Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 8 ° heiter

Navigation:
Kinder entdecken das Gold der Küste

Ribnitz-Damgarten Kinder entdecken das Gold der Küste

Das „KinderBernsteinLand“ im Deutschen Bernsteinmuseum erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Voriger Artikel
Briefwahllokal geöffnet
Nächster Artikel
Kranichgeschwister sind nun glücklich vereint

Gudrun Tahn (l.) und Christine Jamm präsentieren die Arbeit des Kunstkindergartens. Fotos (2): Paula Mittermayer

Ribnitz-Damgarten. Ein kleiner Turm aus goldgelbem Bernstein, dazu ein kleiner Fensterrahmen aus dunkelbraunem und eine Wolke aus weißem Bernstein — all das kann auf den filigranen Mosaik-Bildern im Dachgeschoss des Deutschen Bernsteinmuseums bestaunt werden. Das beste daran: Die Künstler sind allesamt Kinder. Im KinderBernsteinLand entstanden innerhalb der letzten zwei Jahre wahre Kunstwerke.

00010i84.jpg

Wird ihrem Namen gerecht: Die Bernsteinstadt strahlt goldgelb. Viele Kinderhände, ob einheimisch oder von auswärts, haben dieses große Mosaik-Bild des Stadtteils Ribnitz gestaltet.

Zur Bildergalerie

„Kinder sollen begreifen“, betont Museumspädagogin Christine Jamm. Durch „Greifen“, also Berühren und Experimentieren mit dem Naturmaterial, sollen die Kinder einen leichteren Zugang zu dem alten Bernstein bekommen. Zuerst können die kleinen Museumsbesucher die Eigenschaften des Bernsteins (er schwimmt und brennt) erleben, danach wird der Stein zum Schmuckstein. Für die großen Mosaik-Bilder haben Christine Jamm und die ehrenamtliche Kunstpädagogin Gudrun Tahn Schablonen aus Plexiglas auf die großen Glasscheiben geklebt. Als eine Art Orientierung, denn die Gestaltung nehmen die Kinder vor.

„Bis zu 70 Kinder hatten wir an den Hochtagen“, berichtet Christine Jamm von dem erfolgreichen Sommer. Gut 500 Kinder zog es in diesem Jahr bisher in das KinderBernsteinLand. Seit 2011 gibt es die interaktive Ausstellung im Deutschen Bernsteinmuseum. „Es kam bei den Besuchern sofort gut an“, erinnert sich die Museumspädagogin. In diesem Jahr konnte das Dachgeschoss für das Kinderland genutzt werden. Das war gut, es bietet genug Platz, entzerrt an Spitzentagen die vielen kleinen Besucher.

Die kleinsten Museumsentdecker können die filigranen Arbeit an den Mosaik-Bildern zwar noch nicht erledigen, sich dafür aber auf eine Reise durch den Bernsteinwald begeben und diesen farblich gestalten. Die größeren Kinder haben die Möglichkeit, die verschiedenen Mosaike zu füllen. Die große schematische Abbildung des Stadtteils Ribnitz erstrahlt schon in vollem Glanz. Auch ein zweites Mosaik-Bild ist fast fertiggestellt. Lediglich dem Zeesboot fehlen noch ein Stück „Segeltuch“ und Kulisse. Aber das Jahr ist noch nicht zu Ende. Die älteren Kinder, denen das kleinteilige Basteln nicht so liegt, können bei einer Wissensrallye Interessantes über den Bernstein erfahren.

Christine Jamm, die sich mit dem Gold der Küste gut auskennt, versteht die Verblüffung vieler Gäste beim ersten Betrachten der Bilder: „Die Meisten finden es faszinierend, dass es den Stein in so vielen verschiedenen Farben gibt.“ Für gewöhnlich kennen viele nur den goldgelben Stein, aber auch weißer Bernstein ist zu sehen, dunkelbrauner, polierter und matt-glänzender Stein. Eine solche Vielfalt wird erst durch das Mosaik so richtig deutlich.

Nicht nur die Besucher, die es nach Ribnitz-Damgarten zieht, sondern auch Einheimische nutzen die Angebote der Museumspädagogin: „Die Anzahl an Schulklassen, Freizeit- und Jugendgruppen ist enorm gestiegen“, vergleicht Christine Jamm mit den Vorjahren: „Die Zusammenarbeit mit anderen Bildungsträgern möchte ich aber noch optimieren.“

Eines der Mosaik-Bilder konnte nun als Leihgabe an die Galerie im Kloster übergeben werden. Die ehrenamtliche Kunstpädagogin Gudrun Tahn hat zusammen mit sieben Kindern im Alter von vier bis neun Jahren aus ihrem Kunstkindergarten das Bild geschaffen. Als Vorlage diente das Werk „Das Tor“ von Lyonel Feininger. Die Konturen wurden auf eine Glasscheibe übertragen und von den künstlerischen Kindern in konzentrierter Arbeit mit vielen kleinen Bernsteinen verziert. Gudrun Tahn ist sichtlich erfreut über die Leihgabe: „Es war uns wichtig, Kinder und Bernstein zusammen zubringen.“

Das Bernsteinmuseum
Das Deutsche Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten feiert im nächsten Jahr sein 60-jähriges Jubiläum und gehört somit seit sechs Dekaden zu den touristischen Highlights der Stadt.

1600 Exponate fasst das Museum. Neben vielen Exponaten aus Natur und Kunsthandwerk zeigt das Museum derzeit eine Sonderausstellung mit Werken des 3. Internationalen Bernsteinkunstpreises. Die angrenzende Bernsteinschleiferei lässt Einblicke in das Handwerk zu.

Das KinderBernsteinLand fasziniert seit 2011 die jungen Museumsbesucher. Die Kinder können sich künstlerisch betätigen.

Geöffnet ist das Bernsteinmuseum von März bis Oktober täglich von 9.30 bis 18 Uhr. November bis Februar: Dienstag bis Sonntag 9.30 bis 17 Uhr.

Die Meisten finden es faszinierend, dass es Bernstein in so vielen verschiedenen Farben gibt.“ Christine Jamm,

Museumspädagogin

 

Paula Mittermayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ribnitz-Damgarten
Verlagshaus Ribnitz-Damgarten

Lange Straße 43/45
18311 Ribnitz-Damgarten

Öffnungszeiten:  
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Robert Niemeyer
Telefon: 0 38 21 / 88 86 39
E-Mail: ribnitz-damgarten@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.