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Ribnitz-Damgarten Kinder mit Schlauchboot auf der Ostsee gekentert
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Kinder mit Schlauchboot auf der Ostsee gekentert
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00:00 18.07.2013
Am Wochenende wurde in Prerow noch geübt, gestern mussten die DLRG-Rettungsschwimmer wirklich retten. Quelle: Paula Mittermayer
Prerow

Dank des beherzten Einschreitens eines Urlaubers blieben zwei Kinder, die gestern mit ihrem Schlauchboot in der Ostsee vor Prerow kenterten, unverletzt. Ein Fünf- und ein 11-Jähriger waren etwa 80 Meter vom Ufer entfernt mit dem kleinen Boot in dem 2,5 Meter tiefen Wasser umgekippt. Da der Jüngere nicht schwimmen konnte, klammerte er sich an seinen Bruder. Ein Urlauber, der in der Nähe war, hielt die Kinder fest, bis das Rettungsboot eintraf.

„Den Eltern kann man keinen Vorwurf machen. Der Vater war in der Nähe, aber er war so erschrocken, dass er nicht handeln konnte“, berichtet Uwe Jahn, Wachleiter am DLRG-Rettungsturm in Prerow. Die Rettungsschwimmer hätten das Kentern vom Strand aus gesehen und sofort gehandelt. „Es dauert allerdings zwei Minuten bis wir vor Ort sind. In einer solchen Situation kann das zur Ewigkeit werden“, sagt Jahn, der das Verhalten des Urlaubers lobt. „Das ist ein positives Beispiel. Jeder sollte sich in seiner Umgebung umschauen und helfen.“ Die Kinder wurden noch am Strand von einem Arzt untersucht. „Sie waren unverletzt, aber sie standen unter Schock“, erklärt Uwe Jahn.

Der Wachleiter warnt, kleine Schlauchboote nicht zu unterschätzen. „Sie sind sehr leicht und können schnell umkippen. Mir wäre es am liebsten, wenn Badegäste ganz darauf verzichten würden. Aber man kann sie natürlich nicht verbieten.“ Er rät Eltern zur außerordentlichen Vorsicht: „Man sollte immer die Hand am Boot haben, so dass es gar nicht erst umkippen kann.“

In den vergangenen zehn Tagen sind acht Menschen bei Boots- und Badeunfällen in MV gestorben (die OZ berichtete).

Anika Hoepken

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