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Kampf gegen die Volkskrankheit Nummer eins

Ribnitz-Damgarten Kampf gegen die Volkskrankheit Nummer eins

Boddenkliniken in Ribnitz-Damgarten starten Pilotprojekt zur Diagnose von Diabetes

Ribnitz-Damgarten. Die Boddenkliniken sagen der Volkskrankheit Nummer eins den Kampf an. Mit der neuen Chefärztin der Klinik für Innere Medizin I, Dipl.-Med. Karsta Mehlan, hat das Ribnitz-Damgartener Krankenhaus nach langer Zeit wieder eine Diabetologin. Die 52-Jährige hat unter anderem ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, bei dem bei jedem erwachsenen Patienten, der ins Krankenhaus eingeliefert wird, ein sogenanntes Blutzuckerscreening durchgeführt wird. „Dadurch konnten wir zahlreiche Erstdiagnosen stellen“, sagt Karsta Mehlan. Viele der Patienten, die untersucht wurden, hatten zuvor keine Ahnung davon, dass sie an der Zuckerkrankheit erkrankt sind. Glücklicherweise hatten nur wenige davon bereits Folgeschäden davongetragen.

 

OZ-Bild

Karsta Mehlan (52), neue Chefärztin in den Boddenkliniken.

Darüber hinaus wurde in Zusammenarbeit mit der Diabetesberaterin und der Diabetesassistentin der Boddenkliniken auch ein spezielles Schulungsprogramm für Erkrankte angeboten. „Das Programm war ein bisschen eingeschlafen“, sagt die Chefärztin.

Tendenziell steigen die Diabeteserkrankungen, sagt Karsta Mehlan. Vom sogenannten Diabetes Typ 2, der durch Übergewicht ausgelöst wird, seien immer mehr und auch immer jüngere Menschen betroffen, auch Kinder. „Das ist bedrohlich“, sagt Mehlan. Die Ärztin fordert, dass das Thema gesunde Ernährung in den Schulen in den Lehrplan aufgenommen wird. „Auch die Eltern müssten Vorbilder sein.“

Unterschieden werden im Wesentlichen zwei Arten von Diabetes. Der Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei dem die Insulinproduktion des menschlichen Körpers gestört ist und eher weniger durch einen gesunden Lebensstil beeinflussbar.

Hauptrisikofaktor für Typ-2-Diabetes ist Adipositas, also Fettleibigkeit. Bei Typ-2-Diabetes entwickeln die Körperzellen eine Resistenz gegen das wichtige Insulin. Somit steigt der Blutzuckerspiegel und kann unbehandelt zu Organschädigungen führen. Mittlerweile sei die Krankheit aufgrund von besseren Medikamenten und technischen Neuerungen allerdings immer besser behandelbar. „Das ist ein spannendes Feld, auf dem es vieles Neues gibt“, so Mehlan.

Die 52-Jährige ist seit August vergangenen Jahres Chefärztin in den Boddenkliniken. Karsta Mehlan ist in Anklam aufgewachsen, studierte Medizin an der Humboldt-Universität in Berlin. In der Bundeshauptstadt machte sie auch ihre Facharztausbildung, anschließend war Mehlan 17 Jahre am DRK-Krankenhaus in Teterow, davon zuletzt fünf Jahre als Chefärztin. Nach der Ausbildung zur Diabetologin in Rostock wechselte sie in die Bodden-Kliniken. „Ich wollte nochmal etwas Neues, eine Stelle, die zu mir passt“, sagt die Medizinerin. Als Chefärztin betreuen sie und ihr Team hier zwei Stationen.

R. Niemeyer

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