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Kein „Klönpott“ mehr in Barth

Barth Kein „Klönpott“ mehr in Barth

Die Talk-Runde zieht in abgespeckter Form nach Rostock um.

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Der „Klönpott“ in Barth: Die Talk-Runde verlässt die Vinetastadt.

Quelle: Susanne Retzlaff

Barth. Es hat sich ausgeklönt. Die Talkshow „Klönpott“, die fünf Jahre lang vom Kunstverein „LandArt“ organisiert wurde, wird nicht mehr in Barth stattfinden. In all den Jahren hatte Bert Preikschat den Hut für die lockere Gesprächsrunde auf. Er finanzierte die Veranstaltung unter dem Dach des Kunstvereins privat, doch jetzt hat er keine Lust mehr auf eine Fortsetzung.

Zu wenig Anerkennung

„Zu wenig Gäste, zu wenig Anerkennung seitens der Zuschauer und der Stadt Barth“, erklärt er und fügt hinzu, dass der „Klönpott“ sich nicht mehr steigern konnte und er sich nicht „ausbluten“ lassen wolle. Knapp hundert Besucher habe er zu den vergangenen Veranstaltungen ins Barther Theater locken können. Dabei gab Preikschat sich immer große Mühe, interessante Gesprächsgäste in die Vinetastadt zu holen. Darunter verschiedene Minister, den Kult-Verbrecher „Dagobert“ oder den Jazz-Musiker Andreas Pasternack. Vor fünf Jahren startete er die Talk-Runde, damals noch im Recknitztalhotel Marlow.

Im kommenden Jahr soll es eine abgespeckte Version des „Klönpotts“ in Rostock geben. Die Gesprächspartner stechen dann mit den Moderatoren auf einem kleinen Boot in See. „Es wird kein Publikum mehr geben, sondern wir werden die Gespräche mit einer kleinen Crew aufnehmen und den Film im Internet präsentieren“, erklärt Preikschat. Etwas enttäuscht wirkt der Vater des „Klönpotts“. „Es gab immer schöne Gedanken und Gespräche unter den Teilnehmern. Aber ich habe das Gefühl, in Barth kräht kein Hahn nach der Veranstaltung. Die Stadt steht nicht hinter dem Projekt, sondern unterstützt lieber das Tanztheater ,Wellentänzer’.“

Interessante Gesprächsrunde

Doch im Barther Rathaus herrscht, wider Preikschats Vermutungen, keine Freude über das plötzliche Ende der Veranstaltung. „Es ist schade um jede kulturelle Veranstaltung, die verlorengeht“, sagt beispielsweise Mario Galepp, Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus und Kultur. Er habe den „Klönpott“ selbst öfter als Gast verfolgt und die interessanten Gesprächsrunden und das Moderatorenduo Martin Schneider und Eva Bauer genossen. Bert Preikschat will sich nun weiterhin auf andere Projekte, wie beispielsweise das Papiertheater um Hein Hannemann, konzentrieren.

Carolin Riemer

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