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Ribnitz-Damgarten Klockenhäger sauer: Bauverzug bei Radweg
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Klockenhäger sauer: Bauverzug bei Radweg
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00:00 01.12.2017
Klockenhagen

Waren die Klockenhäger jahrelang gefrustet, weil sie so lange auf den Beginn der Bauarbeiten am Radweg zwischen Hirschburg und Klockenhagen warten mussten, so sind sie jetzt sauer, weil sich die Arbeiten verzögern. Die sollten eigentlich bereits am 30. Juni dieses Jahres abgeschlossen sein, dann wurde der 14. November als Fertigstellungstermin angepeilt, wie Jan Moldenhauer vom Bauamt der Stadtverwaltung Ribnitz-Damgarten in der Sitzung des Ortsbeirates Klockenhagen im Oktober berichtete. Doch auch daraus wurde nichts.

Viele Dinge, die im Vorfeld geklärt hätten werden müssen, wurden nicht geklärt.Ulrich Borchert, Einwohner

Zur Erinnerung: Der Rad-Gehweg entlang der Landesstraße 22 wird 2,25 Kilometer lang sein. Er führt von Neu Hirschburg über Hirschburg bis zum Altheider Weg (Freilichtmuseum) in Klockenhagen. Im Abschnitt zwischen Neu Hirschburg und der Galerie BlackBox in Hirschburg wird der Weg asphaltiert. Im Bereich zwischen Hirschburg und Klockenhagen wird er eine Betonsteinpflasterung erhalten.

Tino Leipold (Die Unabhängigen) fragte in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates am Mittwochabend: „Wann kann man denn nun damit rechnen, dass der Rad-Gehweg fertiggestellt wird?“

Diese Frage richtete sich an Manfred Borowy, stellvertretender Leiter des Straßenbauamtes Stralsund, der als Gast eingeladen worden war. Um es vorweg zu nehmen: Einen genauen Termin konnte er nicht nennen. Borowy machte aber deutlich, „dass auch er nicht glücklich darüber ist, wie die Arbeiten laufen“.

Schuld daran seien Verzögerungen, die es bei der Verlegung der neuen Trinkwasserleitung gegeben habe. Die seien eingetreten, weil der Trinkwasserversorger Boddenland die Ausschreibung für die Arbeiten wiederholen musste. Damit geriet die mit dem Wegebau beauftragte Firma ins Schwimmen und konnte aufgrund der so genannten Ferienreiseverordnung Mecklenburg-Vorpommerns den Radweg nicht rechtzeitig fertigstellen. Diese Verordnung besagt, dass während der Monate Juli und August bestimmte Straßen in Urlaubsgebieten zweistreifig befahrbar sein müssen. Die L 22 in Klockenhagen gehört zu diesen Straßen. Für den Bau des Radweges muss die L 22 aber halbseitig gesperrt werden. Deshalb konnte in den beiden Sommermonaten nicht weitergebaut werden.

Wie Borowy in der Sitzung ankündigte, sollen die Arbeiten an den Borden zu Ende geführt und der Streifen zwischen diesen und der Straße aufgefüllt werden. Nächste Woche sollen die Pflasterer kommen, ob das klappe, wisse er aber noch nicht. Auf jeden Fall, so Borowy, werde man es in diesem Jahr nicht mehr schaffen, die Asphaltdeckschicht aufzubringen.

Große Sorgen bereite der Bauabschnitt am Feuerlöschteich, führte er weiter aus. Dort muss eine Spundwand gerammt werden. Da gebe es aber Hindernisse im Boden, mit denen man nicht fertig geworden sei.

Man brauche eine großen Ramme. Eine solche sei aber derzeit nicht verfügbar. Außerdem müsse erst eine Arbeitsebene für die Maschine geschaffen und eine Genehmigung beantragt werden.

Ulrich Borchert kritisierte unter anderem, dass man den Untergrund am Teich nicht bereits vor Beginn der Arbeiten untersucht habe. „Da saß doch ein Projektierungsbüro dran.“ Diese und andere Dinge hätten im Vorfeld geklärt werden müssen. Kritisiert wurden von Einwohnern auch die langen Wartezeiten für Autos an den Baustellenampeln, da ließe sich manches flüssiger gestalten, gab Prof. Lienhard Pagel zu bedenken.

Edwin Sternkiker

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