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Klockenhäger sauer: Radweg erst 2016

Klockenhagen Klockenhäger sauer: Radweg erst 2016

Abrissarbeiten an der Brücke über den Wallbach beginnen im September.

Klockenhagen. Der Baubeginn für den Radweg zwischen Klockenhagen und Neu Hirschburg ist erneut verschoben worden. Jetzt auf 2016. Darüber informierte Jan Moldenhauer vom Stadtbauamt Ribnitz-Damgarten die Mitglieder des Ortsbeirates Klockenhagen in ihrer jüngsten Sitzung.

Als Gründe habe der Baulastträgger, das Straßenbauamt Stralsund, die Haushaltssituation angeführt. Außerdem habe das Straßenbauamt darüber informiert, dass man nicht um ein Planfeststellungverfahren herumkomme, erläuterte Moldenhauer. „Und das dauert mindestens ein Jahr. Manchmal auch länger“, machte er deutlich.

Ortsbeiratsvorsitzenden Ulrich Borchert platzte der Kragen, als er das hörte. „Ich verliere wirklich die Lust über das Thema Radweg zu sprechen. Es kann doch nicht sein, wie man mit uns umgeht. Wir brauchen den Radweg doch und reden über ihn seit bald 20 Jahren, eigentlich sogar noch länger. Das Papier, das zu diesem Thema beschrieben wurde, ist schon längst eingestaubt. Wir werden doch restlos verarscht. Das Straßenbauamt kann machen, was es will.“

Das findet auch Ausschussmitglied Reinhardt Röwer. „Wir sind als Ortsbeirat damit seit 1996 in den Gängen und müssen unter den Missverständnissen zwischen Straßenbauamt und Stadt, die aus früheren Zeiten herrühren, leiden. Wir werden doch am Nasenring herumgeführt.“

Immerhin: An der Brücke über den Wallbach tut sich jetzt etwas. Über die alte Brücke soll der Verkehr noch bis September rollen, dann wird sie abgerissen und der Bau der neuen Brücke beginnen. Dieses Vorhaben bildet den ersten Bauabschnitt im Gesamtvorhaben Radwegbau Klockenhagen—Neu Hirschburg.

Die neue Brücke über den Wallbach soll Mitte nächsten Jahres fertig gestellt werden, berichtete Moldenhauer. Der Verkehr wird bis dahin einspurig über eine Ersatzbrücke geführt und per Ampel geregelt.

Weiteres Thema der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates war unter anderem auch der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 81. Dabei geht es um die westliche Erweiterung des Achterberges. Da stehe man bei den Planungen ganz am Anfang, betonte Guido Keil vom Stadtbauamt in der Sitzung. In dem als Achterberg II bezeichneten Gebiet könnten zwischen 20 und 25 Wohneinheiten entstehen, machte Keil deutlich. „Die Erschließung soll so schonend wie möglich erfolgen. Im Wohngebiet Achterberg II soll nur Anliegerverkehr zugelassen sein.“

In der Sitzung wurde weiterhin darüber informiert, dass die Bauarbeiten an der Abwasserleitung im Ortsteil Altheide Mitte September losgehen und im Oktober 2014 abgeschlossen werden sollen. Im Zuge der Bauarbeiten an der Abwasserleitung kommen auch Gasleitung und Trinkwasserleitung in den Boden, informierte Jan Moldenhauer.

 

 

Edwin Sternkiker

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