quelle: Gerd Schramm

HandballAls faire Verlierer zeigten sich am Sonntag die Handballer des Ribnitzer HV (RHV). Sie mussten sich im Halbfinale des Landespokals dem gastgebenden HSV Peenetal Loitz mit 29:35 (14:17) geschlagen geben. Bitter: Die Loitzer ließen nicht ihre Verbandsliga-Truppe, die sich für diese Runde qualifiziert hatte, sondern das Viertliga-Team auflaufen. In der Ostsee-Spree-Liga spielen die Loitzer, die mehrere zweit- und drittligaerfahrene Akteure im Aufgebot haben, ganz vorne mit. „Wir wussten, dass es so kommt und können damit leben. Vielleicht sollte man den Modus zur neuen Saison aber überarbeiteten“, schlug RHV-Trainer Thilo Meyer (46) vor. Der Coach war trotz den Ausscheidens voll des Lobes. „Die Jungs haben sich nicht abschlachten lassen, sondern bis zum Ende voll dagegen gehalten“, betonte Meyer.

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Sebastian Nucklies (r.) erzielte am Sonntag f�nf Tore. Doch es reichte nicht zum Weiterkommen ins Finale.

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Bis zum 3:3 (8.) blieben die Ribnitzer ganz nah dran. Dann trafen die Hausherren vor rund 300 Zuschauern in der Peenetalhalle Loitz sieben Mal hintereinander. Besonders die Loitzer Rückraumspieler Thomas Sanftleben (10 Tore) und Torsten Schilk (11 Tore), beide ehemals HC Empor Rostock, bekamen die Bernsteinstädter nicht in den Griff. „Das war am Ende ausschlaggebend“, analysierte RHV-Vorstand Stefan Stuht (41).

Trotz der schier aussichtslosen Aufgabe steckten die Ribnitzer nicht auf. Von allen Positionen beschworen sie Torgefahr herauf, erspielten sich klare Torchancen. Beste Werfer waren Sebastian Nucklies und Stefan Gagern mit je fünf Treffern. Mitte der ersten Hälfte war der Außenseiter wieder auf Tuchfühlung, 8:11 (19.). Beim Drei-Tore-Rückstand blieb es bis zur Pause. Gleich nach Wiederbeginn verkürzte der RHV auf 15:17. Doch dann zogen die Loitzer kurz an und wieder auf 17:22 davon. Danach kontrollierte der HSV das Geschehen und bauten seinen Vorsprung in der Schlussphase weiter aus.

„Die Niederlage geht in Ordnung, dennoch haben wir Loitz die ganze Zeit gefordert. Es hätte eben alles zu 100 Prozent passen müssen, dann wäre vielleicht mehr drin gewesen“, so Stefan Stuht.

Im zweiten Halbfinale setzte sich der HSV Insel Usedom II, der auch einige Akteure aus seinem Drittliga-Kader einsetzte, knapp gegen den SV Warnemünde durch (29:28). Im Finale nutzten die Loitzer ihren Heimvorteil und gewannen mit 40:38. Bezeichnend: Trotz des Gastgeber-Sieges monierten einige Heim-Fans, dass ihr Verein der zweiten Mannschaft kein Vertrauen schenkte.

„Trotzdem war die Stimmung klasse. Es hat Spaß gemacht, vor dieser Kulisse Handball zu spielen“, sagte RHV-Trainer Thilo Meyer und warf schon einen Blick voraus. „Für den Saisonendspurt ist wichtig, dass sich kein Spieler verletzt hat. Immerhin waren wir die einzige Mannschaft im Final Four, die auch noch um die MV-Liga-Meisterschaft mitspielt“, erklärte Meyer.

Besonders gute Stimmung machte der Warnemünder Block. Kein Wunder: Bei den Frauen wurde der SV Warnemünde erstmals in der Vereinsgeschichte Landespokalsieger. Die Siegerpokale wurden vom Loitzer Bürgermeister Michael Sack und vom Präsident des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (HVMV) Wolf-Dieter Schmidt überreicht.

Jonny Hagen, Tobias Kleinecke – Steffen Wiegratz 3/2, Sebastian Nucklies 5, Alexander Sinizki 3, Michael Jacobsen 4, Erik Peters 3, Christoph Rasch 2, Stefan Gagern 5, Christian Wilczek 1, Eric Brandt 3.

Ergebnis-Übersicht
Männer, Halbfinale

Ribnitzer HV — Peenetal Loitz II 29:35

SV Warnemünde — Usedom II 28:29

Finale

Peenetal Loitz II — Usedom II 40:38


Frauen, Halbfinale

SV Warnemünde — SV Crivitz 21:17

Stavenhagen — HSV Grimmen 23:20

Finale

SV Warnemünde — Stavenhagen 19:15

Tommy Bastian

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