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Ribnitz-Damgarten Kleiderkammer nach viermonatiger Pause geöffnet
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Kleiderkammer nach viermonatiger Pause geöffnet
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15:14 28.09.2018
Erik Kohagen sortiert in der neuen Kleiderkammer des Vereins „Willkommen in Barth“ Kinderkleidung ein. Die ist bei seinen Kunden besonders beliebt. Quelle: Anika Wenning
Barth

Stolz präsentiert Erik Kohagen die Räume in der Johannes-R.-Becher-Straße 18 in Barth (Vorpommern-Rügen). Die neue Kleiderkammer des Vereins „Willkommen in Barth“ hat der 31-Jährige selbst eingerichtet. „Ich habe hier bestimmt rund 60 Stunden Arbeit reingesteckt“, sagt der Barther. Die Wohnung musste geputzt, Regale aufgestellt, Sachen sortiert und eingeräumt werden. In einem Raum findet man Kleidung für Erwachsene, direkt nebenan sind Kinderkleidung, Spielzeug und Stofftiere und im dritten Raum sind Küchenutensilien und Elektrogeräte untergebracht. „Und die CDs habe ich ganz neu dazubekommen“, sagt Erik Kohagen. „Die hatten wir vorher überhaupt nicht im Sortiment.“Zusätzlich gebe es noch einen Raum als Lager.

Vier-Raum-Wohnung statt Trockenraum

Der Umzug der Kleiderkammer von der Blauen Wiese an den neuen Standort in die Johannes-R.-Becher-Straße 18 sei dringend notwendig gewesen. „Wir brauchten einfach mehr Platz. Das war dort total überfüllt und ging so einfach nicht mehr“, sagt Reinhard Marx vom Verein „Willkommen in Barth“. In der Blauen Wiese stand lediglich ein Trockenraum im Keller eines Wohnblocks zur Verfügung. „Hier war alles zugestopft und gestapelt“, sagt Erik Kohagen. Am neuen Standort hat die Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) Barth eine leerstehende Vier-Zimmer-Wohnung im Untergeschoss zur Verfügung gestellt.

Neuer Standort muss bekannt werden

Vier Monate lang war die Kleiderkammer im Zeitraum des Umzugs allerdings geschlossen bis sie Anfang September wieder eröffnete. Der Start könnte – zumindest wenn es nach Erik Kohagen geht – allerdings besser laufen. „Bisher waren noch nicht so viele Leute hier. Vielleicht 35 an den acht Tagen, an denen wir bisher geöffnet hatten. Es muss sich jetzt natürlich erst einmal rumsprechen, dass wir wieder geöffnet haben und dass wir an einem anderen Standort sind“, sagt der 31-Jährige.

Er selbst habe am alten Standort immer mal wieder ausgeholfen und nun das Zepter übernommen. „Die Arbeit macht mir Spaß. Man kommt mit Leuten ins Gespräch. Für viele ist es auch ein Treffpunkt“, berichtet Erik Kohagen. „Überwiegend kommen Stammkunden hierher, die man mittlerweile schon gut kennt.“ Das Angebot richtet sich an Bedürftige – ganz egal welcher Nationalität. „Wir sind für alle da“, betont Erik Kohagen. Die Sachen können gegen einen kleinen Spendenbetrag mitgenommen werden.

Kinderkleidung ist besonders beliebt

Als der 31-Jährige gefragt worden sei, ob er die Kleiderkammer leiten könne, habe er nicht lange überlegt. „Ich habe gleich zugesagt, obwohl ich eigentlich schon genug zu tun habe. Ich engagiere mich auch in anderen Bereichen, unter anderem beim Südstadttreff.“ Alleine ist die Arbeit in der Kleiderkammer allerdings schwer zu schaffen, deshalb hofft der 31-Jährige auf Unterstützung. „Es ist leider sehr schwierig, Freiwillige zu finden“, sagt Reinhard Marx. „Aber zwei Mitarbeiter sollten es insgesamt schon sein.“

Die Resonanz auf die neuen Räumlichkeiten seien bisher sehr gut gewesen. „Die Leute finden es schön, dass es hier so groß und übersichtlich ist“, sagt der Erik Kohagen. Besonders beliebt sei am alten wie auch am neuen Standort stets die Kinderkleidung. „Die ist immer besonders schnell weg und da freuen wir uns auch sehr über Spenden“, sagt der Barther.

Die neue Kleiderkammer befindet sich in der Johannes-R.-Becher-Straße 18 in Barth. Geöffnet hat sie immer am Montag von 14 Uhr bis 16 Uhr und am Donnerstag von 11 Uhr bis 13 Uhr. In diesem Zeitraum können auch Spenden abgegeben werden. Wer ehrenamtlich mitarbeiten möchten, kann vorbeikommen.

Anika Wenning

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